Graham Coxon

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Genre

Lo-Fi, Indie-Rock, Punk, Folk

Bandgeschichte

Graham Coxon war Schulfreund von Damon Albarn und mit ihm Gründungsmitglied der britischen Band Blur. Bereits während der 1990er veröffentlichte er parallel zu der Arbeit mit Blur eigene Soloalben, die er komplett allein einspielte, aufnahm, das Artwork gestaltete und eigens dazu das Label Transcopic Records gründete, das in der Folge auch anderen Indie-Bands eine Heimat bot. Coxons Solokarriere war anfangs insbesondere von der DIY-Ästhetik des Punk und des US-Hardcore sowie den LoFi-Entwicklungen des amerikanischen Indie-Rocks beeinflußt. Die Solo-Alben während der Blur-Zeit bewegten sich immer zwischen den Polen Punk/Hardcore/Indie-Rock und ruhigen Folk-Songs (anfangs im Stile Nick Drakes, später mehr Bob Dylan beeinflußt).

Als seine Unzufriedenheit mit dem Popstartum als Mitglied der zweitgrößten Band des Königreichs immer weiter wuchs, Zerwürfnisse mit Damon Albarn hinzukamen ("I was dragged around the world kicking and screaming on someone elses ego-trip" über seine Zeit in blur und Damon Albarn) und auch über die Richtung, die Blur einschlagen sollten, keine Einigkeit erzielt wurden, stieg Coxon im Jahr 2002 zu Beginn der Aufnahmen von Think Tank aus. Als Folge davon wurden auch seine Soloalben deutlich melodieseliger und poplastiger, was in Happiness In Magazines kulminierte, auf dem er all die Popsongs, die ansonsten auf Blur-Alben wanderten in sein Solowerk einband und so das erfolgreichste Album seiner Solokarriere veröffentlichte. Happiness In Magazines wurde erstmals nicht von ihm selbst, sondern vom ehemaligen Blur-Stammproduzenten Stephen Street produziert.

Im Zuge der Wiedergeburt des britischen RocknRoll in der Libertines-Ära wurde Coxon ein Fixpunkt für die jungen aufstrebenden Bands: er coverte Libertines-Songs, stand mit Peter Doherty gemeinsam auf der Bühne und startete ein Motorrad, das auf dem Kaiser Chiefs Album zu hören ist.

Bei der Blur-Reunion 2009 ist Coxon wieder mit von der Partie außerdem erschien im April 2011 der Song Desire, der zusammen mit der englischen Schauspielerin und Sängerin Paloma Faith sowie The Corals Ex-Gitarristen Bill Ryder-Jones entstand.[1]

Kollaborationen

Diskographie

Alben

Singles/EPs

DVD

  • 2005 Live at the Zodiac

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH SV F NOR FIN NZ
1998 The Sky Is Too High - 31 - - - - - - - -
2004 Happiness in Magazines - 19 - - - - 120 - - -
2006 Love Travels at Illegal Speeds - 24 - - - - - - - -
2009 The Spinning Top - 36 - - - - - - - -
Singles
2004 Freakin' Out - 37 - - - - - - - -
2004 Bittersweet Bundle Of Misery - 22 - - - - - - - -
2004 Spectacular - 32 - - - - - - - -
2004 Freakin' Out/All Over Me - 19 - - - - - - - -
2006 Standing On My Own Again - 20 - - - - - - - -
2006 You And I - 39 - - - - - - - -
2007 This Old Town (mit Paul Weller) - 39 - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Spex Musikexpress Spex
2004 Happiness in Magazines 35 37
2009 The Spinning Top 30 47
Singles
2004 Freakin' Out 12

Referenzkasten

The Sky Is Too High

  • I Wish:

The Golden D

  • Jamie Thomas
    • ist ein von Coxon verehrter amerikanischer Skateboarder [1]

Happiness In Magazines

  • Spectacular
    • bezieht sich auf die amerikanische Schauspielerin Shannyn Sossamon [2], die auch von Coxon auf das Cover der Single gezeichnet wurde [3].
  • No Good Time
    • Shiny boots of leather looking like Lou Reed / Just like Lou Reed: gemeint ist der ehemalige Velvet Underground-Sänger und gerne cool gekleidete Lou Reed.
  • People Of The Earth
    • People of the earth you have failed / You still worship The Sun and The Daily Mail: gemeint ist die Boulevardzeitung "The Sun" [4] und die populistische Tageszeitung "Daily Mail" [5].

Trivia

  • Coxon malte alle Cover seiner Soloalben wie auch des Blur-Albums "13". Er stellt in der Zwischenzeit auch seine Gemälde in Galerien aus.
  • Im allgemeinen wird Coxon die Entwicklung Blurs weg vom Brit-Pop der Mitt-90er zugeschrieben, die zunächst zum Indie-Rock von "blur" und dann zur experimentelle Platte "13" führte
  • reine Coxon-Songs (jeweils auch mit seinen Vocals) auf Blur-Platten sind:
    • You're So Great
    • Coffee & TV
  • You're So Great soll Coxon unter einem Tisch sitzend, betrunken, alleine im Studio aufgenommen haben
  • Auch auf dem Think Tank Album, obwohl bereits ausgestiegen, spielt Graham noch beim Schlußsong "Battery In Your Leg" Gitarre

Referenzbands

Coverversionen

Graham Coxon covert...

  • Fame and Fortune von Mission of Burma (auf "The Golden D")
  • That's When I Reach for My Revolver von Mission of Burma (auf "The Golden D")
  • Tell the King von The Libertines (live)
  • Time for Heroes von The Libertines (B-Seite von I Can't Look at Your Skin)
  • Black Is the Colour of My True Love's Hair von Nina Simone (live, [6])
  • Billy Hunt von The Jam (B-Seite von "Spectacular")
  • Sand in My Joints von Wire (live)

Videoclips

MP3s

Videos

Weblinks

  1. http://www.visions.de/news/13932/Blur-Album-steht-noch-in-den-Sternen