Hip Hop

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Abgrenzung
Ursprünge: Soul, Funk
Herkunft: USA
Zeitraum: seit Ende der 1970er/Anfang der 1980er
Anders als: Rap

Hip Hop bezeichnet nicht ausschließlich eine Musikrichtung, sondern eine Subkultur mit verschiedenen Elementen. So wird oftmals von den fünf Elementen des Hip Hop gesprochen: Rap (von vielen auch als MCing bezeichnet, da Rap nicht die korrekte Bedeutung transportiert), DJing, Breakdance, Graffiti und dem Produzieren von Beats bzw. Beatboxing.

Einführung und Geschichte

Ursprünge

Die Ursprünge des Hip Hop liegen in der musikalischen Kultur der New Yorker (genauer im Stadtteil Bronx) US-Afrikaner der 1970er Jahre. Es gibt aber auch Wurzeln, die bis nach Afrika zurückreichen. Als erste Hip-Hop-Platten gelten im Allgemeinen King Tim III der Fatback Band und Rapper's Delight (beide 1979) der Sugarhill Gang. Der erste große Rapstar war Kurtis Blow.

1980er Jahre

Schon zu Beginn der 80er Jahre wird Hip Hop kommerziell vermarktet, mit Blondies Rapture und Falcos Der Kommissar entstehen die ersten weißen Hip-Hop-Nummern, die Platz eins bzw. drei der US-Charts erreichten. Als erstes Hip-Hop-Album gilt Grandmaster Flashs Adventures on the Wheels of Steel (1981). In den 1980ern läuten insbesondere Public Enemy mit ihrem hochpolitischen Conscious Hip Hop eine neue Ära des Hip Hop ein. Julie Jigsaw wird mit ihrer Band JaJaJa und dem Stück „Katz Rap“ (1982) die erste weibliche Rapperin in Europa. Afrika Bambaataas Planet Rock ist mit seinen schnellen Drumcomputer-Beats wegweisend für den späteren Electro. 1985 erscheint mit Schoolly Ds P.S.K. What Does It Mean? ein Vorläufer des Gangsta Rap.

1986 verbindet das Crossover-Stück Walk This Way von Run-D.M.C. mit Aerosmith zum ersten Mal Hip Hop und Rockmusik, die Beastie Boys gehören zu den wenigen Bands, die in den 1980ern den Schritt vom American Hardcore zum Hip Hop unternehmen. Ende der 1980er entsteht die New School im Gegensatz zur traditionellen Old School, wegseisend ist LL Cool J. Hauptvertreter der New School sind De La Soul, A Tribe Called Quest und die Jungle Brothers, die später ein Back-to-the-Roots-Konzept verfolgen.

1990er Jahre

Mit dem Auftreten von N.W.A. und Public Enemy beginnt auch das Zeitalter des Gangsta-Rap. Immer mehr Musiker aus Los Angeles wie Boo-Yaa T.R.I.B.E., Dr. Dre, Snoop Doggy Dogg und 2Pac treten hervor, die Westcoast macht der Eastcoast als Zentrum des Hip Hop Konkurrenz. Die Fehde zwischen Ost- und Westküste (wobei die Zuordnung nicht immer streng geografisch ist) wird durch den kommerziellen Höhenflug, den Hip Hop in den 90ern erfährt, noch verstärkt. Als im September 1996 2Pac und ein halbes Jahr später Notorious B.I.G. erschossen wird, bricht ein „Hip Hop-Krieg“, von dem keiner mehr weiß, worum er sich eigentlich dreht, in sich zusammen.

In der zweiten Hälfte der 90er werden die Beats durch Einflüsse von Reggae und Dancehall, aber auch eine neuen Auffassung von Oldschool, komplexer, Hip Hop wächst enger mit Soul und R'n'B zusammen.

International tut sich seit Mitte der 1990er Jahre einiges: In den Banlieues von Paris und Marseille entsteht der Hip Hop von Mc Solaar oder IAM, der deutsche Hip Hop (als erster deutscher Rapper gilt im Allgemeinen Torch) wird auch kommerziell erfolgreich.

Seit 2000

Siehe Hauptartikel: Post-Hip-Hop und Alternative Hip Hop

Seit der Jahrtausendwende mündet der Hip-Hop mit Bands wie cLOUDDEAD, Ceschi Ramos, Cadence Weapon, Kill the Vultures und anderen zunehmend in den seit 2006 so genannten Post-Hip-Hop. Abseits der East- und Westcoast neue Zentren des Hip Hop, wie Dirty South und Detroit (Heimat von Eminem und D12) auf. International interessant: der britische (The Streets, Roots Manuva, Ty, Dizzee Rascal), der brasilianische (Rio Funk) und der afrikanische Hip Hop. Daneben etabliert sich zum Ende des Jahrzehnts Hyphy, eine Mischung aus Hip-Hop und Acid-House, der mit seiner in seiner kalifornischen Lässigkeit im Kontrast zur Bling Bling-Attitüde und dem Gangsta-Rap aus Los Angeles steht.

Wichtige Akteure, Alben und Songs

Wichtige Akteure:

Wichtige Alben:

Wichtige Songs

Für das Genre des Hip Hop wegweisend:

Wichtige Labels

DefJam, Bad Boy Records, Grand Central Records, Doggystyle Records, EastWest Records, Anticon, Buback Tonträger, Plattenmeister, Stones Throw

Literatur

Zeitschriften

Filme

  • "Wild Style", (Regie: Charlie Ahearn), USA, 1982.
  • "Beat Street", (Regie: Stan Lathan), USA, 1984
  • "Style Wars"“, (Regie: Tony Silver, Produzent: Henry Chalfant), USA, 1983.
  • "8 Mile", (Regie: Curtis Hanson), USA, 2002
  • "Status Yo!", (Regie: Till Hastreiter) D, 2003
  • "Get Rich Or Die Tryin'", USA, 2005

Siehe auch

Weblinks