Neue Deutsche Welle

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Einführung und Geschichte

Der Begriff Neue Deutsche Welle wurde erstmals im Sommer 1979 in einer Anzeige des Schallplattenladens Zensor aus Berlin in einer Anzeige in der Musikzeitschrift Sounds genannt. Im Herbst desselben Jahres hat Alfred Hilsberg die erste Folge einer dreiteiligen Artikelserie in der Sounds mit „Neue Deutsche Welle – Aus grauer Städte Mauern“ betitelt und so den Begriff entscheidend mitgeprägt.[1]

Historisch gesehen ist die Neue Deutsche Welle die Entsprechung der (britischen) New Wave. Wie die britische New Wave speist sich auch die Neue Deutsche Welle anfangs aus Punkbands und wurde gar synonym für die zweite Welle des Punk verwendet. Im Rückblick wird jedoch hauptsächlich ein kommerziell glattgebügelter Sound, ein Punk für den Mainstream darunter verstanden. Der – kommerziell gesehen erfolgreiche – Versuch der großen Plattenfirmen, das DIY-Phänomen des Punk zu domestizieren und massenverträglicher zu gestalten.

Selbst Fehlfarben, ob ihrer Bandmitglieder wie Peter Hein, Gabi Delgado-Lopez und anderen eine der wichtigsten Bands des deutschen Punk, veröffentlichten mit „Monarchie und Alltag“ eines der zentralen Alben deutscher Sprache, doch auf Druck der Plattenfirma wurde das von der Band ungeliebte und untypische „Ein Jahr (Es geht voran)“ als Single ausgekoppelt und stellt bis zum heutigen Tag das kommerziell erfolgreichste Stück der Fehlfarben dar.

Ähnlich verhält es sich mit der Berliner Band Neonbabies, die später in die phänomenal erfolgreiche Formation Ideal überging und selbst alte Neonbabies-Songs wie „Blaue Augenׅ“ noch einmal mit Ideal neu aufnahmen, wodurch einerseits kommerziell ungeahnte Erfolge erzielt wurden, andererseits aber das Kompromisslose und Rauhe des Originals verschütt ging.

Die mit der kommerziellen Ausprägung assoziierten NDW-Bands sorgten zu Beginn der 80er Jahre für eine der erfolgreichsten Phasen deutschsprachiger Musik in den letzten Jahrzehnten. Nummer-1-Single-Hits schafften in dieser späten NDW-Hochphase unter anderem Nena, Spider Murphy Gang, Peter Schilling und andere, die allesamt den Beginn der von erwähntem Alfred Hilsberg begleiteten NDW-Phase gar nicht mitbekommen hatten.

Wichtige Akteure, Alben und Songs

Wichtige Bands

Wichtige Alben

Die erfolgreichsten Songs der NDW

Vorläufer

Wichtige Labels

ZickZack, Rondo, No Fun

Einzelnachweise

  1. Alfred Hilsberg – Neue Deutsche Welle. Aus grauer Städte Mauern. (1979) [1] bei Highdive.de