Fleetwood Mac

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Fleetwood Mac
Fleetwood Mac während der Entstehung ihres Albums "Rumours" von 1977
Fleetwood Mac während der Entstehung ihres Albums "Rumours" von 1977
Herkunft: England/Kalifornien
Aktiver Zeitraum: seit 1967
Genres: Bluesrock, Rock, Pop
Labels: Blue Horizon, Reprise Records, Warner, Sire, CBS, Epic, Sanctuary
Homepage: FleetwoodMac.com
Line-Up:
Stevie Nicks: Gesang (1974-1992, seit 1997)
John McVie: Bass (seit 1968)
Lindsey Buckingham: Gesang, Gitarre (1974–1987, seit 1997)
Mick Fleetwood: Schlagzeug
Ehemalige Mitglieder:
Peter Green: Gitarre (1967–1970)
Bob Brunning: Bass (1967–1968)
Jeremy Spencer: Gitarre (1967–1971)Danny Kirwan: Gitarre (1969–1970)
Christine McVie: Gesang, Keyboards (1970-1998)
Bob Welch: Gitarre, Gesang (1971-1974)
Bob Weston: Gitarre (1972-1974)
Dave Walker: Gitarre, Gesang (1972–1973)
Billy Burnette: Gitarre, Gesang (1987-1995)
Rick Vito: Gitarre, Gesang (1987–1991)
Dave Mason: Gitarre, Gesang (1993-1996)
Bekka Bramlett: Gesang (1992–1995)

Fleetwood Mac wurden 1967 in England als Bluesrockband gegründet und waren bis 1970 in dem Genre erfolgreich. Nach dem Ausstieg von Bandgründer Peter Green und mit den beiden neuen Musikern Lindsay Buckingham und Stevie Nicks wechselte der Stil der Gruppe hin zu Mainstream-orientiertem Pop/Rock und machte Fleetwood Mac zu einer der bestverkaufenden Bands überhaupt.

Bandgeschichte

Die Geschichte von Fleetwood Mac ist eine von der seltenen Art, wo sich eine Band einem kompletten Stil- und Imagewechsel verschrieb und danach noch viel erfolgreicher war als zuvor. Angefangen hatte alles im Blues-begeisterten England der mittleren 1960er, als Acts wie Alexis Korner oder die Bluesbreakers die Szene bestimmten. Im 1967er Lineup des letztgenannten, von John Mayall geleiteten Ensembles spielten auch der Gitarrist Peter Green (als Nachfolger von Eric Clapton), Bassist John McVie und Schlagzeuger Mick Fleetwood mit. Als die Drei ohne ihren Bandleader ein wenig im Studio herumexperimentierten, formierte sich bei Green und Fleetwood der Gedanke, eine eigene Band auf die Beine zu stellen. Nach einigem Zögern schloss sich der ebenfalls eingeladene McVie der Truppe an, und mit dem zweiten Gitarristen Jeremy Spencer war das erste Lineup der (nach den Nachnamen der Rhythmussektion) Fleetwood Mac getauften Band komplett. Nach ersten Liveauftritten erschien 1968 das noch stark Blues-lastige Debütalbum "Peter Green's Fleetwood Mac" und wurde, unterstützt durch die Single Black Magic Woman (das später ein noch größerer Hit für Santana werden sollte) gleich ein Charterfolg. Noch im selben Jahr erschien der Nachfolger "Mr. Wonderful", wobei das Lineup durch John McVies zukünftige Ehefrau Christine, die fortan die Keyboards bediente und sang, sowie den erst achtzehnjährigen Gitarristen Danny Kirwan verstärkt wurde. In dieser Besetzung entstanden weitere Alben und Hits wie das träumerische Instrumental Albatross, das zum bislang größten Charterfolg für die Band wurde. Allerdings begann sich der geistige und gesundheitliche Zustand von Peter Green durch Drogen und psychische Probleme immer mehr zu verschlechtern, und nach den Aufnahmen zum Album "The Green Manalishi (With the Two-Prong Crown)" 1970 verließ der bereits ziemlich verwirrte Gitarrist die Band.

Es foglte eine Phase der personellen und stilistischen Unsicherheit, die sich in Alben wie "Future Games" niederschlug. Generell war mit Green jedoch der Blues aus dem Bandsound verschwunden und eine grobe Stiländerung in Richtung Pop und Rock eingeschlagen worden. Ansonsten machten Fleetwood Mac bis 1975 eher durch Klatsch wie den ständigen Ehekrach zwischen den McVies und der bizarren Episode der "Fake Mac" von sich reden – Letztere eine Aktion ihres (bald ehemaligen) Managers Clifford Davis, der einfach behauptete, die Rechte am Bandnamen zu besitzen, und eine völlig neue Band unter dem Namen Fleetwood Mac aufstellte.

Es musste erst per Zufall das kalifornische Singer/Songwriter-Duo Lindsey Buckingham und Stevie Nicks zur angeschlagenen Ex-Blues-Band stoßen, bevor der Erfolg wieder mit voller Wucht zu Fleetwood Mac zurückkam. Nachdem der zwischenzeitliche Gitarrist Bob Welch aufgrund der allgemeinen Anstrengungen und Rückschläge die Band verlassen hatte, stieß Mick Fleetwood bei der Suche nach auf besagtes Pärchen, das sich zuvor selbst mit mäßigem Erfolg in der Popszene versucht hatte. Als Quintett, bestehend aus Fleetwood, den McVies sowie den beiden Neuzugängen, nahm die Band 1975 das Album "Fleetwood Mac" auf, das mit Over My Head, Rhiannon und Landslide mehrere große Singlehits im Gepäck hatte und der Gruppe den ersten US-Nummer-Eins-Hit bescherte. Die internen Spannnungen – die McVies ließen sich scheiden; Stevie Nicks verließ Lindsey Buckingham zugunsten von Mick Fleetwood, dazu kamen jede Menge Drogen – wurden dadurch allerdings nicht geringer, doch entschlossen sich die Musiker, genau dies zum Thema ihres nächsten Albums zu machen, und genau diese Strategie machte "Rumours" 1977 zum Welterfolg. Gestützt von den Auskopplungen Go Your Own Way, Dreams und Don't Stop verkaufte sich die Platte weltweit mehr als dreißig Millionen Mal und etablierte Fleetwood Mac endgültig als eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten. Allerdings wollte Buckingham, der maßgeblichen Anteil am aufgefrischten Bandsound hatte, auf der folgenden Platte noch mehr Experimente wagen, was die Plattenkäufer jedoch nicht honorierten und das Doppelalbum "Tusk" 1979 "nur noch" vier Millionen Mal kauften. Die Platte mit ihrer Mischung aus Country-, Rock- und New Wave-Elementen ist im Laufe der Zeit jedoch zu einem Kritikerliebling geworden und wurde von Camper Van Beethoven auch vollständig gecovert. "Mirage" von 1982 fiel dann auch wieder leichtverdaulicher aus, konnte aber trotz voller Konzertsäle auf der begleitenden Tour den Erfolg von "Rumours" ebenfalls nicht wiederholen, und 1984 nahm sich die Band eine mehrjährige Auszeit. 1987 gelang mit "Tango in the Night" und der Single Little Lies noch mal ein Hit, doch verließ Buckingham die Band danach im Streit.

In den folgenden zehn Jahren wiederholte sich die Post-Peter-Green-Phase des Suchens nach neuen musikalischen und personellen Inhalten, und auch hier kam die Rückkehr zu altem Erfolg erst wieder, als sich das 1975er-Erfolgsquintett 1995 vollständig reformierte. (Eine einmalige Reunion hatte zuvor 1993 anlässlich Bill Clintons Einführungsball stattgefunden, worum der US-Präsident die Musiker persönlich gebeten hatte.) Dies war allerdings auch kein Fahrschein für die Ewigkeit, denn 1998 hatte Christine McVie endgültig keine Lust mehr auf Fleetwood Mac. Eine Zeitlang wurde Sheryl Crow als Ersatz für McVie gehandelt, was jedoch nicht in die Tat umgesetzt wurde. Mick Fleetwood, John McVie, Lindsey Buckingham und Stevie Nicks touren aber dennoch als Fleetwood Mac weiter durch die Welt und füllen Konzertsäle.

Diskographie

Alben
  • 1968 Peter Green's Fleetwood Mac
  • 1968 Mr. Wonderful
  • 1969 English Rose
  • 1969 The Pious Bird of Good Omen
  • 1969 Then Play On
  • 1970 The Green Manalishi (With the Two-Prong Crown)
  • 1970 Kiln House
  • 1971 Future Games
  • 1972 Bare Trees
  • 1973 Mystery to Me
  • 1973 Penguin
  • 1974 Heroes Are Hard to Find
  • 1975 Fleetwood Mac
  • 1977 Rumours
  • 1979 Tusk
  • 1982 Mirage
  • 1987 Tango in the Night
  • 1990 Behind the Mask
  • 1995 Time
  • 1997 The Dance
  • 2003 Say You Will

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts
Musikexpress
1987 Tango in the Night ohne Rang

All-Time-Charts

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Rumours
Tusk
Dreams (Song)

Referenzbands

Coverversionen

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Tribute-Alben

Weblinks