Mike McCready

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mike McCready
Mike McCready 2008 mit Pearl Jam
Mike McCready 2008 mit Pearl Jam
Herkunft: Pensacola, Florida, USA
Geboren: 5. April 1965
Aktiver Zeitraum: seit 1986
Instrumente: Gitarre
Bands:
The Rockfords
Shadow
Love Chile
Pearl Jam
Temple of the Dog
M.A.C.C.
Mad Season

Mike McCready ist Gitarrist von Pearl Jam und war an einer Anzahl weiterer Projekte aus dem Bereich von Grunge und Alternative Rock beteiligt.

Biographie

Mike McCready hat als Gitarrist seiner Band Pearl Jam sowohl die Höhen als auch die Tiefen des Erfolgs kennengelernt. Er ist zudem einer der bemerkenswert seltenen Musiker aus dem Grunge-Kontext, der nicht aus dem Punk-Underground kam, sondern sein Glück zuvor in den vom Indie-Underground verspotteten Hair Metal-Bands der 80er Jahre versuchte. Der als Elfjähriger von Florida nach Seattle gezogene McCready wurde musikalisch mit Jimi Hendrix und Stevie Ray Vaughan sozialisiert, was man auch seinem späteren Gitarrenspiel anhört, das sich weit mehr im Classic Rock-Bereich bewegt als bei Gitarristen anderer Grungebands. In den 80ern startete Mike McCready seine erste Band namens Shadow, die besagten Hair Metal spielte und - ähnlich wie Duff McKagan von Guns N' Roses - nach Los Angeles zog, um dort einen Plattenvertrag zu bekommen. Dieses Vorhaben mißlang jedoch, und McCready kehrte nach Seattle zurück, um dort eine weitere, eher an Bluesrock und Classic Rock orientierte Band namens Love Chile zu gründen. Nachdem auch diese Formation nach nur wenigen Konzerten auseinandergefallen war, lernte der Gitarrist auf einer Party das Mother Love Bone-Mitglied Stone Gossard kennen, und die beiden Musiker wurden Freunde. Als dann der MLB-Frontmann Andrew Wood an einer Heroinüberdosis gestorben war, fanden sich die beiden - mit MLB-Bassist Jeff Ament - wieder zusammen, um eine neue Band aufzubauen. Dazu kam der Wood-Tribut Temple of the Dog von Soundgarden-Sänger Chris Cornell, bei dem neben dem späteren Mookie Blaylock/Pearl Jam-Sänger Eddie Vedder auch McCready dabei war. Schließlich hatten Pearl Jam im Sommer 1991 ihr erstes Album im Kasten, und danach kam der rasante Aufstieg zu globalem Superstardom.

Unter dem Druck des Erfolges litt jedoch nicht nur der sensible Sänger Eddie Vedder, sondern auch der Gitarrist McCready. Er geriet in der ersten Hälfte der 90er in Abhängigkeit von Drogen und Alkohol und ließ sich schließlich in eine Entzugsklinik in Minneapolis einweisen. Nachdem er den Entzug erfolgreich überstanden hatte, gründete McCready mit dem Bassisten John Baker Saunders, den er in der Klinik kennengelernt hatte, das Projekt The Gacy Bunch. Dies wuchs sich - unter dem geänderten Namen Mad Season - zu einer waschechten Grunge-Supergroup aus, da daran auch noch sowohl der Alice In Chains-Sänger Layne Staley sowie der Screaming Trees-Drummer Barrett Martin teilnahmen und Trees-Sänger Mark Lanegan ebenfalls Vocals einsang. Die Band veröffentlichte ihr erstes und einziges Album namens "Above" im Jahre 1995.

Neben der Arbeit mit Pearl Jam reaktivierte McCready im Jahre 1999 auch noch seine allererste Formation aus Schülertagen namens The Rockfords (deren Mitglieder später auch bei Shadow dabeiwaren), die im Februar 2000 ihr selbstbetiteltes Debutalbum herausbrachten. Er hat zudem für zahlreiche Bands und Künstler Gastbeiträge an der Gitarre eingespielt, unter anderem bei Stone Gossards Projekt Brad, Mark Eitzels Album "West", der Neil Young/Pearl Jam-Kollaboration Mirror Ball und dem Screaming Trees-Album "Dust". McCready war mit den Soundgarden-Musikern Chris Cornell und Matt Cameron sowie Pearl Jam-Bandkumpel Jeff Ament auch Teil der Ein-Song-Supergruppe M.A.C.C., bei der er sein großes Idol Jimi Hendrix coverte.

Kollaborationen

  • mit Chris Cornell, Matt Cameron, Eddie Vedder, Jeff Ament und Stone Gossard bei Temple of the Dog
  • mit Chris Cornell, Matt Cameron und Jeff Ament bei M.A.C.C.
  • mit Layne Staley, Barrett Martin und John Baker Saunders bei Mad Season

Referenzkasten

Referenzbands