Musiker

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Musiker ist jemand, der sich mit Musik beschäftigt. Entgegen vielen spezifizierten Berufen in der Musik stellt sich für Musiker als solche die Frage: „Wann oder auf welche Weise werde ich als Musiker ernst genommen?“ Ähnlich ergeht es Komponisten und Interpreten, wobei die Trennung eine konstruierte und in den meisten Fällen obsolet ist. Musik ist entweder hinsichtlich des Lebensunterhalts oder aber der kritischen Anerkennung eine brotlose Kunst. Allein im Mittelfeld und mit spezifizierten Aufgaben lässt es sich leben. Vielleicht ist es die Zeit, die hier als übergeordnete Größe Bedingungen stellt. Vielleicht blenden Alltagsbedingungen auch auf die Projekte über und schaffen die Basis für eine funktionalisierte Musik, die im ständigen Widerspruch mit der ästhetisierten beziehungsweise idealisierten lebt. Pragmatik ist nicht in der Lage, zu vermitteln, weil die Pragmatik von heute sich in einem Feld bewegt, das soweit in einer angenommen Mitte befindlich ist, dass diese bereits selbst zum Spezialfall geworden ist.

1983
Seit am Einleitungssatz zum Artikel Musik[1] bei der Wikipedia nichts mehr zu rütteln ist, nachdem im Übrigen fünfzehn Einzelnachweise zwischendurch zur Bestätigung eingereicht wurden, der älteste aus der Zeit der Tonkunst Eduard Hanslicks[2], sind auch Leute, die Klingeltöne anfertigen oder Patches oder Apps, alle möglichen Leute, die sich mit den technischen Angelegenheiten der Musik beschäftigen, Musiker zu nennen. Die Musik ist damit zu einer Sparte geworden, die nahezu an den Film herankommt, ohne die visuelle Ebene zu bemühen, was Wirkung und Ubiquität betrifft.

Trivia

I love chicks and music. Im September 2016 bekennt Van Morrison, dass er in seinem Leben nicht eine einzige Frau über die Musik kennengelernt habe.[3] Erfolg bei Frauen ist, was von angehenden Musikern am ehesten erwartet wird und als letztes eintrifft. Vielleicht ist es umgekehrt auch so. Zumeist scheitern alle Kontaktversuche daran, dass ein Musiker, wenn er unterwegs ist, im Namen der Musik unterwegs ist und sich oft auch um Soundcheck und Aufbau usw. kümmern muss. Nach einem Set ist die Luft dann raus. Alles in Allem verschlingt einen die Musik, bevor es überhaupt möglich ist, am Rande der vielen Erfordernisse Sause zu machen. Wenn die Deessentialisierungsstrategien und Bescheidenheiten von Musikern und Komponisten zugunsten ihrer Masken, der diversen Sprachen, die sie mit der Musik zusammenbringen, gefallen sind, sehnen sich Musiker nach Namen. Damit ihr Tun und Lassen ein Surplus ergibt, etwas, das den Einsatz der Zeit, die sie gegeben haben, rechtfertigt und am Ende zumindest quantitativ (als Tun) übertrifft. Die Musik wird das wohl kaum anerkennen ...

Einzelnachweise

  1. Artikel Musik [1] bei der de.wiki
  2. Artikel Musik [2] vom 10. August 2016 bei der de.wiki, scroll.
  3. Jens-Christian Rabe – Dieses Leben würde ich niemandem empfehlen (2016) [3] bei der Süddeutschen Zeitung