Love

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Love
Herkunft: Los Angeles, Kalifornien, USA
Aktiver Zeitraum: 1965-1974, diverse Teilreunions
Genres: Psychedelic Rock, Progressive Rock, Folkrock, Garage Rock
Labels: Elektra
Homepage: love-revisited.com
Line-Up:
Arthur Lee: Gesang, Gitarre
John Echols: Gitarre
Bryan MacLean: Gitarre
Ken Forssi: Bass
Alban "Snoopy" Pfisterer: Schlagzeug, Keyboards

Love aus Los Angeles waren eine der bemerkenswertesten Bands der 1960er Jahre, da sie in ihrer relativ kurzen aktiven Zeit wichtige Genres wie Garagenrock, Hippie-Folkrock und schließlich auch Psychedelic und Progressive Rock mit prägten. Ihre 1967er LP Forever Changes, seinerzeit nur ein geringer Verkaufserfolg, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem der größten Kultalben der Rockgeschichte.

Bandgeschichte

Die Geschichte von Love ist hauptsächlich um den Sänger und Gitarristen Arthur Lee gewunden. Arthur Lee begann in den frühen 1960er Jahren damit, in wechselnden Bandformationen Rhythm and Blues und Garagenrock zu spielen, bis er eines Tages die Folkrock-Wegbereiter Byrds live sah. Daraufhin rief er (u.a. mit dem Byrds-Roadie Bryan MacLean und einem ansonsten ständig wechselnden Lineup) 1965 Love ins Leben, die sich bald einen Ruf in der Clubszene von LA zu erspielen begannen. Im Mai 1966 erschien ihr Debütalbum Love auf Elektra, das ein mittlerer Erfolg wurde und den Folk-Livesound der Band einfing. 1967 erschienen dann gleich zwei Alben innerhalb eines Jahres, wobei Da Capo eine stilistische Wandlung einläutete, da sich auf der Platte weniger Jingle-Jangle-Pop als von Jazz und Klassik beeinflusste Progrock-Stücke befanden. Forever Changes, das im November 1967 erschien, setzte dann noch eins drauf, indem es die Band um Arthur Lee zwischen psychedelischem Kammerpop mit Streichern und Blasinstrumenten zeigte.

Bei den unterschiedlichen Mixen des Albums stehen sich entgegen: 1. Ein vollkommen ungeordnetes Stereofeld und zugleich ein berüchtigtes Beispiel für die Arbeit von Toningenieuren, die sich durch eine relativ neue Technologie zu egozentrischen Ausflügen mit dem musikalischen Material hinreißen ließen – Experimenten an der Musik, die bis heute nicht zu beheben sind. 2. Die Stereo-Fold-Down-Version, bei der versucht wurde, diese Verbrechen wieder rückgängig zu machen, eine True-Mono-Version existiert bis heute nicht. Nachdem im April 2018 Maschinen zum erstenmal erfolgreich das selektive Hören möglich wurde, rückt eine Lösung vielleicht in den Bereich des Machbaren.[1]

Aufgrund zunehmender Drogenprobleme verließen alle Mitmusiker nach dem Release der Platte die Band, worauf Lee sich neue Mitstreiter zulegte und bis 1975 noch vier weitere Love-Platten herausbrachte, die jedoch nicht den Status der 67er Werke erreichen sollten. Weder eine Lee-Solokarriere noch eine Love-Reunion kamen in den folgenden Jahrzehnten recht in Fahrt, und zu allem Überfluss musste der Musiker von 1995 bis 2001 wegen unerlaubten Waffenbesitzes ins Gefängnis. Mittlerweile aber hatte der Kult um Love und Forever Changes solche Dimensionen angenommen, dass Arthur Lee nach seiner Entlassung verstärkt mit alten Love-Nummern auftrat und – teilweise unterstützt vom Ur-Love-Gitarristen Johnny Echols – häufig das komplette Forever-Changes-Album live aufführte.

Arthur Lee starb 2001 im Alter von 61 Jahren an den Folgen von Leukämie; mit Bryan McLean und Ken Forssi (Ur-Bassist der Band) sind mittlerweile drei Mitglieder von Love verstorben. Johnny Echols tritt aber immer noch gemeinsam mit Mitgliedern von Baby Lemonade und The Wondermints als Love live auf.

Kollaborationen

  • 1967 mit Jim Morrison bei Laughing Stock auf Forever Changes (nur als letzter Bonustrack der Auflage der CD 2001)
  • 1970 mit Jimi Hendrix bei The Everlasting First auf False Start (nur als B-Seite einer 7" 1970)

Diskografie

Profil [2] bei Discogs

All-Time-Charts

Da Capo
Forever Changes
Alone Again Or (Song)

Referenzen

Referenzbands

Coverversionen

Love covern...

  • My Little Red Book von Burt Bacharach (auf "Love")
  • Hey Joe von Billy Roberts (auf "Love")

Love werden gecovert von...

Einzelnachweise

  1. Tilmann Wittenhorst – Google-KI beherrscht selektives Hören (2018) [1] bei heise.de

Weblinks

  • Homepage [3] bei love-revisited.com
  • Homepage Arthur Lee [4] bei lovearthurlee.com

Links im Juni 2017.