Funk

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Abgrenzung
Ursprünge: Soul, Jazz, R'n'B, Rock
Herkunft: USA
Zeitraum: seit den 1960ern
Anders als: Crossover/Funk Metal, Hip Hop, Rio Funk, Afro-Beat

Einführung und Geschichte

1. James Brown, 2. Sly Stone, 3. George Clinton, 4. Bootsy Collins

Funk ist eine Spielart der afroamerikanischen Musik, die sich Ende der Sixties aus Soul, Rhythm and Blues, Gospel, Jazz und Rock entwickelte. Der Schwerpunkt bei Funk liegt auf dem repetitiven Rhythmus, während Melodien und Harmonien in den Hintergrund treten. Oft bestehen Funksongs aus wenigen Akkorden und basieren nicht selten auf Jam Sessions, durch die sie sich vom Soul unterscheiden, dessen Lieder mit komplexen Akkordfolgen auf der Songstruktur des Rhythm and Blues aufbauen. Die wichtigsten Gemeinsamkeiten von Soul- und Funkmusik liegen im häufigen Einsatz von mehrstimmigem Gesang und Blasinstrumenten, die vor allem für die melodische Akzentuierung der Grooves zuständig sind. Charakteristisch für den Funk ist der synkopierte Bass, der das rhythmische Gewicht der Grooves auf die vorgezogene Eins legt. Auf diesem Phänomen baut die für den Funk typische Slap-Technik auf, wobei der Bass nicht gezupft, sondern hart angeschlagen und angerissen wird. Funk gilt auch als Vorläufer für die in den 1970ern entstandene Disco-Musik, da sowohl beim Funk als auch bei Disco die Tanzbarkeit im Vordergrund steht und die einzelnen Stücke bei Bedarf ausgedehnt werden.

Einfluss auf andere Genres

Zwei kleine Innovationen im Funk und Soul Bereich: Carmen Brown & The Elements mit ihrem sechsaitigen Bass nebst tätowierter Drummerin.

Der Funk hat in vielen später entstandenen Genres Spuren hinterlassen. Im Hip Hop wurde er vor allem durch Samples wiederverwertet, z. B. gilt der bei zahlreichen Hip-Hop-Songs verwendete Drumgroove von James Browns Funky Drummer als eines der am häufigesten genutzten Samples der Popgeschichte. Im Rock wurden immer wieder Funkelemente aufgenommen, z. B. durch den Einsatz von Horn Sections berühmter Funkbands wie Tower Of Power oder Arrangements mit Funkrhythmen und Slap-Basslinien, beispielsweise bei den Red Hot Chili Peppers. Bei der Verschmelzung von Funk und Metal bei Bands wie Living Colour und Infectious Grooves sprach man um 1990 von Funk Metal, als später andere Stile wie Hip Hop dazukamen, sprach man von Crossover. Auch im Jazz griffen Musiker wie der Keyboarder Herbie Hancock Funkelemente auf und prägten in den 1970ern den Jazzfunk, der durch Bands wie Defunkt in den 1980ern populär wurde.

P-Funk

P-Funk ist die Abkürzung für George Clintons Bands Parliament und Funkadelic und eine Spielart des Funk als ausuferndes Livehappening. George Clinton prägte den Slogan für die P-Funk Bewegung, die sich Ende der 1960er formierte und 1978 ihren Höhepunkt fand: "I want the bomb, I want the P–Funk, I want my funk uncut." (Parliament).[1] Weitere Interpretationen des Begriffs lauten Pure Funk, Psychedelic Funk oder Plainfield Funk. Die Konzerte verliefen als oft stundenlange Performances mit einer aufwändigen Bühnenshow und eigener Dramaturgie, die Stücke zeichneten sich durch oft minutenlange Solo- und Rhythmuspassagen aus. „Im Jahr 1975 begann die Ära des P-Funk als eine wirkliche spirituelle Form von schwarzer Musik in der Tradition von Jazz, Soul, Reggae oder Gospel.[2] Die Szene ist bis heute nicht nur in den USA ausgesprochen lebendig.

Wichtige Akteure

Wichtige Alben

  • James Brown – Sex Machine (1970)
  • Defunkt – Thermonuclear Sweat (1982)
  • Herbie Hancock – Head Hunters (1973)
  • Isaac Hayes – Shaft (1971)
  • Kool & The Gang – Wild and Peaceful (1974)
  • Curtis Mayfield – Super Fly (Soundtrack zum gleichnamigen Film, 1972)
  • Parliament – Mothership Connection (1975)
  • Sly & The Family Stone – Stand! (1969)
  • Tower Of Power – Tower Of Power (1973)

Labels

Songs zum Thema Funk

Einzelnachweise

  1. George Clinton – Flashlight – Houston 1978 (Teil 2) [1] P-Funk Livespektakel bei Youtube
  2. Artikel P-Funk [2] bei der de.wiki

Weblinks