Mia.
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| Mia. | ||
|---|---|---|
| Herkunft: | Berlin, Deutschland | |
| Aktiver Zeitraum: | seit 1997 | |
| Genres: | NDW-Revival, Electro-Punk, Neuer deutscher Pop | |
| Labels: | Sony R.O.T | |
| Homepage: | MIArockt.de | |
Mieze (auch Mieze Katz) – Gesang Andi Penn (auch A. Roß) – Gitarre Ingo Puls – Gitarre Robert Schütze – Bass Gunnar Spies – Schlagzeug (seit 2001) | ||
Hannes Schulze - Schlagzeug (bis 2001) | ||
Mia. (Alternativschreibweise MIA.) ist eine Berliner Band, die seit Anfang der 2000er mit deutschsprachigen Electro-Punk einige kommerzielle Erfolge verbuchen kann.
Inhaltsverzeichnis |
Bandgeschichte
Erste Jahre (1997 bis 2002)
Mia. gründeten sich im Jahr 1997 zunächst als Schülerband, damals noch mit Hannes Schulze am Schlagzeug. Ein Jahr später wurden sie vom Produzenten NHOAH (Peacock Palace) entdeckt, der um sie zu fördern eigens das Label Respect Or Tolerate (R.O.T) gründete. Bis heute hat das Label nur drei offizielle Mitarbeiter und kümmert sich selbst um die Produktion, das Management und das Image der Band.
Eine erste Veröffentlichung, eine Maxi namens Sugar My Skin, gelang 1999 über das Majorlabel BMG, mit dem die Zusammenarbeit aber nicht harmonisch verlief, weshalb der Vertrag wieder gelöst wurde. R.O.T produzierte daraufhin 2000 aus eigenen Mitteln mit der Band die Single Factory City, die sie noch vor Release im Februar 2001 auf dem Sampler "Berlin macht Schule" von Radio FRITZ platzieren konnten. NHOAHs "Elektropunk Remix" des Songs wurde ein Erfolg in der Clubszene und so entdeckte die Gruppe den Elektropunk als Stilrichtung für sich. Es folgte ein neuer Majorvertrag mit Sony (ging ironischer Weise wenige Jahre später mit BMG zusammen, so dass Mia. jetzt wieder beim alten Major sind) und nachdem Hannes Schulze ausschied wurde Gunnar Spies 2001 als neues Bandmitglied gefunden.
Im April 2002 erschien die Single "Alles neu", die auf FRITZ und MTV in Dauerrotation lief aber ebenso wie das Album "Hieb & StichFEST" mit deutlichen Anleihen bei der NDW-Band Ideal auch für viele kritische Vergleiche sorgte. Hinzu kam Kritik für die als überzogen bzw. hysterisch empfundene Selbstdarstellung der Band, jedoch erspielten Mia. sich durch ihre gelungenen Liveauftritte (mit Bühnenprojektionen der Grafikerwerkstatt Pfadfinderei) bald eine feste Fanbasis.
Kontroverse um Nationalismusvorwurf (2003 und 2004)
2003 kam es zu Tumulten um die Band, als sie das Lied Was es ist auf einer gleichnamigen EP veröffentlichten. Im Text enthalten waren romantisierte Referenzen an Deutschland und die deutsche Flagge. Dieses wurde vielfach als nationalistisch interpretiert und erregte teils heftige Gegenreaktionen von linken Hörern aber auch Diskussionen. Auf der Leipzig (Pop Up wurde z.B. am Aufhänger Mia. über "Neue Alte Heimat" diskutiert. Gerade auch auf Mia. nahmen Blumfeld Bezug, als sie auf ihrer Website ein Statement über deutsche Bands und Heimat veröffentlichten (Mia. wurden nicht namentlich genannt, der Text bezog sich aber explizit auf Aktionen der Band). Mia. verwehrten sich in Interviews und Online-Diskussionen immer gegen eine nationalistische Interpretation des Liedes. Mia. beteuern weiterhin, politisch links zu sein.
Nichtsdestotrotz war die "Was es ist"-Tour im Spätherbst ausverkauft.
Höhepunkt der Reaktionen gegen die Band war ein Solikonzert für streikende Studenten in Berlin im Januar 2004, als die Gruppe mit Eiern und Tomaten beworfen wurde. Ginsengbonbons, die danach spielten, meinten dazu: "Wer Scheiße sät, wird Scheiße ernten". Mia.s Gitarrist Andi Roß, der von einem Ei am Auge verletzt wurde, kam noch einmal auf die Bühne und erklärte, dass die Protestler besser daran täten, die Eier auf die zu werfen, "wo es wirklich wichtig wär" und nicht auf eine "scheißkleine Band. Ihr macht uns größer als wir sind!".
Erfolge im Mainstream (seit 2004)
Kurze Zeit später nahm die Gruppe mit ihrem Titel Hungriges Herz an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Songcontest teil. Das kurz zuvor erschienene Album "Stille Post" brachte Mia. erste Anerkennung auch im Mainstream ein. So lud das Goethe-Institut sie im Sommer für fünf Gigs nach Russland ein und am Ende des Jahres nahm die Band die Goldene Stimmgabel des ZDFs als Beste Popgruppe (weiblich) in Empfang. Der Stil änderte sich zunehmend in Richtung Pop.
2006 überraschten Mia. als ihr drittes Album "Zirkus" auf Anhieb Platz 2 der deutschen Albumcharts erreichte. Die Vorabsingle "Tanz der Moleküle" wurde ebenfalls ein Hit und konnte sich, obwohl sie nie über Platz 19 der Charts hinauskam, 33 Wochen in den Top 100 halten. Seither sind Mia. sowohl im Mainstream als auch weiterhin in der Alternativszene zuhause, da sie noch immer auf zahlreichen Rockfestivals spielen.
Im Jahr 2008 ist ein weiteres Album mit dem Titel "Willkommen im Club" erschienen, die Vorabsingle "Mein Freund" wurde mit Platz 15 die bislang erfolgreichste Chartsplatzierung der Band. Zeitgleich mit der Veröffentlichung der Single startete im Internet eine "offizielle Fancommunity", die sich MIAplus. nennt.
Diskographie
Alben
- 2002 Hieb & StichFEST (R.O.T/ Columbia/Sony)
- 2004 Stille Post (R.O.T/Columbia/Sony)
- 2006 Zirkus (R.O.T/ Sony BMG Music Entertainment)
- 2008 Willkommen im Club (R.O.T/Sony BMG Music Entertainment)
Singles/EPs
- 1999 Sugar My Skin (R.O.T/BMG)
- 2001 Factory City (R.O.T)
- 2002 Machtspiele (Epic, nur als Vinyl veröffentlicht)
- 2002 Aufmisch (R.O.T/Neuton, EP, nur als Vinyl veröffentlicht)
- 2002 Alles neu (R.O.T/Epic)
- 2002 Verrückt (R.O.T/Columbia/Sony)
- 2003 Kreisel (R.O.T/Columbia/Sony)
- 2003 Was es ist (R.O.T/Columbia/Sony, EP)
- 2004 Hungriges Herz (R.O.T/Columbia/Sony)
- 2004 Ökostrom (R.O.T/Columbia/Sony)
- 2004 Sonne (R.O.T/Columbia/Sony)
- 2006 Tanz der Moleküle (R.O.T/Sony BMG Music Entertainment)
- 2006 Uhlala (R.O.T/Sony BMG Music Entertainment)
- 2007 Zirkus (R.O.T/Sony BMG Music Entertainment)
- 2007 Engel (R.O.T/Sony BMG Music Entertainment)
- 2008 Mein Freund (R.O.T/Sony BMG Music Entertainment)
- 2008 Mausen (R.O.T/Sony BMG Music Entertainment)
Charts
| Jahr | Titel | Charts | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| D | A | CH | UK | US | S | F | NOR | FIN | NZ | ||
| 2002 | Hieb & StichFEST | 43 | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 2004 | Stille Post | 13 | 19 | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 2006 | Zirkus | 2 | 8 | 68 | - | - | - | - | - | - | - |
| 2008 | Willkommen im Club | 4 | 6 | 31 | - | - | - | - | - | - | - |
| Singles | |||||||||||
| 2002 | Alles neu | 78 | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 2003 | Was es ist | 50 | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 2004 | Hungriges Herz | 24 | 58 | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 2004 | Ökostrom | 71 | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 2004 | Sonne | 89 | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 2006 | Tanz der Moleküle | 19 | 32 | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 2006 | Uhlala | 86 | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 2007 | Zirkus | 55 | 64 | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 2007 | Engel | 76 | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 2008 | Mein Freund | 15 | 32 | 31 | - | - | - | - | - | - | - |
| 2008 | Mausen | 70 | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
Jahrescharts
| Jahr | Titel | Kritiker Charts | Leser Charts | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Spex | Intro | Spex | Intro | ||
| 2002 | Hieb & StichFEST | - | 30 | ||
| 2004 | Stille Post | - | 28 | ||
| 2006 | Zirkus | - | 37 | ||
| Singles | |||||
| 2002 | Alles neu | - | - | ||
| 2003 | Was es ist | 19 | 25 | ||
| 2004 | Hungriges Herz | - | 32 | ||
| 2006 | Tanz der Moleküle | 30 | - | ||
Kompilationsbeiträge
- 2001 Berlin macht Schule mit "Factory City"
- 2002 Führer Ex, OST mit "Auferstanden aus Ruinen", "Alles neu" und "Ekelhaftes Benehmen"
- 2004 On the Run mit "Komm mein Mädchen (Remix)"
Referenzbands
Trivia
- Interviewpartner für Du und viele von Deinen Freunden
- Mieze, sowie andere Bandmitglieder sind gute Freunde von Sarah Kuttner. Mieze und Andi sind mit ihr in die gleiche Stufe am John-Lennon-Gymnasium in Berlin gegangen. Kuttner hat die Band teilweise zusammengebracht.
- Die Sängerin selbst behauptet, sie habe bereits gesungen, bevor sie ihre ersten Worte gesprochen habe.
Coverversionen
- "Heroes" von David Bowie auf "Hieb & StichFEST"
- "Auferstanden aus Ruinen", ehemalige Nationalhymne der Deutschen Demokratischen Republik, auf dem Soundtrack des Flims "Führer Ex"
- "Je dis aime" als "Je dis aime - Ich sag Liebe" von -M- auf "Zirkus"
- "Mind Games" von John Lennon auf der Maxi "Zirkus", aufgenommen für die Aktion Make Some Noise von amnesty international zugunsten der Opfer in Darfur
Videoclips
- 1999 Sugar My Skin (Regie: unbekannt)
- 2000 Factory City (Regie: Peter Pippig)
- 2002 Alles neu (Regie: TAXITAXI)
- 2002 Auferstanden aus Ruinen (Regie: TAXITAXI)
- 2002 Verrückt (Regie: TAXITAXI)
- 2003 Kreisel (Regie: TAXITAXI)
- 2003 Was es ist (Regie: TAXITAXI)
- 2004 Hungriges Herz (Regie: TAXITAXI)
- 2004 Ökostrom (Regie: TAXITAXI)
- 2004 Sonne (Regie: TAXITAXI)
- 2006 Tanz der Moleküle (Regie: TAXITAXI)
- 2006 Uhlala (Damit du fühlst) (Regie: TAXITAXI)
- 2007 Zirkus (Regie: TAXITAXI)
- 2007 Engel (Regie: TAXITAXI)
- 2008 Mein Freund (Regie: TAXITAXI)
Videos
- Labelseite mit Mia.-Videos
- YouTube-Gruppe zur Band Mia.
