Giardini di Mirò

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Giardini di Mirò
Giardini di Mirò live beim Rockin'Rho am 17. September 2006
Giardini di Mirò live beim Rockin'Rho am 17. September 2006
Herkunft: Cavriago, Reggio Emilia, Italien
Aktiver Zeitraum: seit 1996
Genres: Postrock, Indierock
Labels: Homesleep
2nd rec
Unhip
City Centre Offices
Homepage: Giardinidimiro.com
Line-Up:
Corrado Nuccini (Gitarre)
Jukka Reverberi (Gitarre)
Mirko Venturelli (E-Bass)
Luca di Mira (Keyboard, seit 1999)
Francesco Donadello (Schlagzeug)
Ehemalige Mitglieder:
Lorenzo Lanzi (Schlagzeug)
Emanuele Reverberi (Trompete, Bassklarinette, Violine)
Alessandro Raina (Gesang, 20032005)

Giardini di Mirò gehören in Italien zu den größeren Indie-Bands, im restlichen Europa sind sie jedoch verhältnismäßig unbekannt.

Bandgeschichte

Giardini di Mirò wurden 1996 in dem norditalienischen Dorf Cavriago gegründet. Den Bandnamen lieh die als Quartett gegründete Band von einem italienischen Kurzfilm, der von einer Schildkröte handelt. Um auf die immer wiederkehrenden Frage nach der Bedeutung des Namens abwechslungsreiche Antworten parat zu haben, erfand die Band weitere Erklärungen nach dem Ursprung des Namens, der zu deutsch "Die Gärten des Mirò" heißt. „Giardini di Mirò“ ist des Weiteren eine leitmotivische Phrase in den Filmen Michelangelo Antonionis; in Cavriago heißt außerdem ein Park eben so. Die Namenserklärungen sind in der The Soft Touch EP aufgelistet.

Angeblich (die Band spart nicht daran, selbst kreativ ihre Geschichte durch kleine Legenden auszuschmücken) sind GdM quasi die Nachfolge-Band der ursprünglichen „Giardini di Mirò“, einer Progressive-Rock-Band der 70er Jahre, in der der Onkel von Corrado spielte. Dieser finanzierte den jungen Giardini di Mirò auch deren erstes Demotape. Außerdem reinterpretierten GdM das Lied "Città di Vetro" dieser alten Prog-Band. Allerdings sind keine Aufnahmen der angeblichen Prog-Band erhalten, was am Wahrheitsgehalt dieser Geschichte zweifeln lässt. Auf der B-Seiten-Kompilation „Hits For Broken Hearts And Asses“ steht übrigens "Please note: This is not italian prog rock."...

Nach Veröffentlichung der ersten, selbstbetitelten EP 1998 wurde das Band-Lineup um Keyboarder Luca di Mira und Trompetist und Violinist Emanuele Reverberi erweitert. 1999 folgte in diesem Line-Up die Iceberg EP auf dem kleinen Lokallabel Gammapop.

Cavriago, das Heimatdorf GdMs, ist Partnerstadt eines süddeutschen Dorfs, in dem Christophe Stoll aka Nitrada aufwuchs. Eines Tages spielten im Zuge eines Kulturaustauschs die jungen Giardini di Mirò in diesem Ort in Baden-Württemberg und lernten dort Christophe Stoll kennen, der damals noch bei Motorambo spielte und das Label fiction.friction machte. GdM gefielen und die Debüt-EP wurde auf fiction.friction wiederveröffentlicht. Auch das erste richtige Album, Rise and Fall of Acedemic Drifting, wurde in Deutschland bei fiction.friction veröffentlicht. Für Italien hatten Giardini di Mirò inzwischen in Homesleep Music einen geeigneten Partner gefunden.

Für das Debütalbum hatten sich die Italiener zwei Gastsänger eingeladen und somit ihre ersten Lieder mit Gesang veröffentlicht. Auf der 2002 erschienen The Soft Touch EP experimentierten GdM mit verschiedenen Gastsängern und Gastsängerinnen, darunter die Schottin Kaye Brewster, mit der die Band seitdem immer wieder zusammenarbeitete. Während der Aufnahmen zu der EP lernten GdM den Sänger Alessandro Raina kennen, der für das zweite Album Punk...not Diet! fester Sänger wurde. Nach der Tour zum Album trennten sich Band und Sänger aber wieder, da die musikalischen Vorstellungen doch zu weit auseinander gingen.

In der Folgezeit arbeiteten die Mitglieder von Giardini di Mirò an Soloprojekten. Corrado Nuccini veröffentlichte sein Solodebüt unter dem Namen Nuccini!, Luca di Mira seines als Pillow und Jukka Reverberi veröffentlichte über das Internet einige Tracks als DieStadtDerRomantischePunk. 2005 steuerten GDM die Musik zu dem Film "Sangue" von Libero de Rienzo bei. Außerdem veröffentlichte die Band 2005 und 2006 die EPs North Atlantic Treaty of Love, auf denen auch ein Lied mit Raps von Tom de Geeter von Zucchini Drive enthalten war. Für Zucchini Drive produzierten GdM 2006 das Lied "Painting Things in Harsh Colours".

Nach all diesen Nebenaktivitäten kehrten Giardini di Mirò 2007 wieder zurück zu ihrer eigentlichen Band und schrieben Dividing Opinions, auf dem die beiden Gitarristen der Band erstmals selbst singen. Zwischenzeitlich gab Lorenzo Lanzi seinen Schlagzeughocker an Francesco Donadello ab, der bereits als Aufnahmetechniker mit Gairdini di Mirò gearbeitet hatte. Auf der anschließenden Tour musste der langjährige Aufnahemtechniker und Mischer der Band, Andrea Rovacchi, am Bass für Mirko Venturelli einspringen, da dieser familiär verhindert war.

Bereits 2006 hatten Giardini di Mirò vom Museo Nazionale Del Cinema den Auftrag bekommen, den Stummfilm „Il Fuoco“ von Giovanni Pastrone neu zu vertonen. Während es sich anfangs um eine Livevertonung handelte, beschloss die Band, den Soundtrack zum Film auch auf CD zu veröffentlichen. Das im Gegensatz zu Dividing Opinions wieder ganz instrumentale Album erschien 2009 bei dem kleinen italienischen Label Unhip und im Herbst 2010 auch in Deutschland bei City Centre Offices. Im selben Jahr hat die Band außerdem befreundete italienische Bands zu einer Art Tribute-Album aufgefordert, das unter dem Namen Altri Giardini bei Bandcamp zum kostenlosen Download angeboten wird. Die 6-Track-EP Altrialtri Giardini steht außerdem unter Creative Commons.

Kollaborationen

auf Veröffentlichungen von Giardini di Mirò
auf anderen Veröffentlichungen

Remixe

Diskographie

Alben

Sonstige

Singles/EPs

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts
The Silent Ballet
2004 Hits for broken Hearts and Asses 17

Kompilationsbeiträge

Referenzbands

Yuppie Flu, Mogwai, Godspeed You! Black Emperor

Coverversionen

Giardini di Mirò covern...

Giardini di Mirò werden gecovert von...

Videoclips

2001 Bestes Musikvideo beim M.E.I., Faenza in der Kategorie 'Indie'
2002 Kritiker-Preis beim Fandango Videoclip Festival, Rom
2002 "Bestes Video" beim VideoFreccia Festival, Molinella – Bologna
2004 "1st Prize" beim Short:Time Festival, Berchidda – Sassari
2004 2. Platz beim Musikvideo-Online Award der Kurzfilme Tage Oberhausen

MP3s

  • Post DM von "gdm vs. pmn"
  • Othello von "North Atlantic Treaty Of Love, Part Two"

Videos

Weblinks