Komposition

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Der Begriff Komposition (Zusammengesetztes) kann verschiedene Dinge bezeichnen. Zum Beispiel kann damit der formale Aufbau von Kunstwerken gemeint sein oder das Erschaffen von musikalischen Werken.

Hintergrund und Bedeutungen

Die Komposition selbst ist in der Populären Musik oft auf eine Repräsentation und dann Umsetzung von sanglich-imaginären Einzelheiten begrenzt. Für die Feststellung des Copyrights und das Verlegen eines Stücks durch einen Musikverlag ist keine verbindliche Niederschrift notwendig. Urheberschaft besteht, wenn ein Musikereignis „erklingt“. Die Gesetze sind dabei einigermaßen intuitiv und verweisen auf eine bestimmte Schöpfungshöhe.

In einem Beiheft für CDs und Schallplatten, sowie für umfangreichere Stücke, steht „Komposition“ für die Nominierung eines Urhebers als verantwortlich für eine Form eines Musikstücks bis hin zum Konzept und den einzelnen Ausführungen (Stücken) eines Konzeptalbums. Zumeist betrifft das in der Pop- und Rockmusik und im Jazz nicht viel mehr als eine ungefähre Vorgabe von Melodien (Thema, Strophe usw.) und harmonischen Verläufen. Bei der Liedkomposition wird die Urheberschaft am Text auch „Komposition“ genannt. In der Computermusik und der Algorithmischen Komposition die jeweilige (selbsterstellte) Anwendung oder das (selbstgebastelte) Programm, mit dem ein Audioergebnis erzielt wurde, ebenfalls. In Galeriewerken oder ähnlichen Anordnungen, in denen zum Beispiel die visuelle Ebene berücksichtigt ist, bezieht sich Komposition zumeist auf die Musikgestaltung.

Aspekte und Strategien

Für Komponisten ist der evolutionäre Aspekt einer der interessantesten. So kann behauptet werden: Die stete Anforderung einer „Rationalisierung des Kompositionsprozesses“, wie Gottfried Michael Koenig und andere sie formulieren, gleich in welchem Bereich man sich befindet, macht Musikgeschichte möglich. Dagegen Roger Behrens: „Weder die Beatles noch ABBA haben – im strengen Sinne – komponiert; vielmehr haben sie vorhandenes musikalisches Material neu arrangiert. Dabei haben sie eine materialtechnische Entwicklung vorangetrieben – Studiotechnik, Musikelektronik etc. –, an der die Kunstmusik vollständig vorbei ging.“[1] Die Kunstmusik, die sich heute zuerst am Stand der Neuen Musik bemisst, hat sich von der Befreiung von Parametern und Paradigmen als Anspruch hin zur Befreiung von einem solchen Anspruch überhaupt entwickelt und formuliert ihre Abhängigkeiten inzwischen selbstverständlich autark. Eine weitere Forderung an zeitgemäße Kompositionen ist die nach thematischer Verdichtung. Essentialisierungs- und Deessentialisierungsstrategien spielen dabei gleichermaßen eine Rolle, indem sie gleichermaßen auf eine Gesamtheit komplexer Entscheidungsfindungen verweisen.

Komponist

Der Unterschied zwischen Musikern und Komponisten ist, dass Komponisten heißen, wie sie heißen, und sich nicht etwa Pseudonyme zulegen, was so weit von der Welt der Komposition, vom Werk, entfernt ist, wie nur irgendwas. Die Szenen sind einander weitgehend unbekannt und finden sich gegenseitig komisch oder unverständlich. Warum will sich einer Musiker nennen und nicht Komponist? Unter anderem vielleicht, weil er beigebracht gekriegt hat, dass Komposition erst ab einem bestimmten Komplexitätsgrad Komposition zu nennen ist. Komposition soll zudem dem Anspruch nach aus einem anderen Medium heraus, zum Beispiel der Symbolschrift, nachweisbar wiederholbar aufgezeichnet sein.

Siehe auch

Musikalisches Werk, Genre und Stil, Stück (Musik)

Einzelnachweise

  1. Roger Behrens im Gespräch mit Claus-Steffen Mahnkopf über das Projekt einer Kritischen Theorie der Musik. Man müsste das komplette Musiksystem umbauen. In: Wolfgang Bock / Sven Kramer / Gerhard Schweppenhäuser – Zeitschrift für Kritische Theorie, 24 / 25 (2007) [1] bei claussteffenmahnkopf.de, S. 204

Weblinks

  • Karlheinz StockhausenEnglish Lectures (3/4) [2] Wie man mit Musik garantiert weltweit berühmt wird, ab 12:57 min. bei Youtube

Links im Januar 2020.