Hannover

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Allgemeines

Einzige Stadt Norddeutschlands, in der nach 3 Uhr noch was geht. Grob 510.000 Einwohner, davon geschätzte 20.000 mehr oder weniger alternative Menschen. Liegt an zwei Flüssen (Leine und Ihme) und hat nen großen See (Maschsee) in der Mitte, also nachts auf dem Heimweg aufpassen, dass man trocken bleibt. ("Du, warum sind meine Schuhe so dreckig?" - "Wir ... äh ... Du meintest, zur Leine runterklettern zu müssen".)

Im Zweiten Weltkrieg zu mehr als 85% zerstört, hat die Stadt seit ihrem Wiederaufbau mit erheblichen Imageproblemen zu kämpfen.
Hannover wird im Allgemeinen mit Adjektiven wie „hässlich“, „grau“ und „langweilig“ assoziiert, obgleich die Stadt mit dem Georgengarten, der Eilenriede und dem Ihmeufer über ausgedehnte Grünflächen im innerstädtischen Raum verfügt und sich auch das kulturelle Leben durchaus sehen lassen kann. Leider begegnet man in Hannover diesen Vorurteilen mit dem wenig selbstironischen Versuch sich statt als nette Provinzmetropole als Weltstadt zu profilieren („Wellkamm tu Expo-City Hän-Nofa“ - Bahnhofsansage im Jahre 9 nach der EXPO).

Zum Ausgehen zieht man ins Indie-Bermuda-Dreieck nach Linden, dem alten Arbeiterstadtteil, zu den drei Eckpunkten Glocksee, Faust Gelände oder Bei Chéz Heinz (gehört eigentlich zu Limmer...).
Die Clubszene der Innenstadt wird vom Indiepublikum eher gemieden. Man wohnt "alternativ" in den Stadtteilen Linden, Nordstadt oder Limmer.

Auch wenn es einige erfolgreiche Hannoveraner Metal-Acts wie Thunderhead und Helloween gab, war Hannover Anfang der 80er Jahre vor allem eine Hochburg der deutschen Punkszene. Der Höhepunkt war wohl die Gründung der APPD (Anarchistische Pogo Partei Deutschlands)am 21. Oktober 1981.
1994 und 1995 fanden nach langjähriger Pause wieder Chaostage in Hannover statt. Besonders 1995 gab es große Straßenschlachten mit der Polizei.
Seither sorgen jedoch eher die "Gemüseschlachten" auf der Ihmebrücke zwischen den (angeblich) verfeindeten Stadtteilen Linden und Nordstadt für lokale Schlagzeilen.

Musikgeschichte

Leider geht der Hannoveraner Musikszene ein unverdient schlechter Ruf voraus, mit populären, aber schlechten Musicacts wie Fargo, Victory, Terry Hoax, Scorpions, Fury in the Slaughterhouse, Heinz Rudolf Kunze und Mousse T. ... ist das Problem aber auch ein wenig hausgemacht.

In den 80er als Hochburg des Punk gehandelt (Chaostage, Blut und Eisen , Preußens Gloria, Bärchen u. d. Milchbubies, Rotzkotz usw.) ging die Entwicklung vom deutschsprachigen Punk zu internationaleren und facettenreicheren Spielarten des Undergrounds. Ende der 80er/Anfang der 90er erlangte H. den ruf als Hardcorehausen, weil ein Großteil der innovativen Hardcore Bands aus der niedersächsischen Landeshauptstadt kamen (Stichworte: Spirit Family, From the middle of nowhere Festival, Entstehen einer sehr vitalen Live- Szene)

Heute gibt es eine sehenswerte Bandbreite von Liveshows in populären Clubs wie Béi Chéz Heinz, Cafe und Indiego Glocksee, sowie dem kuscheligen Low Fidelity Laden Silke Arp Bricht (jetzt: "Oberdeck"), wo sich eine überaus ansprechende Szene entwickelt hat, die landesweit ihres gleichen sucht. Rund um das Flockenpop-Team hatte sich gegen 2004 eine weitere kleine Indieszene gebildet, die versucht hatte ein Stück Gegenkultur in der Landeshauptstadt zu etablieren (Kulturpalast Linden und sogenanntes Kleinclubbing). Auffällig an H. ist, dass es eine weitläufige, verzweigte Musikszene gibt und die Eintrittspreise für Konzerte fast durchgängig weit unter dem Bundesschnitt sind.

Weitere Bekanntheit erlangte Hannover durch die mittlerweile in Köln ansässige Lena Meyer-Landruth und die Krautrock - Legenden Eloy und Peter Panka's Jane.

Indie-Bands

Geschichte :


aktuelle Indie-Bands :


Sonstiges :

  • Graham Coxon (Blur) wurde in Rinteln bei Hannover geboren
  • Alex James (Blur) war in den 80ern als Austauschschüler auf der Albert-Einstein-Schule in Laatzen/Hannover
  • Sometree 1994 in Hannover gegründet, dann irgendwann nach Berlin gegangen

Songs, Alben und Texte über Hannover

Songs mit Hannover als Thema/Titel:


Berühmte Textzeilen über Hannover:

  • "Darf ich kassier'n?" / ich sagte: "Nee," und "noch'n Bier!" / nach einer Stunde war'n's schon vier / und in Hannover war ich dicht und außer mir" aus Der Angriff der Gegenwart auf meine übrige Zeit von Blumfeld
  • "Sie kann ruhig aus Hannover kommen" Fünf Freunde
  • "Pop passiert da, wo Hannover nicht ist." Jörg Tadeusz in einem Interview.
  • "Die ganze Welt wird immer doofer - zum Glück gibt's noch Hannover" (Harald Schmidt in "Schmidteinander")
  • "...die mit dem Kaufhaus-Punk und hannoveranischem Rock ´n Roll..." (aus Ich will nicht, daß ihr meine Lieder singt von Jan Delay)
  • "Meine Freunde blieben bei dir, ich bin erschrocken und begeistert von dem Schmerz, ich hab die Koffer ausgepackt, o Hannover." aus Hannover von Go Plus
  • "Es könnte so viel geschehen von hier bis zum Kröpcke, doch alles was passiert ist trivial" aus Kröpcke von Neerström
  • "Und im Radio läuft ein Lied von den Scorpions aus Hannover, der schönsten Stadt der ..." aus Monster von Farin Urlaub
  • "Heute Hannover und morgen die Welt." aus Wochenendticket von Terrorgruppe

Nach Hannover benannte Alben:

Indie-Klubs/Lokalitäten

Indie-Veranstaltungen

  • Nachtcafé: Indie, Britpop, Electro, 6Ts (Hannover, Café Glocksee)
  • Coreclub: Thrash-, Power-, Heavy. ((Hannover, INDIEGO GLOCKSEE))
  • Private Helicopter Britpop, Indie, Electro mit DJ Sellout und Jack Casablanca (Hannover, Café Glocksee)
  • modern life is rubbish (INDIEGO Glocksee)
  • The Return Of The Britpop-Papst: Britpop querbeet (Madchester, Class of 95 & Zeitgenössische Bands) mit DJ Jens Dreiser, der bereits auf den legendären Britpop-Parties im BAD aufgelegt hat. Unregelmäßige Versanstaltung, fast immer ausverkauft (Hannover, Café Glocksee)
  • Skank ´til death (Hannover, Bei Chez Heinz)
  • Rock'N'Roll Highschool (Bei Chez Heinz)
  • Maximal Elektro, Rave und Fidget (Café Glocksee und Faust)
  • Ruby Tuesday (Cafe Glocksee)
  • Deep Orbeat (Kulturpalast Linden)
  • Mittwochspalast (Kulturpalast Linden)
  • Tanzforschung (INDIEGO Glocksee)
  • Der Trick ist zu tanzen (INDIEGO Glocksee)
  • flockenpop* - dufte konzerte in hannover
  • Silly Art F***: unregelmäßig stattfindende Konzertreihe (Noise, Experimentelles, Artpop, Lo-Fi etc.)
  • LaRance: Beat und Blops oder auch Bleeps und Dooms (Hannover, Café Glocksee)
  • Mittwochspalast (Hannover, Kulturpalast Linden)
  • Teenage Kicks (Hannover, Bronco's)
  • Schwing dich leicht (Hannover, Feinkost Lampe)
  • Shuffle Hank's Gonzo Night (Hannover, Silke Arp bricht)
  • BootBooHook-Festival (Faust), seit 2008 stattfindendes Indiefestival von Tapete Records
  • Fährmannsfest (Faust), "Hannovers kleines Woodstock"? Nunja, auf jeden Fall seit 1983 regelmäßig gut besuchtes Ding an der Mündung von Leine und Ihme

Indie-Medien

  • D-Zentral [20]: Musikfernsehen
  • magaScene!! [21]: KOSTENLOSES stadtmagazin, deswegen INDIEMAGAZIN!!!
  • Schädelspalter [22]: ERSTES stadtmagazin, rockorientiert, früher absolut INDIE. Archiv Schädelspalter www!!
  • zeter & mordio [23]: (Verlag für Nebenwelten: Mit seinem ungewöhnlichen Verlagsprogramm schafft der ›Verlag für Nebenwelten‹ eine Öffentlichkeit für unkonventionelle Kunstformen und Denkansätze und ermöglicht einen Austausch jenseits kommerzieller Zwangsmuster.)
  • ZiSH [24]: Obwohl Teil der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung ist das ZiSH Projekt mit seinen Seitenthemen, seinen Plattenbesprechungen und den Ausgehtipps ein wichtiges Element für Jugendliche in Hannover.
  • Radio Flora [25]
  • Stadtkind [26]: Stadtmagazin. Nicht dringlich indie, eher allgm. studentisch.
  • Lange Leine [27]: Online-Journal mit Verantstaltungstipps, Kunst, Kultur und Menschen
  • LeineHertz [28]: Nachfolgesender von Radio Flora, nicht ganz so cool, aber trotzdem unabhängig
  • h1 [29]: Offener Kanal der Stadt mit verschiedenen Musiksendungen

Plattenläden

  • 25music
  • Rockers - Hauptsächlich 2nd Hand Punk, HC, Metal, Hip Hop. Viel rares.
  • Ohrwurm
  • HotShotRecords
  • Plattentuppern@3raum - jeden Samstag: Tauschen + Verkaufen
  • Flohmarkt am Leineufer - jeden Samstag

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