Fire Ants

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Fire Ants
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: 19911993
Genres: Grunge
Labels: Dekema Records
Homepage: Profil bei MySpace
Line-Up:
Lee Compton: Gesang (1993)
Kevin Wood: Gitarre
Dan McDonald: Bass
Chad Channing: Schlagzeug
Ehemalige Mitglieder:
Brian Wood: Gesang (1991-1993)

Fire Ants waren eine der ersten Grunge-Supergruppen aus Seattle, die sich aus ehemaligen Mitgliedern von Malfunkshun und Nirvana zusammensetzte. Sie existierten von 1991 bis 1993.

Bandgeschichte

Der Ursprung der Fire Ants datiert auf die Ereignisse des Jahres 1990, als der vormalige Malfunkshun- und Mother Love Bone-Sänger Andrew Wood aufgrund einer Drogenüberdosis das Zeitliche gesegnet und damit die gesamte Musikszene von Seattle in Schockstarre versetzt hatte.[1] Woods ehemalige MLB-Kollegen Stone Gossard, Jeff Ament, Bruce Fairweather und Greg Gilmore versuchten neben der Trauerarbeit auch musikalisch wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Während es bei Gilomore und Fairweather lediglich zu den kurzlebigen Blind Horse reichte, entstand bei Ament und Gossard nach dem Andy-Tribute Temple of the Dog unter kreativer Leitung des Soundgarden-Sängers Chris Cornell schließlich die unglaublich erfolgreichen Pearl Jam, welche mit neuem Sänger Eddie Vedder (auch schon an Temple of the Dog beteiligt) und dem Debütalbum "Ten" zu Megastars der anbrechenden Grunge-Ära werden sollten.

Der an diesen Projekten nicht beteiligte ältere Bruder Andy Woods, Kevin Wood, der zuvor aber mit ihm und Regan Hagar in den wegweisenden Malfunkshun gespielt hatte, suchte sich einen eigenen Weg, nach dem Verlust seines Bruders künstlerisch wieder Fuß zu fassen. Sein erster Kompagnon bei diesem Vorhaben war der vormalige Native Messiah- und Strait Face-Bassist Dan McDonald, und als Dritter im Bunde stieß der just aus den zukünftigen Megasellern Nirvana ausgestiegene Schlagzeuger Chad Channing hinzu. Nun wurde noch ein Sänger gebraucht, und nach längerem Suchen – unter anderem bewarb sich Tom Mick von Feast für den Posten hinter dem Mikro – fand sich ausgerechnet der dritte Wood-Bruder Brian Wood als Vokalist ein.[2]. Die Band spielte eine bluesige Mischung aus Grunge- und Metaleinflüssen und erwarb sich rasch einen Status als exzellente Liveband, die unter anderem mit Soundgarden die Bühne teilte.

Eine erste 7"-Single mit dem treffenden Namen "Ant Acid" erschien 1992 auf Dekema Records, bald gefolgt von der von Jack Endino produzierten 6-Track-EP "Stripped". Auf beiden Platten war der Track 100 Wives enthalten, der rasch zu einem lokalen Radiohit wurde und die damals ohnehin extrem auf Seattle sensibilisierten Majorlabels auf die Fire Ants aufmerksam werden ließ. Die folgende Vertragsschlacht bewirkte in Zusammenhang mit allerlei hässlichen Businessentscheidungen aber letztlich das Ende der Band, die 1993 auseinanderbrach, ohne eine weitere Platte aufgenommen zu haben. Kevin und Brian Wood – der kurz vor der Bandauflösung noch von Lee Compton ersetzt worden war – gründeten noch im selben Jahr die garagigen Devilhead, während Dan McDonald und Chad Channing mit The Methodists eher in der Powerpop-Ecke weitermachten. Die "Ant Acid"-Single wurde im Jahr 2007 wiederveröffentlicht.[3]

Diskographie

Singles/EPs

Referenzbands

Weblinks

Quellen

  1. Bandbio bei MySpace
  2. "Intrigue and Incest: Pearl Jam and the Secret History of Seattle" (Artikel aus Goldmine vom 20. August 1993, aufgerufen bei fivehorizons.com)
  3. Ankündigung bei pr.com vom 21. August 2007