Mr. Bungle

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Mr. Bungle
Herkunft: Kalifornien
Aktiver Zeitraum: 1985 bis 2000
Genres: Jazzcore, experimeteller Rock, Avangarde-Metal und einige andere
Labels: Warner Brothers Records
Homepage: mrbungle.com
Line-Up:
Mike Patton (Gesang, Keyboards, Samples)
Trey Spruance (Gitarre, Keyboards)
Trevor Dunn (Bass)
Danny Heifetz (Schlagzeug, 1989-2000)
Clinton "Bär" McKinnon (Reeds, 1989-2000)
Ehemalige Mitglieder:
Jed Watts (Schlagzeug, 1985-1987)
Theo Lengyel (Saxophon, Keyboards, 1985-1996)
Hans Wagner (Schlagzeug, 1987-1989)
Luke Miller (Horns, 1987-1989)

Mr. Bungle war eine von 1985 bis 2000 aktive kalifornische Band.

Bandgeschichte

Die High-Shool-Freunde Trevor Dunn, Mike Patton, Trey Spruance, Theo Lengyel und Jed Watts fanden sich 1985 zusammen, um eine Band zu gründen. Den Namen fanden sie in einer Fernsehsendung, in der die Puppe Mr. Bungle auftrat, die Kindern etwas über gute Manieren und Hygiene beibrachte.

Sie veröffentlichten in den ersten Jahren vier Demokassetten, die von Death Metal über Ska, Swing und Funk bis zu Jazz reichten.

Ende der 1980er Jahre bekam dann Mike Patton das Angebot, bei Faith No More zu singen, die gerade ihren Sänger Chuck Mosley entlasssen hatten. Er entschloss sich darauf, weiterhin bei Mr. Bungle zu bleiben, während er FNM-Sänger war.

So konnte 1991 das selbstbetitelte Debütalbum auf Warner Brothers Records erscheinen, das vom experimentellen Jazzsaxofonisten John Zorn produziert wurde. Das Album verbindet alle möglichen Rockgenres mit Kirmesmusik und enthält einige Samples aus Filmen, Computerspielen und Fernsehwerbung.

Das Album war recht erfolgreich und es wurde ein Video zu Quote Unqute gedreht. Das Video wurde jedoch nicht bei MTV gezeigt, denn man konnte Körper an Fleischerhaken baumeln sehen.

Es folgte eine Tour durch Nordamerika, wo die Band bei ihren einzigartigen Shows normalerweise mit Masken auftrat.

Erst vier Jahre später erschien dann das Nachfolgealbum, da alle Bandmitgleider noch in weiteren Bands aktiv waren. Disco Volante war gegenüber dem Vorgänger noch komplexer. Und während das Debüt noch mit Funk Metal beschrieben werden konnte, war dieses laut einigen Kritikern schlicht ein Avantgarde- oder Experimentalalbum, auf dem die einzelnen Musiker ihr Können zeigen.

Auch nach diesem Album folgte eine Tour, diesmal durch die USA, Europa und Australien.

Im Juli 1999 erschien ihr drittes und letztes Album, California und dieses ist wohl ihr zugänglichstes.

Zu dieser Zeit eskalierte auch der Streit mit den Red Hot Chili Peppers. Denn deren Sänger Anthony Kiedis sah in Mike Patton eine Kopie seiner selbst, wie er in einem Interview erzählte. Darauf antworteten die Mitglieder von Mr. Bungle, indem sie sarkastische Kommentare über Kiedis in Interviews gaben. Dies wiederum führte dazu, dass Kiedis dafür sorgte, dass Mr. Bungle nicht auf den gleichen europäischen Festivals spielten, wie die Chili Peppers, die in diesem Jahr Headliner einiger Festivals waren.

An Halloween 1999 wiederum spielte Mr. Bungle eine Show, wo sie auf der Bühne die einzelnen RHCP-Mitglieder parodierten und einige Songs (mit falschen Texten) spielten. Auch hierauf antwortete Kiedis damit, indem er dafür sorgte, dass er nicht zusammen mit Mr. Bungle in Neuseeland und Australien auf dem Big Day Out spielen musste.

California jedenfalls war das letzte Album der Band, bevor schon 2000 einige Gerüchte um das Ende der Band aufkamen. Seitdem hört man immer wieder von einzelnen Mitgliedern, dass eine Reunion unter bestimmten Bedingungen möglich sei, andere wiederum bestätigen das endgültige Ende der Band.

Diskographie

Alben
  • 1991 Mr. Bungle (Warner Brothers Records)
  • 1995 Disco Volante (Warner Brothers Records)
  • 1999 California (Warner Brothers Records)
Demokassetten
  • 1986 The Raging Wrath of the Easter Bunny
  • 1987 Bowel of Chiley
  • 1988 Goddammit I Love America
  • 1989 OU818
Split-Singles

Trivia

  • Der Faith No More Bassist Billy Gould erzählte Patton später, dass es auch ein Sexvideo gibt (Sharon’s Sex Party) in dem ein Mr. Bungle auftritt.
  • Der Song Quote Unquote wurde nach einer Biographie über John Travolta benannt. Eigentlich sollte der Song den Namen Travolta bekommen, doch der Schauspieler drohte mit rechtliche Schritten.

Weblinks