Matou

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Matou
Matou 1991 in Vilnius, Litauen
Matou 1991 in Vilnius, Litauen
Herkunft: Wien, Österreich
Geboren: 1971 in Wien, Österreich
Aktiver Zeitraum: 1986-1995, seit 2009
Genres: Songwriter, Pop, Experimentelle Musik / Avantgarde
Instrumente: Keyboards, Bass, Vocals
Labels: vienna2day
Soundwave Records
Homepage: www.chrismatou.com
www.myspace/chrismatou
www.myspace/christianmatula

Matou [1] (bürgerlich: Christian Matula * 17. Februar 1971) ist österreichischer Musiker und war Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre als Komponist, Arrangeur aber auch als Sänger und Solist aktiv. Die Höhepunkte seines musikalischen Schaffens waren weniger im Heimatland Österreich, als im entfernten Litauen, wo er mit den Titeln "Red Eyes" und "Drowning in Passion" als Solist und mit den Titeln "Don´t Leave Me Now" und "Rainbow In The Darkness" als Komponist und Produzent mit Sängerin Meltem Taskiran überzeugen konnte.

Biographie

Jugend und Ausbildung

Matou verbrachte seine Kindheit und Jugend in Wien und Deutsch Wagram, Niederösterreich. Im Alter von sechs Jahren begann er Klavierunterricht zu nehmen und studierte Klavier bis zu seinem 21. Lebensjahr. Neben Klavier lernte er Gitarre, E-Bass und Kontrabass am Konservatorium der Stadt Wien. Nach der Matura studierte er Tontechnik an der Universität für Musik und darstellende Kunst und anschließend am Institut für Komposition und Elektroakustik in Wien.

Die ersten Erfolge

"Red Eyes" Single - Plattenpräsentation im Marchfelderhof 1991, Fred Aram (Tschin Bumm), Matou und Gerhard Bocek (Marchfelderhof)

In den Jahren 1990 bis 1992 nahm Matou an zahlreichen Wettbewerben im In- und Ausland teil. 1990 erzielte er mit Sängerin Martina Serafin den 1. Platz beim Pop & Rock Festival in St. Pölten und den 2. Platz als Solointerpret mit den Titeln "Allein" und "Schwarzes Schaf". Martina Serafin belegte am 23. Juni 1990 mit "Wonder Why" und "Don´t Leave Me Now" den 1. Platz beim Österreich-Finale der Österreichischen Talente-Börse, kurz ÖTB, im Theater am Kornmarkt in Bregenz. Am 12. Oktober 1990 erhält Matou mit Sängerin Martina Serafin den FIDOF Award [2] für den Titel "Smile" beim International Pop Song Festival 1990 im Festspiel- und Kongresshaus Bregenz, gewidmet von Jim Hasley, International Music Council / UNESCO, Los Angeles. Im Februar 1991 erscheint "Smile" erstmals auf CD, dem AMP Promo Sampler Volume 1. Matou ist mit dem Instrumentaltitel "Power On The Road" auf dem AMP Promo Sampler Volume 2 vertreten. Beide CDs wurden auf der MIDEM in Cannes präsentiert. Am 7. September 1991 gewann er mit Sängerin Angelica Simon und den Titeln "Are You A Dream" und "Unexpected Love" die Österreich Gesamtausscheidung der Österreichischen Talente-Börse in Lustenau.

Vom 19. bis 21. September 1991 nahm Matou beim "International Song Festival" in Vilnius (Litauen) teil und erhielt den FIDOF Award [2] für die Titel "Red Eyes" und "Crying For Mama". Die Single "Red Eyes" und "Oasis" erschien am 16. Dezember 1991 mit Widmung zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit Litauens. Kurze Zeit später erschien "Red Eyes" auch in Litauen.

1992 war Matou mit den Interpreten Meltem Taskiran und Simon Kräutler beim "International Song Festival" in Vilnius vertreten und als Gast in der Finalshow geladen. Meltem Taskiran startete für die Türkei und erzielte mit "Rainbow in The Darkness" und "Don´t Leave Me Now" den 3. Platz, Simon Kräutler, mit dem österreichischen Beitrag "Beat of Your Heart" und "Nina" den 11. Platz. Das Festival fand im legendären und mittlerweile stillgelegten und seit 2006 unter Denkmalschutz stehenden "Sporto Rumai" dem Palace of Concerts and Sports" vor über 4000 Besuchern statt. Interpreten aus 28 Ländern traten um den Einzug ins Finale an. Das Finale wurde sowohl vom litauischen als auch vom russischen Fernsehen übertragen.

Der Weg zur experimentellen Musik

Raum- und Klanginstallation "Reflexionen" (Reflections) mit Brigitte Kordina und Christian Matula alias Matou
Bereits am Beginn seiner kompositorischen Tätigkeit setzte sich Matou mit den Möglichkeiten des Computers und der elektronischen Klangerzeugung auseinander. Der Orientierung an Mustern der traditionellen Musik, im Sinne von tonalen Bezügen, unter Verwendung elektronisch reproduzierter Instrumentalklänge, die dem üblichen, erweiterten Orchesterapparat entsprechen, folgten Arbeiten, die sich mit den Möglichkeiten der kreativen Klangfindung durch den Computer auseinandersetzten.

Im Mittelpunkt seiner Arbeit stand der Klang als bestimmendes Element des Hörerlebnisses. Der Klang diente als zu strukturierender Baustein, der in das System Form eingebracht wurde. Er bediente sich dabei sowohl einfacher, transparenter Systeme, wie Reihungen oder ostinate Schemen, als auch komplexer mathematischer bzw. zahlenorientierter Systeme.

Unter seinem bürgerlichen Namen Christian Matula komponierte er über 100 teils elektroakustische Werke im Auftrag des ORF für die Sendereihen "Nova Leben 2000" und "Radio Kolleg". Einer der Höhepunkte war die Uraufführung und Buchpräsentation seines Werkes "Musiksystem 6" Op. 17/1/2/3/4/5/6, die Videoperformance "Exit" und die mit Brigitte Kordina gemeinsam verwirklichte Raum- und Klanginstallation "Reflexion", die von Oktober bis November 1992 in der Galerie Vayhinger, Rudolfszell-Möggingen/BRD, stattfand. Anfang 1993 wurde seitens der Universität für Musik und darstellenden Kunst eine CD mit dem Titel "Neue Werke" vorgestellt, auf der Christian Matula mit seinem Werk "Ohne Titel, Op.5 (Wecker)", neben Komponisten wie Lukas Ligeti oder Wolfgang Liebhart, vertreten war. Gemeinsam mit Walter Dickmanns präsentierte Christian Matula im Dezember 1993 die Dia-AV Produktion "Brücken, Kuppeln und Hochhäuser" im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst.

Rückzug und Neubeginn

Nach mehr als 200 Kompositionen innerhalb von nur drei Jahren, zerrissen zwischen den beiden Welten Populäre Musik und Experimentelle Musik / Avantgarde zog sich Matou 1994 zurück und stellte alle musikalischen Aktivitäten ein. Matou distanziert sich später von seinem experimentellem Schaffen und besinnt sich zurück auf seinen Ursprung. Nach mehr als 20 Jahren Schaffenspause arbeitet Matou an neuen musikalischen Projekten.

Solo-Diskografie

Alben

Matou im Studio, 1988
  • 1988 It´s Me (LP/MC, Eigenvertrieb)

Singles

Sonstige

Kompilationsbeiträge

Als Produzent / Komponist (Auswahl)

Matou und Martina Serafin, 1990
1. Platz für "Wonder Why"

Als Produzent / Arrangeur (Auswahl)

Matou und Meltem Taskiran im Tonstudio (Istanbul), 1992

Videoclips

Matou Live in Vilnius, 1992
  • 1987 Dance Stevie Dance
  • 1987 Why Do I Turn Away
  • 1991 Red Eyes Live (Vilnius)
  • 1992 Drowning in Passion Live (Vilnius)
  • 1992 Le Monde (Videoinstallation), Kurzfassung auf YouTube
  • 1992 Exit (Videoinstallation)
  • 1993 BiKri (Videoinstallation)
  • 1993 Alpendröhnen und Menschenpein [6], Netzzeit [7] (Musiktheater)
  • 1993 Brücken, Kuppeln und Häuser (Diainstallation)

Referenzkünstler / -Bands

Einzelnachweise

  1. Musikergilde, Österreichische Musiker-Komponisten-Autorengilde
  2. 2,0 2,1 FIDOF Foundation Website, International Federation of Festival Organizations, Artikel zu FIDOF
  3. CD AMP 9101-1, Tracklisting zu Album "AMP Promo Sampler Volume 1", SRA Archiv Österreichische Popularmusik
  4. CD AMP 9101-2, Tracklisting zu Album "AMP Promo Sampler Volume 2", SRA Archiv Österreichische Popularmusik
  5. Verzeichnis der Schallplatten und Compact Discs der Historischen Musikwissenschaft
  6. Musiktheater Alpendröhnen und Menschenpein, Presseartikel von Petra Hillinger und Gernot W. Zimmermann
  7. Netzzeit Chronologie 1990-1995, Bilder zu Alpendröhnen und Menschenpein

Weblinks