Jimi Hendrix

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Jimi Hendrix
Jimi Hendrix in Woodstock
Jimi Hendrix in Woodstock
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Geboren: 27. November 1942
Gestorben: 18. September 1970 (27 Jahre)
Aktiver Zeitraum: 19601970
Genres: Rock, Psych-Rock, Bluesrock
Instrumente: Gitarre, Gesang
Labels: MCA, Legacy
Homepage: Offizielle Seite

Jimi Hendrix gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Gitarristen in der Geschichte der Rockmusik.

Biographie

Hendrix wird als Sohn einer Kellnerin und eines Landschaftsgärtners als Johnny Allen Hendrix geboren und wird als einziges Kind der Familie nicht zur Adoption freigegeben. Sein Vater lässt ihn später als James Marshall Hendrix umtaufen, sein Spitzname Jimi entsteht erst Ende der 60er. Er interessiert sich als Kind schon für Musik und spielt in Schülerbands. Später tritt er der Army bei, um eine Gefängnisstrafe zu umgehen, wird jedoch frühzeitig entlassen.

Er beginnt seine Musikerkarriere Anfang der 60er als Gitarrist verschiedner R&B- und Blues-Acts wie Little Richard und The Isley Brothers. Da er dort seine kreativen Ideen nicht entfalten kann, zieht er nach New York, spielt in Clubs und mit verschiedenen Bands. 1966 wird er von Chas Chandler, Bassist der Animals, entdeckt, der sich gerade als Manager versuchen will und Hendrix davon überzeugt mit ihm nach London zu gehen, um dort Songs aufzunehmen.

Zusammen mit Mitch Mitchell und Noel Redding bildet er The Jimi Hendrix Experience und schon die ersten Singles Hey Joe, Purple Haze und The Wind Cries Mary werden Hits in England. Nur dort erscheint zunächst auch das Debütalbum Are You Experienced? und wird ein riesiger Erfolg. Nach einem aufsehenerregenden Auftritt auf dem Monterey International Pop Festival, bei dem er seine Gitarre anzündet und zerschlägt, wird er schließlich auch in den USA berühmt. Hendrix' einzigartiges Gitarrenspiel ist schon früh einzigartig, die verschiedenen Verfremdungseffekte und Spielweisen, die er bei seinen Auftritten verwendet, machen ihn als Gitarrenvirtuosen berühmt.

Es folgen nur noch zwei weitere Studioalben, die zwar nicht denselben Status wie Are You Experienced? erlangen, aber trotzdem als beachtliche Zeugnisse von Hendrix' Künsten (auch als Songwriter) gelten. Axis: Bold as Love erscheint 1967 und das recht experimentelle Doppelalbum Electric Ladyland, dessen Aufnahmen für die Musiker zur Tortur werden, 1968 und beide sind sowohl kommerziell als auch bei Kritikern sehr erfolgreich. Chas Chandler scheidet noch während der Aufnahmen zu Electric Ladyland als Produzent aus, da ihm Hendrix Hang zu Dutzenden von Takes zu ein und demselben Song missfällt und er seinen Schützling nicht in ständigen Jam Sessions verschlissen sehen will.

Von der Musik abgesehen sind es vor allem die nächsten zwei Jahre, die Hendrix zum Legendenstatus verhelfen, den er bis heute einnimmt. Nach den Aufnahmen zu Electric Ladyland gerät er in rechtliche Schwierigkeiten, die mit dem Managment und dem Plattenlabel zusammenhängen und ihn dazu bringen The Jimi Hendrix Experience 1969 als Begleitband aufzulösen und mit The Band of Gypsys eine neue Gruppe zu gründen, der allerdings kurze Zeit später die Formation Gypsy Sun & Rainbows folgt. Sein Auftritt bei Woodstock – dokumentiert u.a. auf der Doppel-CD "Live at Woodstock" – geht nicht zuletzt wegen Hendrix' Gitarren-Version des Star Spangled Banner (die amerikanische Nationalhymne) in die Musikgeschichte ein. Die neugegründete Band besteht nicht lange und die Schwierigkeit für seine neuartige Musik geeignetes Personal zu finden, behindert die Schaffung einer krisenfesten Reserveformation. Er arbeitet am Album First Ray Of The New Rising Sun, schafft es jedoch nicht es zu vollenden, geht aber trotzdem mit einer dritten Inkarnation einer Band, The Cry of Love auf Tour. Doch sein eigentliches Zuhause wird das Electric Ladyland Studio in New York, wo es in kreativer Hinsicht sehr gut für ihn läuft. Die anstehende Europa-Tournee wird als notwendiges Übel begriffen.

Die widrigen Witterungsumstände bei einem Open Air Festival auf der Insel Fehmarn verursachen bei The Cry of Love eine Zwangspause, da Drummer Mitch Mitchell sich krankschreiben lässt. Jimi Hendrix fliegt nun nicht etwa zurück nach New York, sondern quartiert sich mit einer Freundin in London ein, wo er einige Jam Sessions spielt, um einen geeigneten Ersatzdrummer zu finden. Er verstirbt unerwartet am 18. September 1970 in einem Londoner Krankenhaus, nachdem ihm seine wohlmeinende Gefährtin zwei Tabletten eines für ihn ungewohnten Schlafmittels verabreicht hat. Seine Leiche wird nach Seattle überführt.

Nach seinem Tod beginnt eine wahre Veröffentlichungswut, eine unzählige Anzahl von unveröffentlichten Studioaufnahmen, neu zusammengestellten Best-Of-Compilations und nochmal so viele Livemitschnitte erscheinen in regelmäßigen Abständen in den nächsten Jahrzehnten. Wie bei fast allen posthum veröffentlichten Werken gibt es nicht endende Diskussionen, welche dieser Aufnahmen dem Willen des toten Musikers entsprechen, an den fortwährend hohen Verkaufszahlen dieser Zusammenstellungen ändert dies jedoch nichts.

Line-Up

The Jimi Hendrix Experience (19661969)

Band of Gypsys (19661970)

Gypsy Sun & Rainbows (1969)

The Cry of Love (1970)

Diskographie

Alben

Singles/EPs

  • 1967 Hey Joe
  • 1967 Purple Haze
  • 1967 The Wind Cries Mary
  • 1967 Burning Of The Midnight Lamp
  • 1968 All Along The Watchtower
  • 1968 Crosstown Traffic
  • 1968 Foxey Lady
  • 1968 Up From The Skies
  • 1970 Voodoo Child
  • 1971 Dolly Dagger
  • 1971 Freedom
  • 1971 Angel
  • 1971 Gypsy Eyes / Remember
  • 1972 Johnny B. Goode
  • 2010 Valleys of Neptune

Live

Compilations

  • 1969 Smash Hits
  • 1971 The Cry Of Love
  • 1972 War Heroes
  • 1974 Loose Ends
  • 1975 Crash Landing
  • 1982 Kiss the Sky
  • 1984 Doriella Du Fontaine (Lightnin Rod)
  • 1993 The Ultimate Experience
  • 1994 Blues
  • 1995 Voodoo Soup
  • 1997 South Saturn Delta
  • 1998 Experience Hendrix: The Best of Jimi Hendrix
  • 1998 BBC Sessions
  • 2000 The Jimi Hendrix Experience
  • 2001 Voodoo Child: The Jimi Hendrix Collection
  • 2003 Martin Scorsese Presents the Blues: Jimi Hendrix
  • 2006 Jimi Hendrix: His Greatest Hits
  • 2006 Rainy Day, Dream Away

Charts

Jahr Titel Charts
D US UK A CH S F NOR FIN NZ
1968 Are You Experienced? 17 5 2 - - - - 3 - -
1968 Axis: Bold As Love 21 3 5 - - - - 12 - -
1968 Get That Feeling (mit Curtis Knight) - 75 39 - - - - - - -
1969 Smash Hits 19 69 4 - - - - 11 - -
1968 Electric Ladyland 12
1
6 - - - - 13 - -
1970 Band of Gypsys 15 5 6 - - - - 9 - -
1970 Jimi Hendrix 'Live' 9 - - - - - - - - -
1970 Monterey International Pop Festival - 16 - - - - - - - -
1971 Rainbow Bridge 34 15 16 - - - - 16 - -
1971 The Cry of Love 15 3 2 - - - - 7 - -
1971 Experience 46 - 9 - - - - - - -
1971 Jimi Hendrix at the Isle of Wight - - 17 - - - - 26 - -
1972 Hendrix in the West 48 12 7 - - - - - - -
1972 Rare Hendrix - 82 - - - - - - - -
1973 Soundtrack Recordings from the Film "Jimi Hendrix" - 89 37 - - - - - - -
1973 War Heroes - 48 23 - - - - - - -
1975 Jimi Hendrix - - 35 - - - - - - -
1975 Crash Landing - 5 35 - - - - - - -
1975 Midnight Lightning - 43 - - - - - - - -
1978 The Essential Jimi Hendrix - 114 - - - - - - - -
1979 The Essential Jimi Hendrix Vol.2 - 156 - - - - - - - -
1980 Nine to the Universe - 127 - - - - - - - -
1982 The Jimi Hendrix Concerts - 79 16 - - - - - - -
1984 Kiss the Sky - 157 - - - - - - - -
1986 Jimi Plays Monterey - 192 - - - - - - - -
1988 Radio One - 119 30 - - - - - - -
1990 Cornerstones: Jimi Hendrix 1967-1970 - - 5 - - - - - - -
1991 Lifelines: The Jimi Hendrix Story - 174 - - - - - - - -
1993 The Ultimate Experience - 72 25 - - 20 - - - -
1994 Blues - 45 10 - 14 14 - - - -
1994 Woodstock - 37 32 37 25 40 - - - -
1995 Voodoo Soup - 66 - - - - - - - -
1997 First Rays of the New Rising Sun - 49 37 - - 46 - - 24 -
1997 South Saturn Delta - 51 - - - - - - - -
1998 BBC Sessions - 50 - - - 53 - - - -
1998 Experience Hendrix: The Best of Jimi Hendrix - 133 18 - - 9 - - - -
1999 Live at Fillmore East - 65 - - - - - - - -
1999 Live at Woodstock - 90 - - - - 40 - - -
2000 Experience Hendrix: The Best of Jimi Hendrix - 78 10 9 92 52 67 39 9 -
2001 Voodoo Child: The Jimi Hendrix Collection - 112 10 - - - - - - -
2002 Blue Wild Angel - - - - - - 146 - - -
2003 The Berkeley Concerts - 191 - - - - - - - -
2010 Valleys of Neptune - 4 21 - - - - - - -
Singles
1967 Hey Joe 21 - 6 - - - - 10 - -
1967 Purple Haze 17 65 3 - - - - 7 - -
1967 The Wind Cries Mary 35 - 6 - - - - - - -
1967 Burning Of The Midnight Lamp 27 - 18 - - - - - - -
1968 All Along The Watchtower 21 20 5 - - - - - - -
1968 Crosstown Traffic 34 52 37 - - - - - - -
1968 Foxey Lady - 67 - - - - - - - -
1968 Up From The Skies - 82 - - - - - - - -
1970 Voodoo Child (Slight Return) 24 -
1
- - - - - - -
1971 Dolly Dagger - 74 - - - - - - - -
1971 Freedom - 59 - - - - - - - -
1971 Angel 50 - - - - - - - - -
1971 Gypsy Eyes / Remember - - 35 - - - - - - -
1972 Johnny B. Goode - - 35 - - - - - - -

All-Time-Charts

Are You Experienced?
Electric Ladyland
Axis: Bold as Love
Band of Gypsys
Voodoo Child (Slight Return) (Song)
Crosstown Traffic (Song)
Manic Depression (Song)
All Along the Watchtower (Song)

Kompilationsbeiträge

Referenzbands

Coverversionen

Jimi Hendrix covert...

Jimi Hendrix wird gecovert von...

Stone Free – A Tribute to Jimi Hendrix
If 6 Was 9: A Tribute To Jimi Hendrix

Weblinks