Kyle Hall

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Kyle Julian Hall, *17. Juli 1991, seines Zeichens entdeckt von Omar S, ist DJ und Produzent aus Detroit und betreibt dort das Label White Oats.[1] Seit ein paar Jahren gilt er als „Aushängeschild der Detroiter Technoszene.“[2]

Hintergrund

„Kyle Hall lernt als Teenager das Einmaleins elektronischer Musik von legendären Produzenten wie Mike Huckaby, Carl Craig und Theo Parrish.“[3] Mit dreizehn fängt er an, Musik zu produzieren. In Plattenläden, wie dem Vibes New & Rare Music, einem lokalen Plattenladen, der von Rick Wilhite betrieben wird, tauscht er sich mit Gleichgesinnten aus und stellt seine Musik vor.

“Listening to ghetto tech on the radio, that was my early introduction to techno,” he says. “I met friends going to school in Redford, in the suburbs, where it was more common for white kids to be listening to electronic music, so I heard some of the cheesy stuff and then I got curious. DJ Raybone took me under his wing, and I really started getting familiar with the music when I started collecting records, around 13 or 14. But I wasn’t brought up under Juan Atkins or anything like that ...”[4]

2007 erscheint seine einseitig gepresste 12" Plastik-Ambash auf FXHE, dem Label von Omar S. Danach gründet Kyle Hall seine eigenes Label, auf dem fast alle Folgeveröffentlichungen erscheinen, 2013 das erste Album The Boat Party. 2015 folgt From Joy als Vinyl als Dreifach-LP. Das Album ist trotz der, für Kyle Hall üblichen, einfachen Gangart mit, für House einigermaßen neuen, Klangvorstellungen ausgestattet. das betrifft weniger Klangtüfteleien, als ein deutliches Klangkonzept, das im Hintergrund fundiert erscheint. Dazu gehören auch die übermäßig verschleppten durchlaufenden Beats, in die die weiteren Instrumente eingepasst sind. Die LP ist auffällig laut produziert, wozu auch beiträgt, dass pro Seite nicht mehr als acht Minuten Spielzeit vorzufinden sind. Ein Manko kann auch angemerkt werden, Halls Tracks verlieren sich oft in ziellosem Gedudele, das im Grunde nur als Hintergrundmusik akzeptiert werden kann. Die Improvisationen, die seine Musik in Richtung Jazz rücken, sind nicht wirklich durchdacht und verraten eine starke Bindung an bekannte Ausführungen jenseits klanglicher Gestaltung.

Musik

<– "One of my faves from the talented Detroitian Kyle Hall. Dorian Fiddler, age 17, on live drums. Wavex, Age 19, also hailing from the D on Synth leads. Damino Lord Xl, Age 21 on synthetic drum Programming, and last but not least Gary Plant, a 17 year old up and coming producer from Wooster Ohio on the Synth bass." – Bsmnt City Anymle Kontrol – The Perfect Sin (2009)[5]

<– Dervenen (2015)

Kyle Halls musikalischer Background sind die Straßen Detroits, in diesem Zusammenhang spricht er von einer Sonifikation in Musik“: "Everything I do has to do something with music."[6] Ein differenzierter und konturierter Klangeindruck steht für ihn im Mittelpunkt: "I like to go in the detail."[7] Wie Theo Parrish pflegt er ein anthropologisches Musikverständnis. Mit seiner Vorstellung, eine Musik in einer Tradition weiterzugeben, lehnt er sich an evolutionäre Vorstellungen von der Menschheitsgeschichte an.[8]

Zusammenarbeiten

Theo Parrish, Omar S.

Einflüsse

Techno, House, Trance, Masters at Work, Henry Street records, Johnny D & Nicky P, New-York-Stuff, Old-School-Stuff,

Diskografie

Einzelnachweise

  1. "Omar S presents another newcomer with this just 15 year old prodigy KYLE HALL who produced this debut offering solely on analogue tapes. ruff bizzniss!", Autor unbekannt – Review zu Plastik-Ambash (2007) [1] bei clone.nl
  2. Chris Sperl – Kero // Kyle Hall »Zug Island/K2 Attack EP« - Wild Oats (2013) [2] Review bei skug.at
  3. Biografie [3] bei laut.de
  4. Philip Sherburne – "Kyle Hall: Detroit Techno Blueblood Carries Club Thump Into the Future." (2013) [4] "I wasn't brought up under Juan Atkins or anything like that, you know what I'm saying?", beim Spin-Magazine
  5. Conzinhoo in den Infos zu The Perfect Sin bei Youtube
  6. Kyle Hall Hustles Harder – Interview (2009) [5] ab min. 8:54 bei Vimeo
  7. ebd., Hustles Harder – Interview, ab min. 6:09
  8. ebd., min. 6:23

Weblinks

  • Homepage [7] bei wildkyleoats.com
  • Profil [8] bei Resident Advisor
  • Profil [9] bei Facebook
  • Michael Walsh – Kyle Hall Dubspot Interview: The Rising Detroit DJ / Producer Talks Production, DJing, Remixing + (2012) [10] bei dubspot.com
  • Mike Powell – Breaking through: Kyle Hall (2009) [11] bei Resident Advisor

Musik

  • Kyle Hall - After Fall (2010) [12] bei Youtube

Links im Mai 2017.