Johann Sebastian Bach

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Johann Sebastian Bach (*1685 in Eisenach; †1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist und Orgelvirtuose der Barockzeit. Zu Lebzeiten für seine Genialität als Musiker bekannt, gerieten Bach und seine Kompositionen vorübergehend in Vergessenheit, bis sie Mitte des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt wurden. Seitdem gilt Bach als einer der größten und einflussreichsten Komponisten in der Musikgeschichte. Insbesondere seine Studien und Kompositionen zur "temperierten Stimmung" (die maßgeblich zur Etablierung der heute üblichen Dur-Moll-Tonleiter beitrugen), zur Fuge, zur Kontrapunktik und zur Harmonielehre haben bis heute nachhaltige Wirkung.

Zu Bachs bedeutendsten Werken zählen unter anderem die Matthäus- und Johannespassion, das Weihnachtsoratorium, die "Brandenburgischen Konzerte" oder die "Goldberg-Variationen", welche in der Interpretation von Glenn Gould bekannt wurden.

Der Einfluss Johann Sebastian Bachs auf die populäre Musik der Neuzeit reicht von den Interpretationen Jacques Loussiers und Walter Carlos' ("Switched-On Bach", Einspielungen mit Moog-Synthesizer) über Jazz-Künstler wie Nina Simone, Dave Brubeck und Keith Jarrett bis zu Progressive Rock-Bands der 1960er und 1970er wie Deep Purple, Ekseption und Procol Harum.

In der jüngeren Indie-Vergangenheit ist der Einfluss Bachs unter anderem bei Acts und Künstlern wie Fleet Foxes, M. Ward oder the The Divine Comedy spürbar. Das gesamte Chamber Pop-Genre, welches Inspiration aus barock- und kammermusikalischer Instrumentierung und Komposition bezieht, steht ebenfalls zumindest indirekt unter dem Einfluss des Komponisten und Musikers aus Eisenach.