Mother Love Bone

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Mother Love Bone
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: 19881990
Genres: Hardrock, Glamrock, Grunge
Labels: Stardog Records, Polydor
Homepage: Fanpage
Line-Up:
Andrew Wood: Gesang
Stone Gossard: Gitarre
Jeff Ament: Bass
Bruce Fairweather: Gitarre
Greg Gilmore: Schlagzeug

Mother Love Bone wurden 1988 von ehemaligen Mitgliedern der Seattle-Bands Malfunkshun und Green River gegründet und lösten sich 1990 nach dem Tod ihres Sängers Andrew Wood auf.

Bandgeschichte

Nachdem seine erste Band Malfunkshun Ende 1987 ihrer Auflösung entgegenging, machte sich der Glamrock-Liebhaber Andrew Wood auf die Suche nach neuen musikalischen Mitstreitern. Diese fand er in dem Gitarristen Stone Gossard und dem Bassisten Jeff Ament, die ihre vormalige Band Green River wegen musikalischer Differenzen verlassen hatten und nun ebenfalls eine neue Gruppe suchten. Die Drei taten sich 1988 unter dem Namen Lords of the Wasteland – ein Zitat aus God of Thunder von Kiss – zusammen und spielten eine Mischung aus Glamrock, Stadion-Metal und dem punkigen Sound des Seattle-Underground. Im selben Jahr traten der zweite Gitarrist Bruce Fairweather, einst ebenfalls bei Green River und Aments früher Hardcoreband Deranged Diction, sowie Ex-Ten Minute Warning/Skin Yard-Drummer Greg Gilmore der Gruppe bei, die sich nun Mother Love Bone nannte. Das Majorlabel Polydor zeigte Interesse an der Band, und im Jahr 1989 kam die erste 6-Track-EP namens "Shine" auf den Markt. Die Vorbereitungen für den ersten MLB-Longplayer liefen ebenfalls an, wurden jedoch durch die sich zunehmend verschlimmernde Heroinabhängigkeit Woods überschattet. Er verbrachte zwar den Rest des Jahres im Entzug, doch im März 1990, kurz vor dem Release des Albums "Apple" starb Andy Wood an den Folgen einer Überdosis. Die Band löste sich auf, Gossard und Ament gründeten später mit Eddie Vedder und Mike McCready Pearl Jam, während Greg Gilmore und Bruce Fairweather das kurzlebige Projekt Blind Horse anschoben, das sich aber nach wenigen Shows wieder auflöste. Fairweather trat später den Psychedelic-Grungern Love Battery bei.

Im Sommer 1990 taten sich der Soundgarden-Sänger und enge Freund Andy Woods, Chris Cornell mit Gossard, Ament, McCready und Vedder (plus Matt Cameron am Schlagzeug) für das Wood-Tribute Temple of the Dog zusammen, das bei seinem zweiten Release 1992 große Erfolge feiern konnte. Im selben Jahr erlebten Mother Love Bone ein Mini-Revival, als Polydor die gesammelten Aufnahmen der Gruppe als Doppel-CD mit dem schlichten Titel "Mother Love Bone" herausbrachte und zudem der Song Chloe Dancer/Crown of Thorns als eines der Glanzstücke im Soundtrack der Seattle-Hommage Singles gefeaturet wurde.

Diskographie

Singles/EPs

Sonstige

Kompilationsbeiträge

  • 1991 Chloe Dancer/Crown of Thorns auf "Singles (O.S.T.)" (Epic)
  • 1993 Thru Fadeaway, Holy Roller, Stargazer, Mindshaker Meltdown, Untitled und Chloe Dancer auf Seattle Scruffs (Demos von 1988)
  • 1993 Stardog Champion auf "Grunge / The Alternative Compilation" (Warner)
  • 2001 Chloe Dancer/Crown of Thorns auf "Alternative Moments" (Sony)

Trivia

  • Aufgrund ihres als zu kommerziell orientiert kritisierten Auftretens verfügten Mother Love Bone zunächst über wenig Glaubwürdigkeit im Punk-Underground von Seattle. Speziell Ex-Green River-Sänger Mark Arm geizte nicht mit Spott und gründete nach Bekanntwerden des "Lords of the Wasteland"-Projekts umgehend die Parodieband Wasted Landlords (auch Beer Garden), die außer ihm noch weitere bekannte Musiker der Szene wie Chris Pugh (Swallow), Ron Nine (Room Nine, Love Battery), Grant Eckman (The Walkabouts), Scott Vanderpool (Chemistry Set) und Tad Doyle (Bundle of Hiss, TAD) enthielt. Gerüchten zufolge gaben die Lords of the Wasteland nach Bekanntwerden der Parodie-Aktion ihren Namen auf und benannten sich in Mother Love Bone um.[1]
  • Auch der neue Name Mother Love Bone wurde zur Zielscheibe von Verspottungen, und wieder formierte sich eine Anti-Band, die sich diesmal Daddy Hate Box nannte. Ihr gehörten unter anderem Pete Litwin von Coffin Break und Steve Wied von TAD an.

Referenzbands

Weblinks

Quellen

  1. Wasted Landlords auf der Mudhoney-Fanpage