Jeff Ament

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Jeff Ament
Jeff Ament
Jeff Ament
Herkunft: Havre, Montana, USA
Geboren: 10. März 1963 (54 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1981
Instrumente: Bass, Gitarre
Labels: Sub Pop
Columbia
Epic
J Records
Bands:
Deranged Diction
Green River
Mother Love Bone
Temple of the Dog
Pearl Jam
Three Fish
M.A.C.C.

Jeffrey Allen Ament ist als Bassist diverser essenzieller Bands der Seattle-Szene, nämlich Green River, Mother Love Bone, Temple of the Dog und Pearl Jam bekannt geworden.

Biographie

Ursprünglich aus Montana stammend und sowohl von Punkrock der Sorte Clash und Ramones als auch Hardrock à la Kiss, Led Zeppelin, Aerosmith und Jimi Hendrix beeinflußt, siedelte Jeff Ament zu Beginn der 80er Jahre mit seiner Hardcoreband Deranged Diction (zu der auch Bruce Fairweather gehörte, der später auch bei Green River und Mother Love Bone mitspielen sollte) nach Seattle über, wo er Steve Turner und Stone Gossard von der Band Ducky Boys kennenlernte. Gemeinsam mit Sänger Mark Arm und Drummer Alex Vincent formierten sich dann Green River, die mit ihrem krachigen Mix aus Punk und Metal einen Grundstein für Sound und Image des späteren Grunge legten. Im Laufe der Zeit erinnerten sich Ament und Gossard jedoch ihrer Jugendliebe, dem klassischen Stadionrock mitsamt dessen Ambitionen auf breitenwirksamen Erfolg, was zu Differenzen mit der Underground-Fraktion - bestehend aus Turner und Arm - und 1988 schließlich zum Split von Green River führte. Ament und Gossard hatten zu diesem Zeitpunkt bereits Kontakt zum Malfunkshun-Sänger Andrew Wood aufgenommen und eine Proberaumband namens Lords of the Wasteland gegründet, aus der schließlich Mother Love Bone werden sollten. Diese Gruppe schien ihrerseits zum Erfolg bestimmt und konnte rasch einen Majordeal an Land ziehen, doch Woods Drogentod im Jahre 1990 ließ Mother Love Bone verlöschen, bevor die Band sich wirklich künstlerisch und kommerziell entfalten konnte.

Jeff Ament war entsprechend geschockt und niedergeschlagen, und so war das Projekt Temple of the Dog von Soundgarden-Sänger und Wood-Freund Chris Cornell eine gute Gelegenheit, neuen Lebensmut zu schöpfen. Gleichzeitig arbeiteten Ament und Gossard gemeinsam mit dem jüngst dazugestoßenen Gitarristen Mike McCready an neuen Songs, suchten jedoch noch einen Sänger und Texter dazu. Über den Red Hot Chili Peppers-Drummer Jack Irons kamen die Demotapes schließlich in die Finger von Eddie Vedder, der Rest – die Zusammenkunft unter dem Projektnamen Mookie Blaylock, deren Umtaufe in Pearl Jam und der anschließende Siegeszug der Band auf der Grunge-Welle – ist Geschichte.

Neben seiner Hauptband hat Jeff Ament auch in Nebenprojekten gespielt, wobei vor allem das World Music-inspirierte Trio Three Fish mit dem südafrikanischen Sänger und Songwriter Robbi Robb plus Drummer Richard Stuverud zu nennen ist. Eine einmalige Angelegenheit war hingegen das Quartett M.A.C.C., bei dem Ament zusammen mit Bandkumpel Mike McCready sowie den Soundgarden-Musikern Chris Cornell und Matt Cameron ein Hendrix-Cover einspielte. 2004 unterstützte er Jack Irons auf dessen Soloalbum "Attention Dimension".

Sein erstes eigenes Soloalbum legte Jeff Ament im Jahr 2008 vor, als mit "Tone" eine Sammlung von Ament-Stücken aus den vergangenen zwölf Jahren herauskam. Am Schlagzeug unterstützte ihn dabei Richard Stuverud.

Solo-Diskografie

Kollaborationen

Trivia

  • Jeff Ament ist leidenschaftlicher Sportfan und außerdem ein überzeugter Vertreter der Straight Edge-Philosophie.
  • Neben Eddie Vedder und Stone Gossard spielt Ament im Seattle-Film "Singles" eine Nebenrolle als Bassist von Matt Dillons Filmband Citizen Dick.
  • Zusammen mit seinem Bruder Barry Ament betreibt Jeff die Grafikdesignfirma Ames Bros., die u.a. viele Plattencover und sonstige Motive für Pearl Jam gestaltet haben.

Referenzbands

Weblinks

Die Seite der Grafikdesignfirma von Jeff und Barry Ament