Hansen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Ein Artikel zu der Band aus dem Film "Keine Lieder über Liebe" findet sich hier.

hansen (nicht zu verwechseln mit der Hansen Band) wurde 1994 in Jork bei Hamburg gegründet und ist seitdem überwiegend im norddeutschen Raum unterwegs. Herausragend sind die Texte zu nennen, die Geschichten mit viel Witz, Ironie und einer Prise das Leben und sich selber nicht so ernst nehmen erzählen.

Genre

Deutschrock

Line-Up

Aktuelle Besetzung
Ehemalige Mitglieder
  • Gesang: Branko Bock 1999–2000
  • Gitarre: Niels Kaiser 1994–1997, Kalle Willems 1998–2005, Willi Busacker 2006-2007
  • Keyboard: Holger Ballasch 1994–1997
  • Bass: Walter Dehning 1994–1997, Arne Paasch 1998–2000

Bandgeschichte

1994–1997

Im Spätherbst 1994 beschließen 6 Musiker mit Deutschrock eine neue Ära in Ihrer Karriere einzuläuten. Diese ursprüngliche Besetzung bestand aus: Stephan Gerth (Keyboard, Gesang), Christoph Dwenger (Gesang), Niels Kaiser (Gitarre, Gesang), Holger Ballasch (Keyboard, Gesang), Walter Dehning (Bass) und Matthias Gerth (Schlagzeug). Diese Formation, die sich überwiegend aus Überresten der Mainstream-Band TUMBLIN-DICE zusammensetzte, nannte sich fortan hansen. Zielsetzung waren einfache, direkte Texte in denen überwiegend witzige Geschichten erzählt werden sollten.

Erste Erfolge stellten sich bereits im darauf folgenden Jahr mit Erscheinen des ersten Tonträgers Keine Gnade ein. Zu nennen sind hier die Auftritte im alten Knust oder Logo in Hamburg. Im August desselben Jahres waren hansen bei dem Hamburger TV-Regionalsender HH1 zu einem Live-Interview bzw. Auftritt zu Gast. 1996 folgte, nach Veröffentlichung Ihrer CD Die Welt ist bunt, das nächste Highlight in der Geschichte der Band: Der erste Auftritt von vielen auf dem Hamburger Hafengeburtstag. Es folgten diverse Gespräche und Briefwechsel mit Produzenten und Plattenfirmen, die jedoch der Meinung waren das sich zurzeit Deutscher Rock nicht verkauft. hansen blieben sich und Ihren Fans dennoch treu und veränderten Ihren Stil nicht. Nur durch die engere Zusammenarbeit mit dem Produzenten Bernd Dietrich ergaben sich einige Kontakte mit der Musikindustrie, durch die man versuchte mit vorgegebenen Material und umgebauten Titeln den Hit zu finden. Aus dieser Arbeit resultierte der Soundtrack für einen UFA –Film mit dem Titel „Sense“, der leider aufgrund Geldmangels nie verwirklicht wurde. Auch war die Band der Meinung das sie sich so von Ihrem eigenen Musikstil entfernt und keine Identifikation mit hansen mehr stattfand. Diese und private Umstände waren dann der Auslöser für die Auflösung dieser Formation nach dem Erscheinen des Albums Warum Nicht?!? 1997.

1998–2000

Mit neuer Energie und frischen Kräften an der Gitarre (Kalle Willems) und Bass (Arne Paasch) wurde dann 1998 mit Alles Wird Gut ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung hansentypischer-Sound gemacht. Da einige Stücke auf Alles Wird Gut bereits in der Trennungsphase der Urbesetzung aufgenommen wurden und noch kein neuer Gitarrist bzw. Bassist zur Verfügung standen, musste der Bass von Keyboarder Stephan eingespielt werden und die Gitarre von einem Bekannten der Musiker, Holger Itzek (siehe auch www.holger-itzek.de). Wo anfänglich auf den ersten drei Alben noch ein dichter Klangteppich aus zwei Keyboards und Gitarren zu hören ist, beschränkten die Musiker sich hier auf weniger ist mehr. Außer ein paar Overdubs wurden die Titel so eingespielt wie sie auch live klingen. Dadurch entstand der gewünschte offene, teilweise raue Charakter.

In dieser Besetzung spielten hansen bis Ende 2000 unter anderem auch im Vorprogramm von Torfrock auf die sie in den nächsten Jahren noch des Öfteren treffen sollten. Von Sommer 1999 bis Sommer 2000 gab es eine Umbesetzung am Gesang. Branko Bock, Sänger der Toten Ärzte, trat für Christoph Dwenger (der aus beruflichen Gründen längere Zeit in Berlin verweilte) an das Mikrofon. Unglücklicherweise begann die Zusammenarbeit mit einem Umzug der Band im Herbst 1999 aus einer geräumigen und großen Scheune in ein kaltes, dunkles und feuchtes Loch in einem Hamburger Bunker. Die Stimmung in der Band war ziemlich frustrierend. Bezeichnend für diese Zeit sind auch die Titel die in dieser Zeit entstanden: „Glaube mir“, „die letzte Reise“, „Ich komm nicht los von Dir“ und „Drogen für die Seele“. Diese vier Titel waren es auch die Anfang 2000 in einem Hamburger Tonstudio als Demo mit dem Titel Seelenfutter aufgenommen wurden. Das Schicksal meinte es wiederum nicht gut mit den Musikern. Da nicht nur die neuen Titel ein wenig von dem typischen Hansenstil abwichen und sich der gewünschte Erfolg nicht einstellte, Sänger Branko Bock sich mehr und mehr auf die Rolle bei den Toten Ärzte konzentrierte, war die Trennung von ihm unumgänglich. Für einige Termine im Sommer kam dann Christoph aus Berlin angereist und war ab Herbst wieder mit von der Partie. Ende 2000 fand neben dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten in Jork auch noch die Vorprogrammpremiere für Torfrock statt.

2001–2005

Ein Jahr später, die Band hatte gerade wieder im Vorprogramm von Torfrock gespielt, musste bedingt durch einen Umzug Arne Paasch hansen leider verlassen. Was sollte man machen? Neues Material lag vor – das Studio war gebucht – und kein Bassist. Zum Glück hatten die Musiker gute Kontakte zur heimischen Szene, so dass nach einigen Gesprächen und viel Alkohol (munkelt man) Kersten Gaetjens überzeugt werden konnte. Mit ihm wurde dann auch die CD Harte Zeiten Anfang 2002 eingespielt. Leider verzögerte sich die Produktion aus terminlichen Gründen so dass Ende 2002 nur eine EP vorab erschien. Erst nachdem einige wichtige Termine, u.a. Vorprogramm von Achim Reichel auf der Sommertour 2003, erfolgreich abgeschlossen wurden, konnten die Aufnahmen zu Harte Zeiten vollendet werden und 2004 veröffentlicht werden. Parallel zu Aufnahmen und Konzerten arbeiteten hansen an einem akustischen Gewand (unplugged) ihrer Lieder. Dieses Konzept, weil sehr direkt und ohne großen Aufwand zu bewerkstelligen, kam bei vielen Veranstaltern von kleineren Lokations sehr gut an und ist seit Mai 2004 enger Bestandteil vom hansen Repertoire. Im Herbst des selben Jahres wurde das 10 jährige Bestehen der Band mit allen Exmitgliedern und vielen Gästen ausgiebig gefeiert. Zeitgleich erschien die Jubiläumsausgabe 10 Jahre hansen mit teilweise unveröffentlichten Stücken.

Im darauf folgenden Jahr feierten hansen mit der Nummer Abzuhaun beim Hamburger Radio Sender 106.8 – das neue Alsterradio einen überraschenden Achtungserfolg. Im Rahmen des Valentinstages, hatte der Sender den Tag zum Schlussmachtag ausgerufen und dafür als Hymne das Hansenlied Abzuhaun im Radio vorgestellt und zum Download angeboten. Innerhalb von kurzer Zeit wurde die Nummer über 6.000 mal heruntergeladen. Etwas verwundert waren die Musiker als ihnen ein Zeitungsartikel über eine Deutschrockband Namens Hansen in die Hände fiel, die in Deutschland einige Auftritte spielten und extra für einen Film zusammengestellt wurde. Nachdem einige Fans bei hansen nachfragten was das zu bedeuten hätte und die Musiker sich selbst keinen Reim darauf machen konnten, kontaktierten sie kurzerhand das Label Grand Hotel van Cleef um eine Stellungnahme zu erhalten. Ein Telefonat mit dem Label und dem Regisseur des Films (Lars Kraume) brachte Klarheit in die Angelegenheit. Da der Film Keine Lieder über Liebe bereits fast fertig war, alle Plakate, Ankündigungen, Termine, usw. bereits mit dem Namen Hansen veröffentlicht wurden, der Regisseur seine ganzen Ersparnisse in das Projekt gesteckt hatte und mit Heike Makatsch und Jürgen Vogel zwei hochkarätige Schauspieler gewinnen konnte, gaben die echten hansen ihr Einverständnis zur Nutzung des Namens für den Film. Dies war der Grund für die Namensänderung in Hansen Band. hansen hatten Ende des Jahres 2005 mit ihrem Titel Frei auf der Newcomer Plattform von NDR2 den ersten Platz erreicht, doch die Freude darüber währte nicht lange. Kalle Willems, der Gitarrist der Band, gab seinen Abschied zum Jahresende bekannt. Ein schmerzlicher und nicht zuletzt musikalischer Verlust für hansen.

2006–2009

Februar 2006, es war das Abschiedskonzert von Kalle Willems im Hamburger LOGO, war unter den Zuschauern auch ein Gitarrist Namens Willi Busacker. Dieser sollte, nachdem einige Gitarristen zum Vorspielen eingeladen wurden, die Nachfolge an der Gitarre übernehmen. Alle waren zufrieden und so ging man im Sommer ins Studio, um mit Neues von Hans N. eine längst überfällige neue CD aufzunehmen. Passend zum Titel sollte die Scheibe ein wenig anders klingen als die vorangegangene. Einfacher ist mehr – rockig, frech, direkt, witzig und ein wenig zum Nachdenken – eben hansentypisch. Parallel zu Studioaufnahmen und Live-Terminen konnte sich die Band noch auf dem Stars in the City Sampler von Ole Sander (Jazzkantine) verewigen. Anfang 2007 erschien dann Neues von Hans N. und Harte Zeiten unter dem Indielabel Fuego. Um Vertriebswege und Kontakte besser zu nutzen, gründeten sie im selben Zeitraum ihr eigenes Label ABBELmusik. Im Oktober 2007 trennte sich die Band von Willi Busacker Gitarre. Kalle Willems übernahm nach fast zwei Jahren hansen Abwesenheit wieder den sechs Saiten-Job. Im selben Monat wurde dann auch die lang erwartete Live DVD mit Ihrem akustischen Programm aufgezeichnet. Diese soll unter dem Titel hansen intim Anfang 2008 erscheinen.

Neben diversen Auftritten, u.a. auf der Kieler Woche und Santa Pauli, spielten hansen erstmalig im Sommer 2008 als Support für Maggers-United und Ende des Jahres erneut für Torfrock und Lotto-King-Karl. Da aufgrund terminlicher- und finanzieller Probleme die Fertigstellung der Live-DVD immer wieder verschoben wurde, mussten die Musiker die Veröffentlichung auf 2009 verschieben. Seit Sommer 2009 arbeiten die fünf Musiker an Ihrem nächsten Longplayer. Geplant ist ein Konzeptalbum mit dem Arbeitstitel KOMA und soll die fiktive Lebensgeschichte über Ihr altes Ego Hans N. beinhalten. Der erste Grundstock hierfür wurde bereits in einer lauen Spätsommernacht 2008 am Elbstrand gelegt.

Musikstil und Textinhalte

Der Stil von hansen, den die Band selbst gerne als Fun-Rock definiert, ist ein Mix aus melodischen Rock mit Elementen und Einflüssen aus den 70er, 80er und 90er Jahren. Kurze Drumloops und Fills mit Keyboard-Sequenzen beleben das Ganze. Außergewöhnliche Musik für ein elitäres Publikum zu machen lag nie im Sinn der Musiker. Es wird gespielt was gefällt. Dadurch ist die Musik von hansen alles andere als eintönig. Der Stil von hansen ist eher mit der NDW-Zeit vergleichbar, obwohl die Verse überwiegend Geschichten, als Situationen oder Gefühle beschreiben. Viele Fans der Band sagen oft passend: „bei hansen entsteht Kino im Kopf“.

Diskographie

Alben
EPs
  • 2000 Seelenfutter
  • 2002 Harte Zeiten EP
  • 2006 Ein bisschen was Neues…
DVD
  • 2005 10 Jahre hansen
  • 2009 hansen intim (akustisch-live)

Kompilationsbeiträge

  • 2006 Titel „Abzuhaun“ auf Stars in the City Sampler


Coverversionen

hansen covern...

  • Heut’ nacht von Spliff (auf harte Zeiten)
  • Crazy Horses von Osmonds (nur Musik) (Ganze Kerle auf harte Zeiten)

MP3s

Weblinks