Keith Caputo

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Keith Caputo
Keith Caputo
Keith Caputo
Herkunft: Brooklyn, New York, USA
Geboren: 4. Dezember 1973 (45 Jahre)
Aktiver Zeitraum: solo seit 2000
Genres: Singer/Songwriter, Indie-Pop
Instrumente: Gesang
Labels: Roadrunner Records, Suburban Records
Homepage: KeithCaputo.com
Bands:
Life of Agony (1989–1997 und seit 2002)
Absolute Bloom (1997–1998)
Freax (2003)
The Neptune Darlings (seit 2011)

Keith Caputo war Sänger der Rockband Life of Agony und ist auch als Solomusiker aktiv. Seit 2011 begreift Caputo sich als Frau und nennt sich nun Mina Caputo.

Geschichte

Life of Agony und Nachfolgebands (19891999)

Im Sommer 1989 stieß der Italo-Amerikaner Keith Caputo, der schon in jungen Jahren das Klavier für sich entdeckte, zur Hardcore-Truppe seines Cousins Joey Z., Life of Agony, und kam erstmals mit härterer Rockmusik in Berührung. Es folgten drei Studioalben, bis er schließlich nach dem eher dem Pop zugewendeten „Soul Searching Sun“ das Handtuch warf – kurzzeitig noch von Ex-Ugly Kid Joe Whitfield Crane ersetzt – und eine Solokarriere startete.

In den ersten Monaten blieb es still um den Mann, der einst das Debüt seiner ehemaligen Band, „River Runs Red“ durch seine markante Stimme zu einer der wichtigsten und einflussreichsten Veröffentlichungen im Bereich des Hardcore veredelte. Schließlich tauchten die ersten Namen vermeintlicher neuer Bands auf: Der Bandname "Brandy Duval", zum Teil benannt nach seiner schon früh an Heroin gestorbenen Mutter und (bis dato) Inspirationsquelle Nummer eins, verschwand so schnell, wie er aufgekommen war. Mit Absolute Bloom hatten die Spekulationen schließlich Hand und Fuß; jedoch veröffentlichte Keith mit seiner neuen Band nur ein offizielles Tape, bestehend aus vier Songs. Ein weiteres Tape mit ganzen neun Stücken wurde zwar aufgezeichnet, aber nie veröffentlicht. Schließlich löste sich die Combo im Juli 1998 wieder auf.

Solokarriere, Freax und LOA-Reunion (20002011)

Im Jahr 2000 erschien schließlich Caputos erstes "wirkliches" Soloalbum „Died Laughing“, das er jedoch mit Hilfe einiger Gastmusiker einspielte. Trotz großem Kritikerlob kam der Stein bei den noch eher skeptischen (Life of Agony-)Fans zuerst nicht ins Rollen. Noch im selben Jahr kam „Died Laughing Pure“ auf den Markt, das einen Großteil der auf „Died Laughing“ veröffentlichten Tracks in akustischer Form zeigte sowie einige Bonustracks enthielt. Nach zweijähriger Schaffenspause, in der er unter anderem seinen Vertrag mit Roadrunner Records auflöste, erschien 2002 sein zweites reguläres Soloalbum „Perfect Little Monsters“, auf dem er erstmals alle Instrumente selbst einspielte. Jedoch konnte diese Platte genauso wie die Folgenden nur via Mailorder über seine Homepage oder auf Konzerten erworben werden, da er sich aus Frust über seine schlechten Erfahrungen mit Plattenlabels dazu entschied, Vermarktung usw. selbst in die Hand zu nehmen. Im Gegensatz zum poppig-verträumten Erstling erwartete den Hörer hier ein an allen Ecken und Kanten nölendes und vor allem überraschend dunkles Werk, das vom Stil her nur wenige Parallelen zu „Died Laughing“ zuließ, jedoch eindeutig eine stilistische Weiterentwicklung im Hause Caputo zeigte.

Nach diesem Einschlag in die bis dato so harmoniesüchtige Musik des kleinen Caputo, der mittlerweile von New York ins eher beschauliche Amsterdam gezogen war, folgte nach einigen Unstimmigkeiten der Fans über seinen letzten Output schließlich der Zusammenschluss mit der schon Anfang der Neunziger in Brasilien gegründeten Industrialband Freax. Zusammen veröffentlichten sie 2003 ihr selbstbetiteltes Debüt, das in groben Zügen das Bild von „Perfect Little Monsters“ nach- und vor allem weiterzeichnete, stilistisch dabei aber Industrial mit Gothic, Hardcore und verquertem Techno paarte. Nach bandinternen Streitigkeiten verließ Caputo Freax jedoch schon recht bald wieder, um sich weiter seiner Solokarriere zu widmen.

2004 folgte „Live Monsters“, das ein paar der „Perfect Little Monsters“ sowie einige unveröffentlichte Songs in zusammengemixten Livemitschnitten enthielt. Schon ein Jahr später nahm er die Anfrage seines alten Plattenlabels an und beteiligte sich mit dem Song "Tired & Lonely" zusammen mit Joey Jordison von Slipknot am "Roadrunner United"-Projekt zum 25-jährigen Bestehen des Labels. Außerdem erschien 2005 mit “Broken Valley“ ein neues Lebenszeichen Life of Agonys, nachdem sich die Band in ihrer Urbesetzung in Folge von zwei großen Reunion-Shows 2003 wieder zusammengefunden hatte. Caputo übernahm bei dieser Platte zum ersten Mal das Songwriting größtenteils selbst und war sich seiner Rolle als Bandleader bewusster denn je.

Im Frühjahr 2006 erschien schließlich Keith Caputos drittes vollwertiges Soloalbum „Hearts Blood on Your Dawn“, das sich musikalisch wieder weiter Richtung Debut orientierte. Aufgrund seiner anhaltenden Labellosigkeit war auch diese Platte anfangs nur auf Konzerten oder über seine Homepage zu erhalten. Mittlerweile kann sie aber auch über den Mailorder JustForKicks bestellt werden. Der Nachfolger "A Fondness for Hometown Scars" wurde im Frühjahr/Sommer 2007 in Kalifornien aufgenommen. Wie schon beim Vorgänger arbeitete er wieder mit einer handvoll niederländischer Musiker zusammen, während er seinerseits die holländischen Symphonic-Metaller Within Temptation bei ihrem Stück What Have You Done gesanglich begleitete. Auch wurde er bei einem Song von Flea (Red Hot Chili Peppers) unterstützt. Das Album wurde produziert von Martyn LeNoble (Porno for Pyros, Dave Gahan) und erschien im August 2008 bei dem niederländischen Label Suburban Records. Im selben Jahr kam mit "Dass-Berdache" eine Sammlung von Demotracks und Raritäten heraus, 2009 gefolgt von der EP "Cheat".

Mina Caputo und The Neptune Darlings (seit 2011)

Eine wahrhaft lebensverändernde Neuigkeit ließ Caputo dann im Jahre 2011 während der Farewell-Tournee mit Life of Agony verlauten: Er habe sich zeit seines Lebens als Frau in einem Männerkörper gefühlt und wolle seine wahre sexuelle Identität nicht länger verstecken. Seitdem nennt sich der Künstler Mina Caputo und versteht sich nun als Frau, wenn es ihn laut eigener Aussage auch nicht stört, von Fans weiterhin als Keith angesprochen zu werden. Im selben Jahr rief Caputo auch ein neues Projekt namens The Neptune Darlings mit Ryan Oldcastle und Michael Shaw ins Leben, welches das Album "Chestnuts & Fireflies" veröffentlichte und von der Musikpresse als "geek rock" bezeichnet wurde.

Kollaborationen

Solo-Diskographie

Alben
Singles/EPs
Sonstige

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH S F NOR NL FIN AUS NZ
2000 Died Laughing - - - - - - - - 67 - - -
2007 A Fondness for Hometown Scars - - - - - - - - 88 - - -
Singles
2007 What Have You Done (mit Within Temptation) 32 - - 49 36 40 - - 7 4 - -

Jahrescharts

Jahr Titel Leser Charts
Visions
2000 Died Laughing 20

Referenzkasten

  • Fünf der dreizehn Absolute-Bloom-Songs wurden später auf "Died Laughing" bzw. "Died Laughing Pure" veröffentlicht.
  • Caputo verarbeitet die Verluste seiner Mutter und seines Vaters auf Grund von Heroin unter anderem in den Songs "Brandy Duval" und "Let's Pretend" (auf Life Of Agonys "Ugly") bzw. "The Day He Died" (auf LOAs Broken Valley).

Referenzbands

Trivia

  • Im Jahr 2008 rief Caputo seine eigene kleine gemeinnützige Organisation "The Wilma Foundation" ins Leben, welche sich auf die finanzielle Unterstützung schwerkranker Kinder spezialisiert hat. Das Konzept sieht hierbei vor, dass Caputo die jeweiligen Familien selbst aufsucht und für die bestmögliche Verwendung der Spenden sorgt. Höchtes Zeil dabei ist die Transparenz: Der Spender soll genau wissen, wohin sein Geld fließt.
  • Auch wurden Keith Caputo im Mai 2008 Verbindungen zu der seinerzeit wieder sängerlosen Band Velvet Revolver angedichtet, eine öffentliche Stellungnahme gab es dazu aber nie.

Coverversionen

Keith Caputo covert...

  • "Moist Vagina" von Nirvana
  • "Waiting for the Sun" von The Doors
  • "Why" von Annie Lennox (auf Died Laughing Pure)
  • Außerdem streut er bei Liveauftritten immer mal wieder alte Life-of-Agony-Klassiker (zumeist in akustischer Form) ein.

Videoclips

MP3s

Videos

Weblinks