Green River

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Green River
Green River bei der "20 Jahre Sub Pop"-Reunion
Green River bei der "20 Jahre Sub Pop"-Reunion
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: 1984 bis 1987, Renunion 2008
Genres: Grunge
Labels: Sub Pop
Line-Up:
Mark Arm: Gesang
Stone Gossard: Gitarre, Gesang
Steve Turner: Gitarre (1984-1985)
Bruce Fairweather: Gitarre (1985-1987)
Jeff Ament: Bass, Gesang
Alex Vincent: Schlagzeug, Percussions

Die 1984 aus verschiedenen kleineren Bands aus Seattle entstandenen Green River waren mit ihrem Sound und ihrer Besetzung Keimzelle für einen Großteil dessen, was später als Grunge weltweite Berühmtheit erlangen sollte.

Bandgeschichte

Green River waren wohl die erste Grunge-Band. Sie gründeten sich zur Zeit der ersten Seattle-Welle (Melvins, Soundgarden, Malfunkshun) und waren die erste Grunge-Band, die eine Platte veröffentlichte, die Seattle-Szene bekannt machte und das Sub-Pop-Label etablierte. Noch bekannter ist Green River für die Bands, die nach ihrer Auflösung aus ihr entstanden sind: Mudhoney und Mother Love Bone, bzw. Pearl Jam. Diese Abstammungen überschatten ein bisschen die Musik von Green River, die mit einer dreckigen Mischung aus Punk, Heavy Metal und bluesigem Hard Rock die Vorstufe der Grunge-Musik war.

Green River wurden 1984 in Seattle gegründet, benannt nach einem damaligen dort lebenden Massenmörder (der erst 20 Jahre später inhaftiert wurde). Der Sänger/Gitarrist Mark Arm und der Gitarrist Steve Turner hatten vorher in den Bands Mr. Epp und Limp Richerds zusammengespielt. Als sich diese Bands auflösten, wollten die beiden eine neue Band zusammenstellen. Schlagzeuger wurde Alex Vincent, mit dem Turner vorher kurz in der Band Spluii Numa spielte. Es fehlte nur noch ein „Basser mit einem Verzerrer“. Es gab nur einen, der den Ansprüchen von Turner und Arm entsprach, der Bassist der Hardcore-Band Deranged Diction: Jeff Ament. Turner nahm sich einen Job bei der selben Arbeitsstelle, wie Ament und fragte ihn. Ament mochte Mr. Epp nicht, aber nach wiederholten Zureden willigte er ein. In den folgenden sechs Monate gaben sie einige Konzerte, da aber Arm das Gitarrenspiel aufgab, um sich mehr um den Gesang kümmern zu können, benötigten sie noch einen zweiten Gitarristen, damit der Sound vervollständigt wurde. So stieß Ende des Jahres noch Stone Gossard dazu. (Gossard spielte Anfang der 80er Jahre mit Turner in der Band Ducky Boys.)

Nach ein paar Konzerten, unter anderem als Vorband von den Dead Kennedys, gingen sie im Dezember 1984 mit dem Produzenten Chris Hanzsek in das Crow Studio in Seattle um sechs Lieder für ihr erstes Album Come On Down für das Homestead-Label aufzunehmen. Das Album wurde aber erst Ende 1985 veröffentlicht. Zwischenzeitlich eröffneten sie noch ein Konzert für Sonic Youth und U-Men und planten ihre erste US-Tour. Aber im August '85 gab Turner seine Ausstieg aus der Band bekannt. Im Gegensatz zu Ament und Vincent war Turner nie ein Metal- oder Hardcore-Fan, er interessierte sich eher für 60er-Jahre-Garage-Rock. Und der Sound von Green River wurde für Turners Geschmack zu metallisch. Turner ging für zwei Jahre wieder zur Schule und machte seinen Abschluss. Ihn ersetzte der ehemalige Deranged-Diction-Bassist Bruce Fairweather und die Band ging im Oktober auf US-Tour. Diese wurde allerdings ein Desaster, da das Album noch nicht veröffentlicht war und niemand die Band kannte.

Nach dem Erscheinen von „Come On Down“ gingen sie auf eine zweite US-Tour und nahmen im Juni 1986 mit Jack Endino die EP Dry As A Bone auf (diese erschien erst 13 Monate später). Es gab zwei Veröffentlichungen von Green River in 1986: der Song 10.000 Things auf der „Deep Six“-Compilation der Seattle-Labels C/Z auf dem auch Soundgarden, Melvins, Skin Yard, U-Men und Malfunkshun vertreten waren und die Single „Together We'll Never“ auf dem bandeigenem Label ICP. Im August 1986 gingen sie auf ihre dritte US-Tour.

Im Juli 1987 erschien dann „Dry As A Bone“ als erste Band-Veröffentlichung auf dem mittlerweile legendären Sub-Pop-Label. Lokal akzeptiert hinterliess die Platte andernorts wenig Eindruck. Aber das hinderte Sub Pop nicht daran, sie im August wieder ins Studio für die Aufnahmen zur „Rehab Doll“-LP zu schicken. Bevor diese aber veröffentlicht werden konnte, musste Sub Pop sich erstmal erholen: „Dry As A Bone“ und die „Screaming Life“-EP von Soundgarden hatten Sub Pop finanziell ausgelaugt. Es dauerte ein Jahr, bis die LP veröffentlicht werden konnte, aber da gab es die Band schon nicht mehr.

Innerhalb der Band gab es Spannungen. Die einen wollten Erfolg bei einem Major-Label, die anderen bei Sub Pop bleiben. Auf einem Konzert in Los Angeles wurden die zehn Plätze auf der Gästeliste nicht an Freunde, sondern an Mitarbeiter von Major Firmen vergeben (von denen dann nur zwei kamen). Aber auch musikalisch gab es Differenzen: Guns N' Roses/Aerosmith-Hard Rock auf der einen Seite, Punk auf der anderen. Als Mark Arm im Oktober 1987 zu einer Probe kam, wusste er schon, dass die Band mit dem Malfunkshun-Sänger Andy Wood geprobt hatte. Es wurde ihm mitgeteilt, dass es die Band nicht mehr gibt. „Rehab Doll“ erschien im Juni 1988, neun Monate nach der Auflösung der Band.

2008 gab es zum 20-jährigen Jubiläum von Sub Pop für einen Auftritt eine Wiedervereinigung der Band.

Diskographie

Kompilationsbeiträge

Referenzbands

Coverversionen

Green River coverten ...

Weblinks