Gitarre

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Die Gitarre ist ein sehr altes Zupfinstrument, dem aufgrund seiner geringen Lautstärke viele Jahre lang ein Schattendasein neben im Rampenlicht stehenden Instrumenten wie Klavier, Streichinstrumenten oder Blechblasinstrumenten zuteil wurde.

  • Hier gibt's mal eine Kostprobe für den Klang einer mikrotonalen Shruti-Gitarre mit 22 Tönen pro Oktave!

Obwohl bereits im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts E-Gitarren gebaut wurden, begann der Siegeszug dieses Instruments erst nach einigen technischen Neuerungen ab 1950, als die Firma Fender mit dem Modell Telecaster (anfänglich als Broadcaster vertrieben) erstmalig eine Solidbody-E-Gitarre in Serie produzierte.

Die elektrische Gitarre (E-Gitarre), oder auch Stromgitarre, ist eine mit elektrischen Tonabnehmern (Pickups) versehene Gitarre, die auf diese Art und Weise eine konzertante Lautstärke erreichen kann. Gespielt wird die E-Gitarre mit einem Plektrum, kann aber mit ausreichend Hornhaut an den Fingerkuppen auch gezupft werden. Man unterscheidet bei den E-Gitarren anhand der Bauform des Korpus zwischen Halbakustikgitarren mit Halbresonanzkörper sowie Solidbody-Gitarren, deren Korpus zum größten Teil aus massivem Holz besteht.

Der Korpus einer E-Gitarre besteht im Normalfall aus Holz, manchmal auch aus Kunststoff. An den Korpus wird der Hals mit 21, 22 oder 24 Bünden geschraubt (oder geleimt), um die sechs Gitarrensaiten zu spannen.

Die Stimmung der Saiten ist normalerweise (standard tuning) E-A-d-g-b-e' (amerikanische Schreibweise für den Ton h!). Gitarristen stimmen aber ihr Instrument aber auch häufig nicht in der Standard-Stimmung (z.B. Dropped-D-Stimmung: E-A-d-g-b-e' wird zu D-A-d-g-h-e’).

Die E-Gitarre wird in allen Rockmusikrichtungen eingesetzt, sowie im Blues, Country und Jazz. Eher selten findet man die Gitarre im Hip Hop und der elektronischen Musik. Um dem stark erweiterten Tonumfang der Seriellen Musik gerecht zu werden, wurden auch Modelle mit 22 (Shruti-System) und 31 Tönen pro Oktave entwickelt. Herkömmliche Akkorde klingen auf so einem Modell nicht selten windschief. Eine spieltechnische Leitfigur hat sich für die Mikrotonale Gitarre noch nicht gefunden.

Neben der normal verstärkten Gitarre existieren eine Vielzahl von Effektgeräten, die mit jeweils einem Fußpedal bedient werden. Seit einigen Jahren existieren Multieffektgeräte, die mit einem programmierbaren Pedal mehrere Effekte zusammenfassen.

Die gebräuchlichsten Effektgeräte sind Verzerrer (Distortion, Fuzz, Overdrive), Octaver, Pitch shifter (Harmonizer), Vocoder (Talkbox), Wah-Wah, Nachhall (Hall), Delay, Echo, Chorus, Flanger, Phaser, Tremolo.

In Bands mit mehr als einem Gitarristen wird oft unterschieden zwischen Rhythmusgitarrist und Leadgitarrist. Während der Rhythmusgitarrist Akkorde rhythmisch spielt, begleitet der Leadgitarrist oft mit Melodielinien.

Einflussreichste Gitarristen und Gitarristinnen

  • Jimi Hendrix: Einer der einflussreichsten Gitarristen ist Jimi Hendrix. Er war einer der ersten, der Feedbacks bewusst einsetzte, er improvisierte als einer der ersten im Rock und er verbrannte seine Gitarre auf der Bühne.
  • Neil Young: Young baute sich einige Effektgeräte selber, um den Sound zu bekommen, den er wollte. Dadurch wurde er Vorbild vieler Bands des Grunge, die seinen Gitarrensound übernahmen.
  • Billy Corgan: Typisch für den Corgan'schen Gitarrensound ist die konsequente Verwendung von Oktaven statt den bereits lange existenten Powerchords.

siehe auch die Liste: Gitarristen und Gitarristinnen

Weblinks