Elliott Smith

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Elliott Smith
Elliott Smith bei seinem letzten Auftritt in New York
Elliott Smith bei seinem letzten Auftritt in New York
Herkunft: Ohama, Nebraska, USA
Geboren: 6. August 1969
Gestorben: 21. Oktober 2003
Aktiver Zeitraum: Ende der 1980er Jahre bis 2003
Genres: Singer/Songwriter, Folk, Indie-Pop
Instrumente: Gesang, Gitarre, Klavier, Klarinette, Bass, Schlagzeug, Mundharmonika
Labels: Cavity Search
Kill Rock Stars
DreamWorks
Domino
Homepage: SweetAdeline.net – offizielle Site
Bands:
Heatmiser (bis 1996)

Der Singer/Songwriter Elliott Smith spielt zunächst in der Band Heatmiser, erlangt aber erst als Solokünstler wirklichen Ruhm, vor allem nach seiner Oscar-Nominierung für das Lied Miss Misery aus dem Film Good Will Hunting 1998. Am 21. Oktober 2003 stirbt er durch mehrere Stiche in die Brust. Die Wunden deuten auf einen Selbstmord, der nach einer Auseinandersetzung mit seiner Freundin passiert sein soll.

"Smith's primary instrument was the guitar, though he was also proficient with piano, clarinet, bass guitar, drums, and harmonica. Smith had a distinctive vocal style, characterized by his ‘whispery, spiderweb-thin delivery’ and used multi-tracking to create vocal layers, textures, and harmonies."[1]

Biografie

Elliott Smith wird am 6. August 1969 in Omaha, Nebraska geboren. Seine Eltern, Bunny und Gary Smith, trennen sich ein Jahr später und Bunny zieht mit Elliott nach Duncanville, Texas, in der Nähe von Dallas. Sein Vater ist Psychiater, Elliott wird religiös erzogen, was ihn auch mit Musik in Kontakt bringt. Mit neun beginnt er Klavierunterricht zu nehmen. Sein Lehrer bringt ihm seinen Glauben zur Musik nahe und er fängt an, sich Platten zu kaufen und heimlich zu hören. Mit zehn schreibt er ein eigenes Klavierstück namens Fantasy, das er auf einem Kunstfestival in Duncanville aufführt und dafür einen Preis bekommt. Sein Vater schenkt ihm mit zwölf seine erste Gitarre und er übt sich im Fingerpicking.

Mit vierzehn kommt er zum ersten Mal mit Marihuana in Kontakt. Zur selben Zeit beginnt er zuhause in seinem Zimmer, erste Songs aufzunehmen. Mit sechzehn entscheidet er sich, bei seinem Vater in Portland, Oregon, zu leben. Mit Freunden gründet er auf der High School eine erste Band namens Stranger Than Fiction. Die Band hält sich nicht lange, aber sie hilft ihm, sich auf seinem Weg zum Musiker zu orientieren. Zu dieser Zeit eignet er sich den Vornamen Elliott an, weil seine Freunde ihn so nennen, da er seinen wirklichen Vornamen Steven nicht mag. Nach seinem Abschluss schreibt er sich am Hampshire College ein, wo er Neil Gust kennenlernt, mit dem er dann 1992 die Band Heatmiser gründet. Auch wenn die Band einen gewissen Erfolg hat, fühlt Smith sich nicht wirklich wohl, weil die Musik der Band sich zu sehr von seinen eigenen Versuchen als Songwriter unterscheidet und hauptsächlich lauten Rock spielt.

1994 erscheint Elliott Smiths erstes Solo-Album Roman Candle, nachdem der Manager von Heatmiser, der Fotograf JJ Gonson, ein Tape an einen Produzenten bei Cavity Search Records sendet. 1995 folgt mit Elliott Smith das zweite Album, das beim Label Kill Rock Stars erscheint. Trotz seiner Erfolge spielt er weiter bei Heatmiser mit und die Band unterzeichnet einen Vertrag beim Major Virgin. Doch die Band zerstreitet sich und löst sich schließlich auf. Smith konzentriert sich von da an auf seine Solokarriere. 1997 wird in vielerlei Hinsicht zu einem wichtigen Jahr für Elliott Smith. Er arbeitet an seinem dritten Album, Either/Or, und der Titel spiegelt Smiths von Depressionen, Alkohol und Drogen geprägte innere Zerrissenheit wider. Ein Sprung von einer Klippe, bei dem er unbeschadet davonkommt, führt dazu, dass ihn einige seiner besten Freunde in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen. Either/Or erscheint, aber Smiths Leben beruhigt sich nicht. Die Mischung aus Alkohol und Antidepressiva, dazu Kneipenschlägereien, führen zu weiteren Einweisungen, mit denen er nicht einverstanden ist.

Als Gus van Sant ihn bittet, Songs von Either/Or für seinen Film Good Will Hunting verwenden zu dürfen, willigt Smith ein und schreibt sogar ein neues Lied, Miss Misery, für den Film. Die Oscar-Nominierung ist für alle eine große Überraschung und sein Auftritt zwischen Trisha Yearwood und Celine Dion wird nicht nur von ihm als surreal und bizarr empfunden. Kurz zuvor hat er beim Major DreamWorks unterschrieben und bringt 1998 dort sein viertes Album XO heraus. 1999 nimmt er für den Film American Beauty das Beatles-Cover Because auf. 2000 folgt das Album Figure 8, mit dem sich Elliott Smith als Singer/Songwriter in der Indieszene fest etabliert. Während der Arbeiten an seinem nächsten Album, nimmt sich Elliott Smith am 21. Oktober 2003 das Leben, indem er sich einen Dolch ins Herz sticht. Ein Jahr nach seinem Tod bringen Bekannte und Familienmitglieder das von Smith fast vollendete Album heraus, das bei Domino erscheint. From A Basement On The Hill ist das Testament eines tragischen Musikers, Thees Uhlmann verwendet folgende Worte in seiner Rezension im Musikexpress: "Warum soll man auch noch weiter über Musik schreiben, wenn Elliott Smith tot ist?"

Weitere drei Jahre nach dem Erscheinen von From A Basement On The Hill veröffentlicht Elliotts altes Label Kill Rock Stars ein Compilation-Album mit dem Namen New Moon, das unveröffentlichte Demoaufnahmen aus Elliotts Zeit bei Kill Rock Stars beinhaltet. Das Albumcover wird von einem Künstler aus Portland gestaltet, im dazugehörigen Booklet beschreiben enge Freunde Elliotts Situationen und Eindrücke, die sie mit dem Musiker erlebt haben. Ein Teil der Verkaufserlöse aus New Moon wird an eine gemeinnützige Organisation in Portland gestiftet, die Elliott zu Lebzeiten wichtig war.

Kollaborationen

Diskografie

Alben

Singles/EPs

Compilations

Kompilationsbeiträge

Charts

Jahr Titel Charts
D US US Independent UK A CH S F NOR FIN NZ
1998 XO - 104 - - - - - - - - -
2000 Figure 8 - 99 - - - - 44 45 29 - -
2004 From A Basement On The Hill 89 19
1
- - - 52 45 37 - -
2007 New Moon - 24
1
39 - - 48 81 - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Spex Musikexpress Intro Rolling Stone Visions Les Inrocks Spex Musikexpress Intro Rolling Stone Visions Les Inrocks
1998 Either/Or
6
8
-
-
3
-
-
18 - - 17 - -
1998 XO
32
-
48
-
20
-
9
- - - - - 2
2000 Figure 8
17
60
34
-
9
-
8
- - - 19 - -
2004 From A Basement On The Hill
24
-
4
48
14
19
-
28 5 30 11 28 -
Singles
1998 The Ballad Of Big Nothing
13
38
-
-
-
-
-
- - - - - -
2000 Son Of Sam
34
-
-
-
-
-
-
- - - 21 - -
2000 Happiness
-
-
-
-
-
-
41
- - - - - -
2003 Pretty (Ugly Before)
28
-
-
-
-
-
-
- - - - - -

All-Time-Charts

Either/Or

XO

Figure 8

The Top 500 Tracks of the 2000s (Pitchfork, 2009)

  • 236 A Distorted Reality Is Now a Necessity to Be Free (7" Version)
  • 364 Everything Reminds Me of Her

Referenzbands

Trivia

  • Ben Folds widmet ihm den Song Late auf seinem Album "Songs for Silverman": "The songs you wrote got me through a lot / Just wanna tell you that / But it's too late."
  • Badly Drawn Boy widmet ihm sein Album "One Plus One Is One".
  • Die Bananafishbones widmen ihm ihr Album "36m²" und erwähnen seinen Tod in Clue: "Elliott Smith is over there / with a knife in his chest and blood in his black hair / and I see him smoking Winston cigarettes."
  • Ron Sexsmith widmet ihm sein Album "Retriever".
  • Tomte singen in Wie siehts aus in Hamburg: "Alle zwanzig Minuten denkst du an Elliott Smith".

Coverversionen

Elliott Smith covert...

Elliott Smith wird gecovert von ...

A Tribute To Elliott Smith
To: Elliott From: Portland

Videoclips

Einzelnachweise

  1. Artikel Elliott Smith [1] bei der en.wiki

Weblinks