Gottesdienste der Brit-Pop-Generation

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Gottesdienste der Brit-Pop-Generation sind gemeinhin Oasis-Konzerte. Dies äußerst sich im kritiklosen Entgegenfiebern eines jeden Oasis-Konzertes, unabhängig von den aktuellen musikalischen Leistungen, Skandalen oder anderen Widrigkeiten.

Eine andere Auslegung findet man in den Indieclubs dieser Republik, zu denen regelmäßig sogenannte Brit-Pop-Jünger anreisen, um ihre Idole zu würdigen, indem sie unerfahrenen Zuschauern auf den ersten Blick obskur anmutenden Tänzen (v.a. dem sogenannten Liam-Gallagher-Gedächtnistanz) frönen und Gin Tonic in Mengen konsumieren. Männliche Besucher treten hier häufig in einem uniformähnlichen Outfit auf, das (mit kleinen Abweichungen: Buttons) aus Cordsakko, Jeans, Band-T-Shirt (Oasis) und über ebendieses getragenen, meist überdimensionalen und durch grelle Farbenkombinationen bestechenden Krawatten besteht. Weibliche Besucher kleiden sich oft ähnlich, bisweilen allerdings mit Röcken über Hosen. Der Anteil derer, die Sonnenbrillen nicht nur am Strand, sondern auch und sogar besonders im Winter, Nachts und in Gebäuden (Clubs) tragen, ist hier deutlich größer als bei den Jungen. (siehe:Indieschnitten) Beide Geschlechter zeichnen sich außerdem dadurch aus, dass sie versuchen, beim DJ durch Songwünsche Aufmerksamkeit zu erlangen, die sich (paradoxerweise) oft entweder dadurch auszeichnen, dass sie möglichst unbekannt sind (z.B. B-Seiten, Stücke von nur in limitierter Auflage erschienenen Tonträgern), oder Indie-Gassenhauer sind, die auch im Mainstream-Radio gespielt werden.