King Crimson

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King Crimson
Robert Fripp, der Kopf von King Crimson
Robert Fripp, der Kopf von King Crimson
Herkunft: Dorset, England
Aktiver Zeitraum: 19691974, 19811984, seit 1994
Genres: Progressive Rock
Labels: Island Records, Atlantic, E.G., Virgin, Warner Bros., Caroline, DGM
Homepage: DGMlive.com
Line-Up:
Robert Fripp: Gitarre, Mellotron, Klavier, Gesang
Adrian Belew: Gesang, Gitarre (seit 1981)
Pat Mastelotto: Schlagzeug (seit 1994)
Tony Levin: Bass (19811999, seit 2003)
Ehemalige Mitglieder:
Gesang:
Greg Lake (und Bass) (19691970)
Jon Anderson (1970)
Gordon Haskell (und Bass) (1970)
Boz Burrell (und Bass) (19711972)
John Wetton (und Bass, Gitarre) (19721974)
Schlagzeug:
Michael Giles (19691970)
Andy McCulloch (1970)
Ian Wallace (19711972)
Jamie Muir (19721973)
Bill Bruford (19721997)
Weitere:
Peter Giles (Bass) (1970)
Peter Sinfield (Texte) (19691971)
Richard Palmer-James (Texte) (19721974)
Ian McDonald (Verschiedene Instrumente) (1969)
Keith Tippett (Klavier) (19701971)
Mark Charig (Horn, Trompete) (19701974)
Mel Collins (Saxophon, Flöte) (19701972)
Nick Evans (Posaune) (1970)
David Cross (Geige, Viola, Flöte, Mellotron, Keyboard) (19721974)
Trey Gunn (Gitarre, Sonstiges) (19942003)

King Crimson wurden 1969 in England gegründet und existieren zunächst bis 1974, dann noch mal von 1981 bis 1984 und wieder seit 1994. Sie sind eine der prototypischen Progressive Rock-Gruppen, die mit ihrem Debütalbum "In the Court of the Crimson King" einen Meilenstein des Genres vorlegten und sich durch zahlreiche Wechsel im Lineup auszeichneten. Kopf der Gruppe und einziges verbliebenes Urmitglied ist Gitarrist Robert Fripp.

Bandgeschichte

Ursprünglich beginnen King Crimson als Giles, Giles & Fripp, bestehend aus den Brüdern Giles und Robert Fripp, zuvor hatten alle schon in verschiedenen anderen Bands gespielt. Der Erfolg der drei bleibt aus und bald stoßen noch Ian McDonald, Peter Sinfield und Greg Lake zur Band dazu, die sich aber bald auflöst und, nun ohne Peter Giles, 1969 als King Crimson weitermacht. Im Juni dieses Jahres nehmen sie ihr Debütalbum „In the Court of the Crimson King“ auf, das sowohl in England als auch den USA ein ziemlicher Erfolg wird und wenn schon nicht den Prog Rock begründet, so doch zumindest für seinen Durchbruch verantwortlich ist. Sie gehen in Amerika auf Tour, währenddessen McDonald und Giles immer unzufriedener mit der Band werden und im November aussteigen. Ohne das Original-Lineup will Greg Lake auch nicht mehr dabei sein, nimmt aber noch den Gesang für das zweite Album auf. Das erscheint nach einigen Ungewissheiten dann 1970 als „In the Wake of Poseidon“ und wird von Robert Fripp quasi im Alleingang eingespielt und dabei fast nur von Gordon Haskell unterstützt. Der Erfolg bleibt groß, eine Tour gibt es aufgrund der fehlenden Band jedoch zunächst nicht.

Im selben Jahr stellt Fripp dann eine neue Gruppe von Musikern zusammen, die aus ihm, Haskell, Mel Collins, Andy McCullough, Keith Tippet, Jon Anderson von Yes als Gast und Marc Charig besteht und mit der er das dritte Album „Lizard“ aufnimmt. Noch bevor es veröffentlicht wird, verlassen Haskell und McCullough schon wieder die Band und Peter Sinfield übernimmt die Arbeiten zur Fertigstellung des Albums, das Ende 1970 erscheint, aber sich nur mäßig verkauft. Die Umbesetzungen gehen derweil immer weiter, mehrere Musiker kommen und gehen, dementsprechend bleiben Konzerte weiterhin aus. Im April 1971 gibt es dann zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder eine Tournee mit Fripp, Boz Burrell, Mel Collins und Ian Wallace, die dann auch fast das ganze Jahr andauert. Fripp schmeißt danach Peter Sinfield aus der Band und es erscheint das vierte Album „Islands“ mit weiterhin geringerem Erfolg, inzwischen gibt es mit Yes und Emerson, Lake & Palmer mehrere Konkurrenzbands, die dem Original neue Chancen verbauen.

1972 bricht die Band auseinander, die bisherigen Mitglieder finden alle bei anderen Bands ein neues Zuhause und zusammen mit dem Erscheinen des von einer schlechten Tonqualität geprägten Livealbums „Earthbound“ scheint das Ende von King Crimson besiegelt zu sein. Doch Fripp sucht sich wieder eine Gruppe neuer Musiker und mit Bill Bruford, John Wetton, David Cross, Jamie Muir und Richard Palmer-James entsteht das Album „Larks' Tongues in Aspic“ und kann 1973 wieder etwas bessere Verkäufe verbuchen. 1974 folgt, nach nur einem Mitgliedsausstieg, das Album „Starless and Bible Black“, das nicht ganz so erfolgreich wie sein Vorgänger ist. Die Kritiken sind überraschend gut, doch bald darauf steigt auch David Cross aus und zu dritt nehmen Fripp, Wetton und Bruford das Album „Red“ auf, danach löst Fripp die Band auf. Die wieder fehlenden Konzerte ermöglichen keinen Charterfolg von „Red“, doch inzwischen hat die Gruppe vor allem in den USA einen gewissen Kultstatus erreicht.

In den nächsten Jahren erscheinen zunächst vor allem das Livealbum „USA“ und das Best-Of „The Young Person's Guide to King Crimson“. Fripp selbst betätigt sich lieber solo erfolgreich. Erst 1981 gründet er eine neue Band, die zunächst „Discipline“ heißen soll, was dann aber doch der Name eines weiteren King-Crimson-Albums wird, an dem erneut Bruford sowie Tony Levin und Adrian Belew beteiligt sind. Diese Zusammensetzung soll die bisher langlebigste bleiben, es erscheinen die mit „Discipline“ zur Trilogie werdenden Alben „Beat“ und „Three of a Perfect Pair“ 1982 und 1984. Danach ist erst mal wieder Schluß, es dauert bis 1991, bis sich Fripp entschließt mit wieder neuem Line-Up weiterzumachen, doch es braucht weitere drei Jahre und viele Personalwechsel bis dieses schließlich endgültig steht. In dieser Zusammensetzung erscheinen zwischen 1994 und 1996 „VROOOM“, „THRAK“ und „THRaKaTTaK“. Danach ist Fripp allerdings mit der kreativen Schaffenskraft der Band unzufrieden und „fraKctalisiert“ die Gruppe von 1997 an immer wieder in die so genannten „ProjeKcts“, wobei es sich um instrumentale Abspaltungen mit immer wieder unterschiedlichen Zusammensetzungen der Crimson-Mitglieder handelt. Das nächste reguläre Studioalbum „The ConstruKction of Light“ aus dem Jahre 2000 kann dann aus diesem Fundus schöpfen, wobei gleichzeitig die Platte „Heaven and Earth“ von ProjeKct Six veröffentlicht wird. 2003 erscheint dann „The Power to Believe“, die Besetzung wechselt seitdem weiter ständig, ans Aufhören scheint Robert Fripp auch mit über 60 Jahren jedoch nicht zu denken, weitere Veröffentlichungen sind geplant.

Diskografie

Alben

Singles/EPs

  • 1970 Cat Food/Groon
  • 1974 The Night Watch/The Great Deceiver
  • 1976 Epitaph/21st Century Schizoid Man
  • 1981 Matte Kudasai
  • 1981 Elephant Talk
  • 1981 Thela Hun Ginjeet
  • 1982 Heartbeat
  • 1984 Three of a Perfect Pair/Man With an Open Heart
  • 1984 Sleepless
  • 1994 VROOOM EP
  • 1995 Dinosaur
  • 1995 People
  • 1995 Sex Sleep Eat Drink Dream
  • 2002 Happy With What You Have to Be Happy With EP

Live

Compilations

  • 1976 A Young Person's Guide to King Crimson
  • 1986 The Compact King Crimson
  • 1991 Heartbeat: The Abbreviated King Crimson
  • 1991 Frame by Frame: The Essential King Crimson
  • 1993 Sleepless: The Concise King Crimson
  • 2004 The 21st Century Guide to King Crimson: Vol.1 — 1969–1974
  • 2005 The 21st Century Guide to King Crimson: Vol.2 — 1981–2003

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH S F NOR FIN NZ
1969 In the Court of the Crimson King 5 28
1970 In the Wake of Poseidon 4 31
1971 Lizard 29 113
1972 Islands 30 76
1973 Larks' Tongues in Aspic 20 61
1974 Red 66
1974 Starless and Bible Black 28 64
1975 USA 125
1981 Discipline 45 37
1982 The Beat 52 24
1984 Three of a Perfect Pair 30 58
1995 THRAK 83
2000 Construction of Light 67
2003 The Power to Believe 65 150 128 25
Singles
1970 The Court of the Crimson King: Part 1 80

All-Time-Charts

In the Court of the Crimson King
Larks' Tongues in Aspic
Starless and Bible Black
Red
Discipline
21st Century Schizoid Man (Song)

Referenzkasten

Referenzbands

Coverversionen

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Videoclips

Weblinks