Matt Cameron

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Matt Cameron
Matt Cameron mit Pearl Jam 2008
Matt Cameron mit Pearl Jam 2008
Herkunft: San Diego, Kalifornien, USA
Geboren: 28. November 1962 als Matthew David Cameron (56 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1984
Instrumente: Gesang, Schlagzeug, Tasteninstrumente
Homepage: Profil bei MySpace
Bands:
feedBack (1984-1985)
Skin Yard (1985-1986)
Soundgarden (1986–1997)
Couch of Sound (1988)
Tone Dogs (1990)
Temple of the Dog (1991)
Hater (1993)
Wellwater Conspiracy (1993-2005)
M.A.C.C. (1994)
Gamma Ray (1997)
Pearl Jam (seit 1998)
Harrybu McCage (seit 2008)

Matthew David Cameron ist einer der profiliertesten Musiker aus dem Umfeld der Grunge-Metropole Seattle. Als Schlagzeuger von Bands wie Soundgarden, Pearl Jam und Temple of the Dog war er an der Entstehung einiger der wichtigsten Rockplatten der 90er Jahre beteiligt.

Biographie

Der 1962 geborene Matt Cameron begann früh mit dem Schlagzeugspiel, wurde dabei allerdings in erster Linie von Jazz beeinflusst, was sich auch in vielen seiner späteren Projekte niederschlagen sollte. Anfang der 80er Jahre begann er in diversen Bands in und um Seattle zu spielen, darunter das frühe Instrumental-Trio feedBack, aus dem später Skin Yard entstehen sollten. Als deren Schlagzeuger war Cameron bis 1986 Mitglied einer der ersten und prägenden Grunge-Bands und machte sich einen Namen als extrem vielseitiger und technisch versierter Musiker, als ihn dann das Angebot erreichte, als Ersatz für den ausgeschiedenen Scott Sundquist bei Soundgarden einzusteigen. Als einer der wenigen Drummer, die neben ihrem Instrument auch einen Gutteil des Songwritings übernehmen, war Cameron bis zur Auflösung der Band im Jahre 1997 dabei und galt als der ruhende Pol der Gruppe. Während dieser Zeit widmete er sich noch zahlreichen musikalischen Nebenbeschäftigungen. Dabei waren fast immer auch Soundgarden-Bandkollegen beteiligt, so bei dem von Chris Cornell initiierten Tribut an den 1990 verstorbenen Mother Love Bone-Sänger Andy Wood namens Temple of the Dog, Ben Shepherds Garagenprojekt Hater oder dem 94er-Hendrix-Tribute-One-Off M.A.C.C. (wieder mit Chris Cornell, Jeff Ament und Mike McCready). In eine eher experimentellere Richtung gingen hingegen die Kollaborationen mit der Avantgarde-Jazz-Musikerin Amy Denio, mit der Cameron bei den Projekten Couch of Sound (1988) sowie den Tone Dogs (1990) zusammen spielte. Noch zu Soundgarden-Zeiten wurde die Retro-Psychedelia-Band Wellwater Conspiracy initiiert, an der anfangs ebenfalls noch Ben Shepherd teilnahm, die sich im Kern jedoch auf Cameron – hier auch als Sänger tätig – und den ehemaligen Monster Magnet-Gitarristen John McBain beschränkte. 1995 spielte der Drummer außerdem einige Tracks für das Eleven-Album "Thump" ein, als deren Drummer Jack Irons die Band während der Studioarbeiten in Richtung Pearl Jam verlassen hatte.

Nach der Auflösung Soundgardens 1997 arbeitete Cameron für verschiedene Künstler, meist als Sessionmusiker (u.a. auf dem 1998er Album "Adore" der Smashing Pumpkins und auf dem 99er Soloalbum "Euphoria Morning" seines Ex-Bandkumpels Chris Cornell). Im Jahre 1998 erhielt Cameron schließlich eine Anfrage von Pearl Jam (auf deren ersten 1990er Demo er übrigens schon einmal Schlagzeug für die Band gespielt hatte), ob er den wiederum ausgeschiedenen Drummer Jack Irons ersetzen wolle - ob permanent oder zeitweilig, blieb zunächst offen. Nachdem Cameron sich schließlich zum "permanenten Aushelfen" bereiterklärt hatte, ist er bis heute Mitglied der Band und auch hier am Songwriting beteiligt. Zudem ist er auch immer noch bei Wellwater Conspiracy, wenn auch die Band momentan auf Eis liegt.

Zu Matt Camerons weiteren projektbezogenen Arbeiten gehören Gastbeiträge für u.a. Black Sabbath-Gitarrist Tony Iommi, sein altes Vorbild Geddy Lee von den Progrockern Rush, die befreundete Post-Grunge-Band Our Lady Peace aus Kanada sowie dem Siebziger-Rocker Peter Frampton, der auf seinem Album "Fingerprints" von 2006 gar den alten Soundgarden-Hit Black Hole Sun mit Cameron am Schlagzeug coverte. Einer der größten Chart-Erfolge, an denen der Drummer in den Nach-Soundgarden-Jahren beteiligt war, dürfte wohl die Kollaboration namens Hero mit den Nickelback-Musikern Chad und Mike Kroeger sowie dem Saliva-Sänger Josey Scott anlässlich des ersten "Spider Man"-Films 2002 gewesen sein. Die aktuelle Nebenbeschäftigung Matt Camerons ist das Jazz-Trio Harrybu McCage, bei dem außer ihm noch Geoff Harper am Bass und Ryan Burns an Keyboards und Gitarre mitspielen. Die selbstbetitelte CD wurde im Juli 2008 veröffentlicht.

Im März 2009 nahm Matt Cameron an der Quasi-Reunion von Soundgarden im Crocodile Cafe in Seattle teil, als er zusammen mit Kim Thayil, Ben Shepherd, Rage Against the Machine-Gitarrist Tom Morello und Gastsänger Tad Doyle (TAD) die Soundgarden-Stücke Hunted Down, Spoonman und Nothing to Say spielte. Die Supergroup für einen Abend wurde dabei als Tadgarden angekündigt. (Siehe hierzu auch Als Tadgarden das Crocodile rockten.) Als sich Soundgarden ein Jahr später dann offiziell wiederereinigten, nahm auch Cameron zum ersten Konzert am 16. April 2010 wieder seinen Platz am Drumkit ein, ist aber auch weiterhin festes Mitglied bei Pearl Jam.

Kollaborationen und Gastauftritte

Trivia

  • Zu den obskureren Bands in Matt Camerons Vita gehören das Instrumental-Powertrio feedBack, die Jazzcombo Motel 6 sowie ein Dreier mit Frontfrau namens Violet Ray.
  • Camerons erster öffentlicher Beitrag als Musiker war der Song "Puberty Love" für den Trash-Horrorklassiker "Angriff der Killertomaten" (u.a. mit John Belushi), den er 1978 im Alter von 15 Jahren sang.
  • Matt ist mit der Musikerin April Cameron verheiratet, die unter anderem Gastbeiträge für Wellwater Conspiracy und Pearl Jam einspielte.

Referenzbands und -künstler

Weblinks