My Bloody Valentine

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
My Bloody Valentine
Herkunft: Dublin, Irland
Aktiver Zeitraum: 1984 bis 1992
2007 bis heute
Genres: Shoegaze / Dreampop, Noise Rock, No Wave, Avantgarde
Labels: Creation Records
Homepage: mybloodyvalentine.co.uk
Line-Up:
Kevin Shields (Gitarre, Gesang)
Colm O'Ciosoig (Schlagzeug)
Debbie Googe (Bass ab 1986)
Bilinda Butcher (Gesang, Gitarre ab 1987)
Ehemalige Mitglieder:
Dave Conway (Gesang bis 1987)
Tina (Keyboards bis 1985)

My Bloody Valentine gilt als eine der einflussreichsten Bands des Independent Genres. Ihre laute, von verzerrtem Gitarren-Feedback bestimmte Musik prägte maßgeblich den Sound der sogenannten "Shoegaze"-Bewegung. Die1984 in Dublin gegründete Gruppe veröffentlichte in der ersten Phase ihres Bestehens (1984-1991) zwar gerade einmal vier reguläre Alben, doch der musikalische Schatten der Band liegt bis heute hörbar über vielen nachfolgenden Bands des Genres. 2013 erschien - nach 22 Jahren Stille - eine neue Platte der Noisepioniere MBV.

Bandgeschichte

1984 in Dublin von Gitarrist Kevin Shields und Schlagzeuger Colm O’Ciosoig gegründet, zog das Duo noch im gleichen Jahr nach West-Berlin, wo sie mit Sänger Dave Conway und Tina (nur sie kennt ihren Nachnamen) die Mini-Lp "This is your Bloody Valentine" (Tycoon Rec.) aufnahmen. Ein weiterer Umzug nach London folgte, wo Debbie Googe am Bass das Line-Up ergänzte, während Tina die Band verließ. Hier entwickelte sich ihr Sound vom dunklen Großstadtblues hin zum Noisepop der C86-Schule. Schließlich, nachdem Sänger Dave Conway aus gesundheitlichen Gründen ausgestiegen und durch Bilinda Butcher ersetzt worden war, gingen Shields & Co. noch einen Schritt weiter. Sie unterschrieben bei Creation Records und entwickelten sich in der Folge zu Pionieren eines Genres.

Die Maxi "You made me realise" und das Album "Isn't Anything" (1988) gelten als Schlüssel-Veröffentlichungen. Soundmanipulationen, verschachtelte Gitarrenwände, weit zurückgemischter Gesang, der mehr die Rolle eines Instrumentes oder eines Klanges unter vielen einnimmt, Melodien unter Krach vergraben – all das war so noch nicht gehört, war innovativ und neu. Diese Mischung beeinflusste eine ganze Reihe Bands, denen die englische Musikpresse bald das Etikett "Shoegazer" oder "The Scene That Celebrates Itself" verpassen sollte (u.a. Ride, Slowdive, Chapterhouse...).

Im April 1990 erschien mit der "Glider"-Ep ein neues Lebenszeichen von MBV, aber es war die im Februar 1991 herausgebrachte Maxi "Tremolo", die hohe Wellen schlug. Vor allem wegen des Eröffnungstracks "To here knows when", wohl einem der schrägsten Songs, die je in der englischen Top 30 auftauchten, die in ihrer Geschichte nicht gerade arm an Obskuritäten ist. Für die einen filigran verwobene Noisecollage, für die anderen schlicht ungenießbarer Soundbrei, bereitete der Track den Boden für ein Album, das vielen als Meilenstein der Popmusik gilt. Flirrende, ineinander übergehende Gitarren-Soundschleifen, Sequenzerrhythmen, Lärm, Unmengen übereinander geschichtete Aufnahmespuren und eine Studiorechnung, die Creation Records dem Kollaps ein gutes Stück näher brachte, ergaben "Loveless". Ein Album, das es bis Platz 24 der britischen LP-Charts schaffte. Mit dieser Arbeit wuchs der Einfluss von MBV nochmals, Kritiker und Fans warteten mit angehaltenem Atem auf Neues von My Bloody Valentine – doch sie warteten scheinbar vergebens.

Immer wieder gab es Gerüchte über ein nie veröffentlichtes Album, das nicht den Erwartungen des Perfektionisten Kevin Shields entsprach und daher zurückgehalten wurde, bestätigt hat die Band dies jedoch nie. Kevin Shields betätigte sich in den folgenden Jahren als Produzent und innovativer Remixer für artverwandte Bands wie Yo La Tengo oder Mogwai und spielte als Gastmusiker mit Künstlern wie Primal Scream, Dinosaur Jr, Patti Smith, DJ Spooky oder Paul Weller. 2003 konnte Regisseurin Sofia Coppola Shields für den Soundtrack ihres Films "Lost in Translation" gewinnen, zu dem er vier Stücke beitrug. Ein erstes musikalisches Lebenszeichen nach 12 Jahren.

Im Jahr 2007 erklärte Kevin Shields ziemlich überraschend, dass sich MBV wieder zusammengefunden hätten. Die Band begann zu touren und auf den großen Musikfestivals aufzutreten. Die beiden klassischen Alben "Isn't Anything" und "Loveless" erlebten in der Folge Re-Releases. Ebenso erschien 2012 eine Compilation mit den Maxis der Band ("EP's 1988-1991").

Schließlich, im März 2013, erschien nach 22 Jahren ein neues Album (s/t).

Kollaborationen

Diskografie

Alben

Singles/EPs

  • 1985 Geek (Dezember)
  • 1986 The New Record By (September)
  • 1987 Sunny Sundae Smile (Februar)
  • 1987 Strawberry Wine (August)
  • 1988 You Made Me Realise (8. August)
  • 1988 Feed Me With Your Kiss (November)
  • 1990 Glider (April)
  • 1991 Tremolo (Februar)
  • 1991 When You Sleep
  • 1992 Les Inkoruptibles
  • 1994 We Have All The Time In The World
  • 1996 Map Ref. 41N. 93W.
  • 2008: Edun (mit Thom Yorke)
Sonstige
  • 1987 Ecstasy and Wine (Lazy Records, besteht aus den EPs Ecstasy und Strawberry Wine)
  • 2012 EP's 1988-1991 (Compilation)

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH S F NOR FIN NZ
1991 Loveless - 24 - - - - - - - -
Singles
1991 To Here Knows When - 29 - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Spex NME Spex
1988 Isn't Anything
-
20
-
1991 Loveless
12
9
4
Singles
1990 Glider
23
30
14
1991 Tremolo
-
48
5

All-Time-Charts

Isn't Anything
Loveless
You Made Me Realise

Kompilationsbeiträge

Trivia

Referenzbands

Coverversionen

My Bloody Valentine covern...

  • We Have All The Time In The World von Louis Armstrong (auf der Charity-Komplitation Peace Together)

My Bloody Valentine werden gecovert von...

Videoclips

MP3s

Diverse Peel Sessions und Live-Konzerte gibts hier

Videos

<videoflash>4Om4meS-SyI</videoflash>

<– Soft as snow (1985)



                                              I only said (1991) –>

<videoflash>tVj-fc1M_D0</videoflash>

Weblinks