Matmos

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Matmos
Matmos live beim Donaufestival 2007
Matmos live beim Donaufestival 2007
Herkunft: geegründet in San Francisco, heute in Baltimore ansässig
Aktiver Zeitraum: seit 1995
Genres: Experimentelle Electronica, Glitch, Ambient
Labels: Matador
Homepage: brainwashed.com/matmos/
Line-Up:
M.C. Schmidt
Drew Daniel
und Gäste

Matmos ist ein experimentelles Elektro-Duo, bestehend aus M.C. Schmift und Drew Daniel, die seit 1995 zusammen Musik machen und auch durch ihre Arbeit mit Björk bekannt wurden.

Bandgeschichte

1995 gründen M.C. Schmidt und Drew Daniel das Duo Matmos, um an ihrer Vision von elektronischer Musik im Geiste der musique concrète zu arbeiten. In der Praxis bedeutete dies, dass Schmidt und Daniel unter anderem folgende Sounds verwendeten:

"amplified crayfish nerve tissue, the pages of bibles turning, a bowed five string banjo, slowed down whistles and kisses, water hitting copper plates, the runout groove of a vinyl record, a $5.00 electric guitar, liposuction surgery, cameras and VCRs, chin implant surgery, contact microphones on human hair, violins, rat cages, tanks of helium, violas, human skulls, cellos, peck horns, tubas, cards shuffling, field recordings of conversations in hot tubs, frequency response tests for defective hearing aids, a steel guitar recorded in a sewer, electrical interference generated by laser eye surgery, whoopee cushions and balloons, latex fetish clothing, rhinestones on a dinner plate, Polish trains, insects, ukelele, aspirin tablets hitting a drum kit from across the room, dogs barking, people reading aloud, life support systems and inflatable blankets, records chosen by the roll of dice, an acupuncture point detector conducting electrical current through human skin, rock salt crunching underfoot, solid gold coins spinning on bars of solid silver, the sound of a frozen stream thawing in the sun, a five gallon bucket of oatmeal."[1]

1997 erscheint das selbstbetitelte Debütalbum von Matmos bei Matador, 1998 gefolgt von "Quasi-Objects", die beide bereits Kritikerlob einheimsen können. Mit der verfeinerten Mischung aus "found sounds" und Electronica des Albums "The West" von 1999, die sich quasi aus der entgegengesetzen Ecke dem elektronisch beeinflussten, aber mit regulären Rockbandinstrumenten gespielten Post-Rock von Gastr del Sol und Tortoise nähert, können Matmos ihren Bekanntheitsgrad noch steigern. Insbesondere eine gewisse Sängerin aus Island wird aufmerksam auf das inzwischen nach Baltimore gezogene Duo, und 2001 bittet besagte Björk um Produktionshilfe für ihr viertes Album "Vespertine", woraus sich eine längerfristige Zusammenarbeit ergibt. 2001 erscheint mit "A Chance to Cut Is a Chance to Cure" ein dem Titel entsprechend makabres Konzeptalbum, auf dem Matmos Geräusche aus dem Operationssaal wie Skalpelle beim Schneiden oder das Summen von OP-Lasern verarbeiten, diesen Samplehintergrund aber mit gutgelaunten Technobeats kombinieren, so dass ein recht schizophrener Gesamteindruck entsteht. Für "The Civil War" von 2003 steht hingegen das Konzept von Krieg und Militär Pate, was sich wiederum in den verarbeiteten Samples vom Schlachtfeld wie auch den Klängen von Dudelsäcken, Flöten und Trommeln äußert. "The Rose Has Teeth in the Mouth of a Beast" von 2006 schließlich beinhaltet elf Songs, die jeweils einer wichtigen homosexuellen Persönlichkeit – vom Philosophen Ludwig Wittgenstein über den Beatnik-Schriftsteller William S. Burroughs bis hin zum früh verstorbenen Germs-Oberscumpunk Darby Crash – gewidmet sind. "Supreme Balloon" – in dessen Credits der Satz "No microphones were used on this album" zu lesen ist – beendet 2008 dann die thematische Phase von Matmos, da es sich ausschließlich auf die maximalmögliche Verfremdung und "Entorganisierung" elektronischer Sounds konzentriert.

In der jüngsten Vergangenheit haben Matmos, die seit jeher sowohl live als auch auf Platte mit zahlreichen Gästen zusammengearbeitet haben, ihren Fokus auf Kollaborationen mit anderen Künstlern gelegt. Neben diversen EPs und anderen Releases bezieht sich dies unter anderem auf die Kollaboration "Treasure State" mit dem Ensemble So Percussion von 2010, auf der die Verschmelzung von Minimal Music und Matmos-Laptop-Indietronics geprobt wird. Im selben Jahr erschien auch das umständlich betitelte "Do You Want New Wave or Do You Want the Soft Pink Truth?", eine Sammlung von Hardcore-Coverversionen von Crass über Minor Threat bis zu den Angry Samoans, die Matmos zusammen mit The Soft Pink Truth einspielten. M.C. Schmidt war schließlich auch noch an dem Projekt Instant Coffee! beteiligt.

Kollaborationen

Diskographie

Alben
Singles/EPs
Sonstige
  • 2002 Matmos Live with J Lesser

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts
Spex Intro Pitchfork Les Inrocks
2001 A Chance to Cut Is a Chance to Cure
-
-
-
13
2003 The Civil War
43
46
-
22
2006 The Rose Has Teeth in the Mouth of a Beast
-
-
47
-
Singles
2006 Steam and Sequins for Larry Levan
-
-
31
-

All-Time-Charts

A Chance to Cut Is a Chance to Cure

Kompilationsbeiträge

Trivia

Für ihren Sound verwenden Matmos verschiedenste Geräusche, wie in der Sonne auftauendes Eis, Umblättern von Bibelseiten, chirurgische Operationsinstrumente, ...

Referenzbands

Coverversionen

Matmos covern...

Remixe

Matmos remixt...

MP3s

Weblinks

Quellen

  1. Bandbiographie bei brainwashed.com/matmos