Mike Watt

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Mike Watt
Mike Watt in Omaha, Nebraska
Mike Watt in Omaha, Nebraska
Herkunft: San Pedro, Kalifornien, USA
Geboren: 20. Dezember 1957 (59 Jahre)
Genres: Punk, Hardcore, Crossover
Instrumente: Bass, Gesang
Homepage: hootpage.com
Bands:
fIREHOSE, Minutemen

Mike Watt ist Bassist, Sänger und Songwriter. Er ist einer bekanntesten und einflussreichsten Figuren des US-Amerikanischen Alternative Rock.

Biographie

Mike Watt wurde am 20. Dezember 1957 in Portsmouth, Virginia als Michael Watt geboren, zog aber bald mit seiner Familie nach San Pedro, Kalifornien. Dort freundete er sich mit D. Boon an, mit dem er Mitte der 70er The Reactionaries gründete. Inspiriert durch die aufkeimende Punkszene gründeten die beiden 1979 die Minutemen, an den Drums kam noch George Hurley dazu. Die Band war die zweite, die auf dem legendären SST-Label veröffentlichte und galt als eine der größten Hoffnungen für die amerikanische Indieszene, doch am 23. Dezember 1985 kam Boon bei einem Autounfall ums Leben.

Der Verlust Boons erschütterte Watt und Hurley, die sofort das Ende der Minutemen beschlossen. Watt spielte noch 1985 für kurze Zeit bei den befreundeten Saccharine Trust, deren Studioalbum We Became Snakes er produzierte, und ging Anfang 1986 nach New York, wo er bei Aufnahmen zu Sonic Youths Album Evol mitwirkte und nebenbei der Entstehung des Projekts Ciccone Youth beiwohnte. Dennoch wollten sich Watt und Hurley in ihrer Trauer komplett aus dem Musikbusiness zurückziehen, wurden aber von Ed Crawford, einem ihrer größten Fans, der nach Minutemen-Platten Gitarre gelernt hatte, überredet, eine neue Band zu gründen. fIREHOSE debütierten 1986 mit „Ragin', Full-On“ – natürlich D. Boon gewidmet. Im selben Jahr spielte Watt auch mit seiner späteren Frau Kira Roessler (Ex-Black-Flag) im Zwei-Bass-Duo Dos. fIREHOSE unterschrieben nach drei Indie-Releases beim Majorlabel Columbia, wo sie aber dem Druck nicht standhalten konnten und sich nach dem 1993er-Album „Mr. Machinery Operator“, das von J. Mascis produziert wurde, auflösten.

1995 brachte Watt seine erste Solo-LP, das All-Star-Projekt „Ball-Hog or Tugboat?“ auf den Markt (Gäste: siehe Kollaborationen). Auf der Tour zum Album gaben die Foo Fighters, deren Dave Grohl auch für Watt trommelte, ihr Live-Debüt. Ein Jahr später spielte Watt Bass für Porno for Pyros auf ihrer LP „Good God's Urge“. Eine zweite Soloplatte folgte 1997 mit der autobiografischen Punk-Rock-Oper „Contemplating the Engine Room“, die neben seiner auch auf der Lebensgeschichte seines Vaters, einem Ingenieur bei der Navy, und der von D. Boon fußt. Im selben Jahr ging er mit dem Album auf Tour und nahm mit der Supergroup Wylde Ratttz ein Cover des Stooges-Klassikers „TV Eye“ für den Soundtrack zu Velvet Goldmine auf.

Anfang 2000 erkrankte Watt schwer und musste das Bass-Spielen neu lernen. Nach einer Erholungsphase spielte er einige Livekonzerte mit J. Mascis und auf dessen Soloplatte. 2002 gründete Watt mit den Secondmen ein neues Projekt, 2003 ging er mit den überlebenden Stooges auf Tour. Das lang verschobene Album „The Secondmen's Middle Stand“, ein Konzeptalbum über seine Krankheit und Gesundung, wurde im August 2004 veröffentlicht.

Mike Watt betreibt ein Webradio-Programm mit The Watt From Pedro Show und kümmert sich selbst um seine „Hootpage“. Er engagiert sich außerdem in der Bewegung Punkvoter gegen die Wiederwahl George Bushs.

Kollaborationen

Solo-Diskografie

Alben

  • 1995 Ball-Hog or Tugboat?
  • 1997 Contemplating the Engine Room
  • 2004 The Secondman's Middle Stand
  • 2009 Funland

Singles/EPs

Kompilations-Beiträge

Charts

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1995 Ball-Hog Or Tugboat? - 130 - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Musikexpress Spex
1995 Ball-Hog or Tug Boat?
19
10

Referenzkasten

  • 1991 widmeten die Red Hot Chili Peppers ihr erfolgreiches Album „Blood Sugar Sex Magik“ Mike Watt.
  • Der 1995 veröffentlichte Song „Wattershed“ (man beachte die Schreibweise) der Foo Fighters (die Watt als wesentlichen Einfluss nennen) ist ebenfalls eine Reminiszenz an den Kult-Bassisten.

Referenzbands

Coverversionen

Mike Watt covert...

Mike Watts All-Time-Records

  1. The Who – Sell Out
  2. CCR – Cosmos Factory
  3. Richard Hell – Blank Generation
  4. Sonic Youth – Sister
  5. Roky Erickson – Roky Erickson and the Aliens
  6. Minutemen – Double Nickels on the Dime
  7. The Pop Group – We Are Time
  8. Wire – Pink Flag
  9. Johnny Thunders – LAMF
  10. Henry Rollins – Hot Animal Machine

Weblinks