Jean Baudrillard zur Musik

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Jean Baudrillard (1929-2007) war Philosoph, Soziologe, Medientheoretiker und Fotograf. Er gilt als Entwickler der Simulationstheorie, die in seinem Hauptwerk, Der symbolische Tausch und der Tod von 1976, zum erstenmal vorgestellt wurde. Mit Baudrillards Werk werden insbesondere die Begriffe Simulation, Simulakrum (auch Simulacrum) und Hyperrealität verbunden. Er selbst bezeichnete sich als „Terrorist der Theorien“ im Gegensatz zum „ernsthaften Theoretiker“.[1] Wie bei vielen Poststrukturalisten handelt es sich bei Baudrillards Schriften im Grunde um eine Verknüpfung von Materialismus und Strukturalismus.[2][3] Seine Schriften vermitteln die Endzeitstimmung des ausgehenden 20. Jahrhunderts mit am deutlichsten.[4] Jean Baudrillard zählt so auch zu den bekanntesten Theoretikern des Posthistoire.[5]

Hintergrund

Seit Ende der 1980er Jahre geht Baudrillard davon aus, dass nicht nur Geschichte, sondern auch Musik sich überlebt hat.[6] Die 1990er gestalteten sich als Party zum Ende des Jahrhunderts in Rekursionen auf die Geschichte sowie als Folge von Revivals von Ereignissen aus der Popgeschichte:

Since Baudrillard’s late 1980s statement, contemporary music styles and forms rewound pop history with the same mixture of longing and revulsion that youth subcultures celebrate the various pasts of post-war youth culture. The new technologies, and their application in global popular culture, developed during the 1990s and 2000s, shrinking time and space, which was an application of deterritorialization and disintermediation."[7]

Was in den 1990ern als Revival bezeichnet wurde, taucht seit den 00er Jahren aus stilspezifischer Perspektive als Retrowelle auf. In diesem Zusammenhang kann auch auf eine Flut von sogenannten Vintage-Bands seit Mitte der ersten Dekade hingewiesen werden.

Die aufgesuchten Bezugspunkte liegen so nah am Ausgangspunkt der Betrachtung, dass ein Zustand eintritt, bei dem sich eine Repräsentation vom Bezugsobjekt selbst nicht mehr unterscheidet. 1992 äußert sich Baudrillard zur Beschleunigung aller Lebensbereiche insoweit, als er eine zunehmende Geschwindigkeit des Entkommens aus der Wirklichkeit ("escape velocity") konstatiert, die von Referenzen zur wirklichen Welt und zur Geschichte befreit. Ein bis dahin sicheres Zeit-Raum-Fundament ist Vergangenheit, die Möglichkeit des Wirklichen sind bis zu einem bestimmten Punkt noch erhalten. Baudrillard erklärt das am Beispiel der Stereophonie. Der Effekt sei ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr für die Musik da, sondern repräsentiere sich selbst. Durch die Vordergrundstellung des Effektes wird die Musik in den Hintergrund gedrängt.

“We are still speaking of a point of disappearance, a vanishing point, but this time in music. I shall call this the stereophonic effect. We are all obsessed with high fidelity, with the quality of musical ‘reproduction’. At the consoles of our stereos, armed with out tuners, amplifiers and speakers, we mix, adjust settings, multiply tracks in pursuit of a flawless sound. Is this still music? Where is the high fidelity threshold beyond which music disappears as such? It does not disappear for lack of music, but because it has passed this limit point; it disappears into the perfection of its materiality, into its own special effect. Beyond this point, there is neither judgment nor aesthetic pleasure. It is the ecstasy of musicality, and its end. The disappearance of history is of the same order: here again, we have passed that limit where, by dint of the sophistication of events and information, history ceases to exist as such.”[8]

Effekte hält er grundsätzlich für „pervers“, da es heute ausschließlich Effekte, aber keine Ursachen mehr gebe, die Substanz verschwunden sei. Es gebe allerdings „gute perverse Effekte und schlechte“ und daher „einen Spielraum“.[9] Die Musik wird als Simulakrum bezeichnet.[10]

Konzept

Baudrillard stellt Geschichte anhand drei großer Epochen dar, dem Zeitalter der Imitation, dem der Produktion und schließlich der Simulation, das die Gegenwart beschreibt. Sein zentrales Interesse ist die Gesellschaft um das Millennium herum, die als Konsumgesellschaft vom Umgang mit Massenmedien geprägt ist. Im Rahmen seiner Medientheorie weist er darauf hin, dass Massenmedien nicht kritisch verwendet werden können und eigene Handlungen von Konsumenten unterdrücken. Damit schließt er an Marshall McLuhan an, der das Medium selbst als wissenschaftsfähig verstanden wissen wollte und nicht die Inhalte, die es transportiert. Als bildhaftes Beispiel nennt Baudrillard die Beziehung zwischen Medien und Konsumenten „Rede ohne Antwort“. Konsum wird als „absolut idealistische Praxis“ aufgefasst.[11] Die Bedeutung einer solchen Praxis ist in der Substitution individueller Wünsche zu sehen. Die Rolle der Massenmedien wird demnach nicht ausschließlich kritisch bewertet.[12] Die Anschläge 2001 bezeichnete Baudrillard, ähnlich wie Karlheinz Stockhausen, als „Mutter aller Medienereignisse“.

Simulakrum

Das System besteht aus sich selbst und seiner Kritik, wie eine Coverversion aus sich selbst und dem Original.[13] Die Kritik ist dazu da, Aspekte des Originals hervorzuheben, die bis dahin unsichtbar waren. Live-Musik wird nicht, wie oft üblich, in Opposition zur medialen Vermittlung gesehen. Eine Bühnenshow orientiert sich inzwischen mehr an vorliegenden Tonträgern, die Aufnahme wird zur Vorlage, wo es sie früher zur Dokumentation musikalischer Praxis gab. Damit wird eine Simulation akut, eine Bühnenshow zum Simulakrum.[14] Das betrifft Tonträger ebenso, wie Effekte in der Musik, durch die die Musik selbst in den Hintergrund gerückt wird. In diesem Zusammenhang kann die Wiedergeburt des Vinyls und die Integration der Seitengeräusche, wie Knackser und Rauschen, in musikalische Zusammenhänge, zum Beispiel im Genre Clicks & Cuts, erwähnt werden.

Simulation

Baudrillard knüpft besonders auch an Roland Barthes Betrachtungen von Alltagsgegenständen an. In der Praxis werden Zeichen und Wirklichkeit zunehmend ununterscheidbar. Geschichte endet in der Simulation, auf diese Weise hat weder der Golfkrieg noch das Jahr 2000 stattgefunden.[15] Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht im Zeitalter der Simulation nicht die Produktion, sondern die Reproduktion.[16]

Hyperrealität

Der Begriff der Hyperrealität wurde von Baudrillard nachdrücklich entwickelt. So verschwindet der Andere / der Fremde (l'autre / l'autrui), da es schließlich auch kein Selbst gibt, und wird nurmehr künstlich aufrecht erhalten.[17] Der Begriff der Referenzlosigkeit, der in diesem Zusammenhang entworfen wird, bedeutet bei Baudrillard, dass zwischen Original und Kopie, Bild und Abbild, Wirklichkeit und Einbildung nicht mehr unterschieden werden kann.

Musik

<– Jay Gilligan – Reactable - Visual Music (2013) |
Hatsune Miku
Zum Thema auch der Artikel Virtuelles Idol.

Anhaltspunkte für die These vom Ende der Geschichte liefert ihm auch die Musik. Die Musik wird bei Baudrillard, wie die Geschichte, weitgehend und zunehmend deessentialisiert. Baudrillard ist weniger an einer Kritik des Authentizitätsverlustes von Musik interessiert, als dass er davon ausgeht, dass perfekte Musik wenig verführerisch ist. Die meistzitierte Passage zur Musik findet sich in Baudrillards Das Jahr 2000 findet nicht statt von 1990:

"We are all obsessed (and not only in music) with high fidelity, obsessed with the quality of musical 'reproduction.' Armed with the tuners, amplifiers and speakers of our stereo systems, we adjust bass and treble, we mix, we combine, we multiply tracks, in search of an impeccable technology and an infallible music. I still remember a sound booth in a recording studio where the music, broadcast on four tracks, reached you in four dimensions, so that it seemed visceral, secreted from the inside, with a surreal depth…This was no longer music. Where is the degree of technological sophistication, where is the 'high fidelity' threshold beyond which music as such would disappear? For the problem of the disappearance of music is the same as that of the disappearance of history: it will not disappear for want of music, it will disappear for having exceeded that limit point, vanishing point, it will disappear in the perfection of its materiality, in its own special effect (beyond which there is no longer any aesthetic judgment or aesthetic pleasure, it is the ecstasy of musicality and its end)."[18]

Baudrillards Erfahrungen mit der Quadrofonie während eines Aufenthaltes in Japan, die er dann „japanische Quadrophonie“ (auch quadriphonisch) nennt, prägen sein Verständnis von Musikalität gegenüber Bestrebungen, alle möglichen Dimensionen exponentiell zur Musik dazuzurechnen und Rezipienten auf diese Weise musikalisch zu kastrieren:

" ... there is no longer any musical space; it is the simulation of a total environment that dispossesses one of even the minimal analytic perception constitutive of music's charm. The Japanese have simple-mindedly, and in complete good faith, confused the real with the greatest number of dimensions possible. If they could construct hexaphonics, they would do it. Now, it is by this fourth dimension, which they have added to music, that they castrate you of all musical pleasure. Something else fascinates (but no longer seduces) you: technical perfection, "high fidelity," which is just as obsessive and puritanical as the other, conjugal fidelity."[19]

Ein solches Vorgehen hält er für kriminell, “a sort of musical perfect crime", der Klang selbst würde in seiner Perfektion zum Objekt. "They've even felt the need to reintroduce noise and static to give it a natural effect, or an effect of the hyper-simulacrum of the natural."[20] Dazu die Einlassung oben inbezug auf Clicks & Cuts.

Zeitachse Musik in Philosophie und Medientheorie

  • Roland Barthes – Mythen des Alltags (1957)
  • Marshall McLuhan – Die Gutenberg-Galaxis (1962)
  • Theodor W. Adorno – Negative Dialektik (1966)
  • Michel Foucault – Die Ordnung der Dinge (1966)
  • Jacques Lacan – Écrits (1966)
  • Jacques Derrida – Grammatologie (1967)
  • Gilles Deleuze – Differenz und Wiederholung (1968)
  • Roland Barthes – Der Tod des Autors (1968)
  • Gregory Bateson – Steps to an Ecology of Mind (1972)
  • Pierre Bourdieu – Die feinen Unterschiede (1979)
  • Jean-François Lyotard – Das postmoderne Wissen (1979)
  • Gilles Deleuze – Mille Plateaux (1980)
  • Jean Baudrillard – Simulacres et Simulation (1981)
  • Paul Virilio – Ästhetik des Verschwindens (1986)
  • Slavoj Žižek – The Sublime Object of Ideology (1989)

Ähnliche / Einflüsse aus der Philosophie

Theodor W. Adorno, Gilles Deleuze, Slavoj Žižek, Roland Barthes, Pierre Bourdieu, Jacques Lacan, Jean-François Lyotard, Jacques Derrida, Marshall McLuhan, Paul Virilio, Michel Foucault, Alain Badiou.

Schlagwortwolke Baudrillard

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Trivia

Zum Konstruktivismus äußert sich Baudrillard, indem er die Bewegung des Objektes der radikalen Subjektivität als Blickpunkt vorzieht. Wer im Zeitalter der Simulation etwas erfände, würde sofort herabgesetzt.[22]

Simulacra heißt ein Science-Fiction von Philip K. Dick von 1964. Zum Teil wird der Begriff von ihm zur Bezeichnung von Androiden verwendet, die Menschen ununterscheidbar ähnlich sind. Simulacron-3 ist ein Science-Fiction von Daniel F. Galouye (ebenfalls 1964). Auf die Romane bezieht sich Rainer Werner Fassbinders Fernsehproduktion Welt am Draht von 1973, sowie Roland Emmerichs The 13th Floor – Bist du was du denkst? von 1999. Der Millennium-Klassiker The Matrix von 1999 greift die Idee der Welt als Scheinwelt in vereinfachter Form auf.

Ein Stück von Maximo Park und eins von der The Bonzo Dog Doo-Dah Band sind Jean Baudrillard betitelt. Es gibt eine Kassette von Philip JeckLe Xerox et l'Infini (Jean Baudrillard, 1987/2009). Ein Londoner Elektronikprojekt nennt sich Baudrillard, eine französische Band Simulacre. Baudrillard ist Autor der Texte von Suicide-moi und Lifting zodiacal der japanischen Chanteuse Megumi Satsu. Suicide Moi gibt es in einer Aufnahme von Jean Baudrillard mit der Chance Band.[23] Es gibt eine Hommage à Baudrillard für Ensemble vom schweizer Komponisten Alfons Karl Zwicker.

Einzelnachweise

  1. Jean Baudrillard – Art and Artefact (1997, herausgegeben und editiert von Nicholas Zurbrugg) [1] bei google.books, in der Einführung. Eine Einschätzung, die von anderen Philosophen geteilt wird, des öfteren wurde Baudrillard mangelnde Wissenschaftlichkeit vorgeworfen.
  2. Zu den Grundlagen von Strukturalismus und Materialismus vergl. die entsprechenden Artikel Strukturalismus [2] und Materialismus [3] bei der de.wiki
  3. Artikel Jean Baudrillard [4] bei der de.wiki
  4. Beate Kutschke – Wildes Denken in der Neuen Musik: die Idee vom Ende der Geschichte bei Theodor W. Adorno und Wolfgang Rihm (2002) [5] Leseprobe bei google.books, Beispiele Baudrillardscher „Horrorszenarien“ in der Einführung. Das Kapitel Der dialektische Umschlag beschäftigt sich hauptsächlich mit Baudrillards Ansichten zur Musik.
  5. Eine Diskussion, ob Baudrillard eher dem Posthistoire oder der Postmoderne zuzuordnen ist, findet sich bei Samuel Strehle – Zur Aktualität von Jean Baudrillard: Einleitung in sein Werk (2011) [6] Leseprobe bei google.books
  6. Der entsprechende Aufsatz zum Ende der Geschichte erscheint im Sommer 1989.
  7. Tara Brabazon and Steve Redhead – Baudrillard in Drag: Lady Gaga and the Accelerated Cycles of Pop (2013) [7] bei americanpopularculture.com
  8. Jean Baudrillard – Hysteresis of the Millennium (1997) [8] in: Strozier, Charles B. und Michael Flynn – The Year 2000, S. 253, bei google.books
  9. Audiokommentar Kausalität [9] bei baudrillard.cultd.net
  10. Jean Baudrillard – Art and Artefact (1997, herausgegeben und editiert von Nicholas Zurbrugg) [10] bei google.books
  11. vgl. den Artikel Jean Baudrillard [11] bei der de.wiki
  12. ebd., de.wiki, eingesehen am 18. März 2016
  13. Der Vergleich zur Coverversion vom Autor hier.
  14. Alex Getmann – Mediale Musik und technische Aura: Der Einfluss neuer Medien auf Musik (2012) [12] bei google.books
  15. Beate Kutschke – Wildes Denken in der Neuen Musik: die Idee vom Ende der Geschichte bei Theodor W. Adorno und Wolfgang Rihm (2002) [13] Leseprobe bie google.books
  16. Jean Baudrillard – Selected Writings (1988), zitiert nach Steve Everett – Logics of value for digital music (ohne Jahr) [14] PDF bei dmu.ac.uk
  17. Audiokommentar der Andere/Fremde [15] bei baudrillard.cultd.net
  18. Jean Baudrillard – Art and Artefact (1997, herausgegeben und editiert von Nicholas Zurbrugg) [16] bei google.books
  19. Jean Baudrillard – Seduction (1979/2001) [17] PDF bei pactac.net
  20. ebd., zitiert aus Jean Baudrillard – The Perfect Crime (1995)
  21. Schlagwortwolke ohne Stile, bei amazon am 16. März 2016
  22. Audiokommentare Konstruktivismus und Illusion versus Simulation [18] bei baudrillard.cultd.net
  23. Jean Baudrillard with The Chance BandCalling Mr. Baudrillard (2002) [19] mit George Hurley bei Youtube

Weblinks

  • Kurze Einlassungen und Kommentare von Jean Baudrillard in deutscher Sprache [20] bei baudrillard.cultd.net
  • Sehenwerte Medien- und Musikzitatesammlung mit Fotos von CDs und Büchern: [21] PDF bei David J. Gunkel
  • Artikel Jean Beaudrillard [22] bei der de.wiki
  • Artikel Jean Beaudrillard [23] bei der en.wiki
  • ARQ-490 ~ the music of Jean Baudrillard (or inspired by selected readings of) [24] ohne Jahr, bei Youtube
  • Kein Autor, kein Jahr – Welcome to the World of Jean Baudrillard [25] bei sjohnson.ca
  • Rex Butler – Jean Baudrillard's Defence Of The Real: Reading In the Shadow of the Silent Majorities as an Allegory of Representation (1997) [26] Leseprobe bei google.books
  • Andrea Rossi – Baudrillard est mort (2008) [27] bei amazon
  • Richard G. Smith – The Baudrillard Dictionary (letzte Auflage 2010) [28] bei amazon
  • Sam Beecham – Post modernity in music videos (2012) [29] Lady Gagas Bewegungen zwischen Wirklichkeit und Hyperrealität bei slideshare.de: "The first reasoning for Lady Gaga being post-modern comes from Jean Baudrillards idea of hyperreality where he states that we cannot separate the images that we are shown from what is the reality. In relation to Lady Gaga, her name is a clear symbol of hyperreality as it allows her to have two personalities as she is never referred to as Stefani Germanotta [...] Gaga tumbles through the real, representation, and simulacrum, but at great speed."
  • Emily HowellBeethovens 10. Sinfonie (2012) [30] bei Youtube

Links im Mai 2017.