Hazel O'Connor

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Genre

Biographie

O'Connors Vergangenheit war bewegt. Als Jugendliche nahm sie von zuhause Reißaus und ging einigen zwielichtigen Tätigkeiten nach. 1975 spielte sie eine Rolle in dem Pornofilm "Girls Come First", der in England nur stark geschnitten gezeigt wurde.

1980 hatte sie dann ihren Durchbruch mit einer ernstzunehmenden Rolle - zumindest im Vergleich zu ihren Porno-Auftritt - im Punk-Film Breaking Glass. Hier übernahm O'Connor nicht nur die Hauptrolle, sondern schrieb und sang alle Songs im Film. Das zugehörige Album wurde gleich als O'Connors Debüt vermarktet und zwar mit überwältigendem Erfolg: Es erreichte auf Anhieb die britischen Top 5, gemeinsam mit der Single Eighth Day.

Obwohl es noch zwei weitere Singles in die britischen Top Ten schafften, darunter die Ballade Will You?, erwies sich bereits das kurz darauf erschienene Zweitalbum Sons & Lovers als Flop auf ganzer Linie und verkaufte sich nicht.

Kommerziell gesehen bedeutete dies auch schon wieder das Ende für die Künstlerin. Nach einem gnadenlosen Flopalbum 1984 und einigen auch nicht weiter beachteten Singles, tauchte sie 1987 ab und zog nach Los Angeles. Dort verdiente sie ihre Brötchen als Strassenmusikantin, später gab sie rein akkustische Konzerte in kleinen Kreisen.

1993 unterschrieb O'Connor einen Plattenvertrag bei Columbia. Das Album To Be Free erschien zeitgleich mit einer Biographie, die den gleichen Namen trug. Das Album war grundsätzlich anders als alles, was sie zuvor gespielt hatte, sie experimentierte mit Soul, Blues und Jazz. Dazu passend hatte sie sich über die Jahre eine rauchigere und facettenreichere Stimme angeeignet (gerade im Vergleich zu ihrem oft roboterhaftem Gesang ihres "Frühwerks"), die leicht an Marianne Faithfull erinnert.

An diesem Stil hält sie seitdem fest, ohne dabei den kommerziellen Erfolg von 1980/81 erreichen zu können.

Diskographie

  • 1980 Breaking Glass
  • 1980 Sons & Lovers
  • 1981 Cover Plus
  • 1984 Smile
  • 1990 Alive And Kicking In LA (bootleg)
  • 1993 To Be Freed
  • 1993 Over The Moon... Live
  • 1995 Private Wars
  • 1998 5 In The Morning
  • 2000 Beyond The Breaking Glass
  • 2002 Accoustically Yours
  • 2005 Hidden Heart

Singles/EPs

  • 1979 Ee-I-Adio
  • 1980 Writing On The Wall
  • 1980 Eighth Day
  • 1980 Give Me An Inch
  • 1980 Time
  • 1981 D Days
  • 1981 Will You?
  • 1981 Hanging Around
  • 1982 Calls The Tune
  • 1982 That's Life
  • 1984 Cuts Too Deep
  • 1984 Don't Touch Me
  • 1984 Just Good Friends
  • 1985 Stranger In A Strange Land
  • 1985 Why Don't You Answer
  • 1985 Push And Shove (mit Chris Thompson)
  • 1986 Fighting Back
  • 1986 Today Could Be So Good
  • 1987 And I Dream (mit David Easter)
  • 1990 Heat Of The Night
  • 1993 My Friend Jack
  • 1998 Na Na Na
  • 2004 One More Try

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH S F NOR FIN NZ
1980 Breaking Glass - 5 - - - 16 - 23 - -
1981 Cover Plus - 32 - - - - - - - -
Singles
1980 Eighth Day - 5 - - - - - - - -
1981 D-Days - 10 - - - - - - - -
1981 Will You - 8 - - - - - - - -

Trivia

  • Im Video zu "Who's That Girl?" von den Eurythmics hat O'Connor einen kleinen Gastauftritt: Neben den Mädels von Bananarama und der singenden Drag-Queen Marilyn ist sie eines der Groupies, mit dem Dave Stewart Annie Lennox betrügt.

Referenzbands

Coverversionen

Hazel O'Connor covert...

Weblinks

  • http:\\www.hazeloconnor.com