Jack Endino

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Jack Endino
Jack Endino
Jack Endino
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Geboren: (Fehler im Ausdruck: Unerkanntes Wort „jahr“ Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1985
Genres: Grunge, Indierock, Alternative Rock
Instrumente: Gitarre, Bass, Schlagzeug
Labels: C/Z Records
Sub Pop
Homepage: Endino.com
Bands:
Skin Yard
Crypt Kicker 5
Endino's Earthworm
The Freeks
Snoose Junction

Jack Endino ist ein Produzent aus Seattle, der maßgeblich am Zustandekommen des mit der Stadt assoziierten Grunge-Sounds der 1980er und 1990er Anteil hatte. Er produzierte unter anderem Nirvana, Green River, Soundgarden und Love Battery sowie seine eigene Band Skin Yard, bei denen er in den Achtzigerjahren auch Bass spielte.

Biographie

Jack Endino kann mal wohl halbwegs guten Gewissens, wie es Doug Pray in seinem Grunge-Panorama Hype! und Charles Peterson in seinem Seattle-Bilderbuch Screaming Life tun, als Paten des Grunge-Sounds bezeichnen. Einen Teil dessen hat er auch jenseits des Mischpults selbst mitgestaltet, in Form seiner Mitgliedschaft der Veteranen von Skin Yard, die er als Gitarrist 1985 mit Daniel House gründete. Deren erste, selbstbetitelte LP von 1987 ist dann auch die Geburtsstunde der Produzentenlegende Jack Endino, der bis 1991 als Produzent und/oder Mischer für diverse musikalische Meilensteine des Rock-Undergrounds in und um Seattle verantwortlich zeichnete. Sein roher, direkter Sound war dabei eines der Schlüsselelemente für den Erfolg des Sub Pop-Gesamtkonzepts – Charles Petersons Bandfotografien und das Marketinggenie der Sub Pop-Masterminds Bruce Pavitt und Jonathan Poneman waren die anderen beiden – und die ersten Veröffentlichungen des Labels aus den Jahren 1987 bis 1989 von Green River, Soundgarden, Mudhoney, Tad und den Screaming Trees legten den Grundstein für den Aufstieg dieser Bands. Entscheidend für die Explosion der Szene war jedoch das Tape eines Trios aus Aberdeen namens Nirvana, die eines Tages in Endinos Reciprocal Recording-Studio auftauchten und zehn Songs aufnahmen. Von diesen war der Produzent so begeistert, dass er eine Kopie der Tracks an Labelchef Poneman weitergab, der die Band umgehend für eine Endino-Produktion bei Sub Pop verpflichtete. Die Frucht dieser Zusammenarbeit nannte sich "Bleach", kam 1989 heraus und sollte sich als Startrampe für Nirvanas kometenhaften Aufstieg erweisen, wobei auch der Mann an den Reglern seinen Teil des Ruhms abbekommen sollte.

Zwei Jahre und zahlreiche Produktionen – unter ihnen Babes in Toyland, Mark Lanegan, Helios Creed, Love Battery, Gas Huffer und L7 – später machte sich Endino als Produzent selbständig und reiste um den Globus, da sein Renommee ihn inzwischen weltweit als Produzent begehrt gemacht hatte (sogar deutsche Alternative-Gruppen wie Rausch und Alien Boys nahmen seine Dienste in Anspruch). Daran hat sich im Prinzip bis heute nichts geändert, und der "Godfather of Grunge" kann auf eine Latte von über 270 Produktionen zurückblicken. Zu seinen bekanntesten betreuten Bands aus der Nach-Grunge-Zeit gehören Zeke, die Stonerrocker Nebula, der Irland-Import Therapy?, die anscheinend unkaputtbaren Seattle-Splatter-Rocker The Accüsed sowie die erfolgreichste Rockband Brasiliens(!), Titãs.

Darüber hinaus ist Endino aber auch nach dem Ende von Skin Yard 1992 – wenn auch eher unregelmäßig – als Musiker in Erscheinung getreten, unter anderem mit dem Projekt Endino's Earthworm, bei dem seine alten Skin Yard-Kumpels Matt Cameron und Daniel House aushalfen, sowie seinem jüngsten Soloalbum "Permanent Fatal Error" von 2005. Soundmäßig ist der Musiker seinem alten Credo dabei treu geblieben: Rotziger, krachiger Rock, der ebenso gut ins 80er-Programm von Sub Pop gepasst hätte. Außerdem spielte Jack Endino gelegentlich Schlagzeug im Seattler Jam-Kollektiv Snoose Junction sowie der Stonerrock-Supergroup The Freeks.

Solo-Diskographie

Kollaborationen

Trivia

  • Endino zeichnete auch für die 1988 auf C/Z erschienene "Halb Seattle-Musikpanorama, halb Anti-Zensur-Compilation" "Secretions" verantwortlich. Er spielte auch in der dort vertretenen Surf-Punk-Band Crypt Kicker 5 von 1986 bis 1990 Schlagzeug.

Referenzkünstler

MP3s

Weblinks