Jim Basnight

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Jim Basnight
Jim Basnight im Jahr 1977
Jim Basnight im Jahr 1977
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Geboren: 12. Juli 1957 (60 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1976
Genres: Glamrock, Punkrock, Garage Rock, Powerpop
Instrumente: Gesang, Gitarre
Labels: Safety First Records, Precedent Records, Bear Family Records, Not Lame Records, Pop the Balloon, Rave Up Records, Disclosed Records
Homepage: JimBasnight.com
Bands:
The Luvaboys
The Meyce
The Moberlys
The Rockinghams
The Jim Basnight Band

Jim Basnight ist ein Musiker aus Seattle, der seit Mitte der 1970er Jahre in der dortigen Musikszene aktiv ist und dort mit der frühen Punkband The Meyce sowie den Power-Poppern The Moberlys Impulse setzen konnte.

Biographie

Der 1957 geborene Jim Basnight begann als Teenager in Seattle als Sänger und Gitarrist mit dem Musikmachen. Gleichermaßen beeindruckt von der Opulenz des Glamrock wie der neuen Wucht des Punk, gründete er 1975 seine erste Band The Luvaboys, die durch dröhnende Lautstärke und exzentrische Showelemente auf sich aufmerksam machten. Basnights Leidenschaft für The New York Dolls führte 1976 auch zur Gründung seiner nächsten Band The Meyce, die zusammen mit The Tupperwares und The Telepaths als eine der ersten drei Punkbands von Seattle gelten und am 1. Mai 1976 die als "Geburtsstunde des Seattle-Punk" bekannt gewordene legendäre "TMT Show" spielten. Darüber hinaus veröffentlichte Basnight mit neunzehn Jahren seine erste Solosingle im Eigenvertrieb, wodurch er Mitte der Siebziger bereits zu einer bekannten Musikerpersönlichkeit in und um Seattle geworden war. Allerdings zog er es vor, nicht wie angeraten nach Los Angeles zu ziehen, um seine Musikerkarriere in Gang zu bringen, sondern stattdessen im Nordwesten zu bleiben. Hier stellte Basnight 1978 das Lineup für seine nächste Band The Moberlys zusammen, mit denen er 1980 sein erstes Album "Jim Basnight and the Moberlys" herausbrachte, das inspirierend auf die aufkommende Garagenrock- und Powerpop-Szene in Seattle wirken sollte und landesweit (teilweise sogar in Europa) äußerst positive Reaktionen hervorrief. Allerdings brach die Band noch im selben Jahr schon wieder auseinander, worauf Basnight sich zunächst zu einer Solokarriere entschloss und schließlich nach New York zog. Nach einigen Soloversuchen berief er eine neue Version der Moberlys zusammen, zu der unter anderem die ebenfalls aus Seattle herübergezogenen Al Bloch (Bruder von Fastbacks-Gitarrist Kurt Bloch) und Dave Drewry (u.a. The Pudz) gehörten. Bis 1983 war allerdings auch dieses Lineup wieder zerfallen, und Basnight kehrte schließlich nach Seattle zurück, wo er sich erneut mit Drewry zusammentat und ein drittes Mal die Moberlys formierte. Dieses Mal hielt die Band etwas länger zusammen und spielte erst eine EP und 1984 dann eine zweite LP namens "Sexteen" mit Coverversionen und Eigenkompositionen ein, welche die Band zu einer der bekanntesten Powerpop-Gruppen der Stadt machten. 1985 hatte der Trend sich jedoch gewendet, und Basnight verließ erneut seine Heimatstadt, um nun doch noch sein Glück in LA zu versuchen.

Das Pech blieb dem Lockenkopf jedoch treu, denn kaum hatte EMI durch Fürsprache des großen Moberlys-Fans Peter Buck (REM) Basnight Studiozeit für Demoaufnahmen bewilligt, wurde EMI von Manhattan Records geschluckt und Basnights A&R-Mann gefeuert, so dass letztlich kein Vertrag dabei herauskam. Basnight suchte sich neue Mitstreiter und schrieb weitere Songs, von denen viele schließlich auf seinem ersten Soloalbum "Pop Top" landen sollten, doch zuvor war aus den Moberlys endgültig die kreative Luft heraus, so dass die Band 1989 zum dritten und nun letzten Mal zu den Akten gelegt wurde. Besagtes "Top Pop"-Album erschien dann wieder auf Precedent Records (auf Cassette 1992, im Jahr darauf als CD), die bereits in den Achtzigerjahren Singles der Moberlys veröffentlicht hatten, ebenso der eher akustisch-Sixties-Pop-lastige Nachfolger "The Jim Basnight Thing" von 1997. Zuvor aber rief der unermüdliche Musiker 1992 mit The Rockinghams ein neues Powertrio ins Leben, zu dem auch noch Bassist Jack Hanan (The Cowboys) und der vormalige The Muffs-Drummer Criss Crass (alias Chris Utting) gehörten. Die Gruppe veröffentlichte 1999 ihr Debütalbum "Makin' Bacon", gleich im folgenden Jahr gefolgt von "Going Through the Motions". Seitdem hat Jim Basnight weitere Alben mit wechselnden Mitmusikern veröffentlicht, darunter das zwischen 1999 und 2004 aufgenommene "Recovery Room" sowie die 2009 erschienene Retrospektive "We Rocked and Rolled: The First 25 Years of Jim Basnight", welche Tracks aus allen Karriere- und Bandphasen des Musikers versammelt.

Jim Basnights jüngstes Projekt ist eine All-Star-Band namens The NW Rivals, deren Lineup sich aus den Protagonisten der Früh-Achtziger-Powerpop-Heydays von Seattle zusammensetzt. Neben Basnight spielen auch noch Steve Pearson (The Heats), Jack Hanan und Mark Guenther (beide The Cowboys) in der Band.

Diskographie

Kompilationsbeiträge

Referenzbands

Weblinks