Labels Germany

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Labels Germany
Genres: Indie-Rock
Ort: Berlin, Deutschland
Aktiver Zeitraum: 2001 bis 2008
Vertriebe: Virgin Schallplatten (bis 2002),
EMI Music Germany (ab 2002)

Labels Germany war ein von 2001 bis 2008 existierendes Label in Berlin, das zunächst Tochter von Virgin Music war und dann 2002 zu EMI stieß, als die Virgin Schallplatten GmbH und die EMI Electrola GmbH fusionierten.

Geschichte

Labels Germany wurde zu Beginn des Jahres 2001 von der Virgin Schallplatten GmbH ins Leben gerufen, um nach Vorbild des gleichnamigen französischen Labels sowohl als Lizenznehmer ausländischer Indielabels wie Source Frankreich, Source UK, Grand Royal, Pussyfoot, Wall of Sound und Bungalowauch, als auch mit eigenen Bands Indiemusik unters Volk zu bringen.[1] Nach dem französische Labelskonzept wurde in Deutschland, wie auch schon zuvor in Italien, Belgien und den Niederlanden, ein Indiepartner mit großer Autonomie gesucht und gefunden, der für die Labels-Angelegenheiten zuständig sein sollte. Die Belegschaft des seit 1990 existierenden Berliner Labels City Slang wechselte also zum neugegründeten Labels, während City Slang fortan als Sublabel nur noch von Gründer Christof Ellinghaus weitergeführt wurde.[1]

Als sich die Virgin Schallplatten GmbH und die EMI Electrola GmbH im August 2002 zur deutschen EMI Music Germany zusammenschlossen, wanderte Labels Germany ins EMI-Programm, wo Labels neben Mute Tonträger und Virgin Schallplatten eines der drei Hauptlabels wurde. Labels hatte sich derweil mit Wir sind Helden, Kings of Convenience, Turin Brakes oder Röyksopp einige erfolgreiche Bands aufbauen können. 2004 wurde der Münchener Virgin-Standort geschlossen und unter Stellenstreichungen an Mute Tonträger und Labels in Berlin angegliedert.[2] Zum 1. April 2005 verließ Christof Ellinghaus EMI und machte sich mit City Slang wieder unabhängig. Über die Gründe darüber war nur wenig zu lesen, jedoch war schon 2001 im Interview mit Ellinghaus zu lesen: „Und wenn die EMI, zu der die Virgin gehört, irgendwann irgendwo in Los Angeles oder New York beschließt, sich zu verschlanken? – "Okay, dann mache ich mit City Slang wieder allein weiter. Oder was ganz anderes."[3]

Neuer A&R von Labels wurde danach Sven Hasenjäger, der zuvor Produktmanager gewesen war.[4] Als EMI im August 2007 von dem Investementfonds Terra Firma übernommen wurde und gleichzeitig das Unternehmen einen Verlust von 400 Millionen Euro zu verzeichnen hatte[5], wurde ein Drittel der Stellen bei EMI gestrichen, wodurch in Deutschland die komplette existierende Labelstruktur mit Virgin, Mute und Labels eingestampft wurde.[6]

Bands

Lizenzierte Labels

Goom, Nobody's Bizzness, Palm Pictures, Racing Junior, Regal, Source, Tellé, We Love You, Wall of Sound, Astralwerks, Labels Music France

Quellen

  1. 1,0 1,1 Labels, Artikel und Interview aus Intro #81 (Februar 2001)
  2. EMI streicht. Virgin München geht nach Berlin, Artikel von Pascal Blum vom 6. April 2004 bei Intro.de
  3. Ein nettes Netzwerk, Artikel von Gerrit Bartels für taz am 11. August 2001
  4. Wir sind keine Vegetarier. Wir sind Helden im Gespräch über ihr neues Album, die Musikindustrie und korrekte Ernährung, Artikel bei der Berliner Zeitung von Jens Balzer, 1. April 2005
  5. EMI – Plattenriese mit Millionenverlusten, Meldung beim Hamburger Abendblatt vom 1. Oktober 2008
  6. Vor die Hunde gegangen. EMI – Plattenriese mit Millionenverlusten, Artikel von Heinrich Oehmsen vom 23. Februar 2008 beim Hamburger Abendblatt