Feast

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Feast
Feast 2011(v.l. Reed Hutchinson, Thomas Mick, Dan Blossom)
Feast 2011
(v.l. Reed Hutchinson, Thomas Mick, Dan Blossom)
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: 19831988, seit 2010
Genres: Grunge
Homepage: FeastRocks.com
Line-Up:
Thomas Mick: Gesang, Saxophon
Dan Blossom: Gitarre
Reed Hutchinson: Gitarre
Scott Boggan: Bass
Rolf Berteig: Schlagzeug
Ehemalige Mitglieder:
Jane Higgins: Bass
Pony Maurice: Gesang
Kevin Evans: Gesang
Darryl Peters: Gitarre
Dan Peters: Schlagzeug

Feast sind eine Band aus Seattle und wurden 1984 als Feast of Friends gegründet. Sie waren eine der bekanntesten Gruppen der Prä-Sub Pop-Szene der Stadt, lösten sich 1988 jedoch auf, bevor offizielle Aufnahmen gemacht wurden. Ihr Schlagzeuger Dan Peters ist seitdem Mudhoney-Mitglied; seit 2010 tritt die Band wieder auf und bringt im Oktober 2012 ihr Debütalbum heraus.

Bandgeschichte

In Snoqualmie, einer kleinen Stadt im Nirgendwo des US-Bundesstaats Washington, fanden sich um 1983 drei junge Leute namens Dan Blossom, Jane Higgins und Thomas Mick zusammen, um eine von Gothic, Metal und Punk beeinflusste Band namens Feast of Friends zu gründen. Bald nach Gründung brach man allerdings nach Seattle auf, um dort in der aufblühenden Underground-Musikszene mitzumischen. Hier erweiterte sich auch das Lineup zunächst um diverse zeitweilige Mitglieder – darunter Pony Maurice von Mental Mannequin und Sleeping Movement – bis schließlich Reed Hutchinson und Dan Peters (zeitgleich auch bei Bundle of Hiss am Schlagzeug) die sich mittlerweile nur noch Feast nennende Band vervollständigten. In der Post-Punk- und Proto-Grunge-Szene von Seattle erspielten sich Feast einen festen Platz und traten mit anderen Kultbands jener Tage wie Vexed, H-Hour, Pure Joy und Room Nine auf, aus denen bis 1990 bekanntere Ensembles wie TAD, Flop und Love Battery hervorgehen sollten. Um 1986 herum galten Feast laut Jack Endino gar als "the biggest band in Seattle", wurden von Bruce Pavitt mit dem Urteil "Feast rock like motherfuckers" gelobt und spielten als Headliner vor späteren Stars wie Soundgarden.[1] Unter der Leitung von Gordon Raphael (Colour Twigs, Mental Mannequin und sehr viel später Strokes-Produzent) produzierte die Band ein aufwändig verpacktes Promo-Demotape, von dem ausgerechnet das Led Zeppelin-Cover Immigrant Song auch auf der sagenumwobenen Seattle-Demo-Tapekompilation "Bands That Will Make Money" auftauchte. Bevor es jedoch zu richtigen Plattenaufnahmen kommen konnte, hatten sich die Musiker zerstritten, so dass Feast sich Anfang 1988 auflösten. Drummer Dan Peters wechselte danach zu Mudhoney, wo er bis heute spielt.

Im Jahr 2010 taten sich Feast in der Besetzung Mick/Blossom/Hutchinson/Peters für diverse Reunion-Konzerte zusammen, bei denen Jane Higgins allerdings nicht Teil der Band war. Seitdem tritt die Band regelmäßig live auf, zuletzt mit dem Schlagzeuger Rolf Berteig anstelle von Peters sowie dem langjährigen Bandfreund Scott Boggan (Room Nine, Down With People) am Bass. Im Juli 2011 gingen Feast mit Jack Endino für neue Aufnahmen ins Studio, die schließlich im Release des selbstbetitelten Debütalbums im Oktober 2012 mündeten. Neben sieben Eigenkompositionen fand sich darauf auch eine The Fall-Coverversion des Stücks Frightened.

Diskographie

Alben
  • 2012 Feast (CD, Eigenvertrieb)
Sonstige
  • 1986 Feast (Demotape, Eigenvertrieb)

Weblinks

Quellen

  1. Clark Humphrey : Loser. The Real Seattle Music Story. Updated Second Edition. Seattle 1999, S.85f.