Johannes Giesemann

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[1]Johannes Giesemann (geboren am 13. April 1982 in Augsburg), auch bekannt unter dem Pseudonym Yohazid ist ein Musiker und Blogger aus Frankfurt am Main.

Biographie

Johannes Giesemann wuchs im bayerischen Augsburg in einer mittelständischen Akademikerfamilie auf. Seine Herkunft wird oft von ihm in Songs thematisiert, vor allem in Verbindung mit den Themen Alkoholismus, häusliche Gewalt und Doppelmoral des sogenannten Bildungsbürgertums. Seine Eltern ließen sich scheiden als er zwölf Jahre alt war. Johannes Giesemann besuchte ein Gymnasium, das er in der elften Klasse im Alter von 18 Jahren abbrach. Nachdem er auch eine weitere Schule nach kurzer Zeit ohne Abschluss verlassen hatte, zog er 2001 im Alter von 19 Jahren nach Frankfurt, wo er nach einigen Aushilfstätigkeiten begann, mit Menschen mit geistiger Behinderung und psychisch Kranken zu arbeiten. Heute verdient er seinen Lebensunterhalt als Heilerziehungspfleger in diesem Bereich. Sein Pseudonym "Yohazid" entstand, als ein geistig behinderter zehnjähriger Junge marokkanischer Herkunft versuchte, seinen Namen "Johannes" richtig auszusprechen.

Johannes Giesemann bekam schon als Kind Klavierunterricht und musikalische Früherziehung. Im Alter von 12 Jahren entwickelte er ein großes Interesse an Metal und Punkrock und begann Gitarre zu spielen. Nach der Mitwirkung in verschiedenen Bands entdeckte er im Alter von 16 Jahren Rap und Hiphop und begann, Beats zu programmieren und zu rappen. Nach seiner Übersiedlung nach Frankfurt am Main begann er die Zusammenarbeit mit Tonträger und Tontraeger TONTRäger. 2004 schrieb er Musik und Texte für das Stück "Der Beckmann-Effekt" der Frankfurter Tanztheatergruppe LAY OUT unter der Leitung von Bea Blell und nahm aktiv an den Aufführungen teil - ebenso 2005 für das Stück "ibid/depenDANCES - der rote Faden". Zwischen 2005 und 2006 war er Teil des Studioprojektes Teenage Völkermord und produzierte deren Songs. Von 2007 bis 2010 war er Bassist der Frankfurter Hardcoreband Scüm. Die musikalische Stilrichtung seiner Soloprojekte pendelt zwischen Rap/Hiphop, Industrial und Singer/Songwriterstil.

Seit 2010 tritt er regelmäßig solo als Yohazid auf und spielt oft Songs, die nur von Gitarre begleitet werden. Dabei wehrt er das Label "Singer/Songwriter" stets ab und bezeichnet seine Musik als "deutschsprachige Volksmusik". In diesem Stil sind auch auch die Alben "Die Hure Babylon ist schlecht im Bett (und auf dem Boden auch)" und "Schwarzer Kaffee - Neongrüne Seele" gehalten.

Ende 2011 gründete Yohazid die Sludgecore-Band ABEKEIT [2] mit, bei der er Bass spielte und sang/shoutete. Mit Abekeit nahm er ein Demo auf, das über die Bandseite kostenlos zu beziehen ist. Jedoch trennte er sich bereits im August 2012 von Abekeit, da die anderen Mitglieder der Band Yohazids in ihren Augen recht kontroverse Solo-Aktivitäten nicht tolerieren konnten.

Seit Ende 2012 spielt er Schlagzeug in der Scüm-Nachfolgeband TZN [3].

Anfang 2013 veröffentlichte Yohazid eine Art "Best-Of" seiner Rapsongs unter dem Titel "Yohazid Raps: Boogie Down Bornheim" sowie zwei Alben mit instrumentalen Hiphop-Beats im Netz.

Die meisten seiner Projekte und sämtliche neue Songs veröffentlicht Yohazid über seinen YouTube-Kanal [4] unter verschiedenen Namen wie "Todesstern Frankfurt" (Elektro/Industrial) oder "Getsemani" (Doom/Drone/Blackmetal) oder über Bandcamp ([5]).

Seine offizielle Website [6] fungiert als Blog, wo Yohazid neben seiner Musik Essays, Kurzgeschichten und Videoclips veröffentlicht. Eine Sammlung seiner Blog-Texte wurde online als PDF-Datei unter dem Titel "Night On Mars" veröffentlicht, ebenso seine Textsammlung "Herrgotts Ruh und Herrgotts Krach - halfway between Punkrock und Klapse".

Solo-Diskographie

Weblinks