EP

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

EP steht für Extended Play und bezeichnete ursprünglich eine Vinyl-Single, auf der mehr als zwei Lieder zu finden waren. Der Begriff ist mit dem Aufkommen von CDs weitaus schwammiger geworden, sodass heutzutage alles als EP gilt, was länger als eine Single und kürzer als ein Album ist.

Nach heutigem Verständnis befinden sich auf einer EP üblicherweise vier bis sieben verschiedene Songs und sie ist zwischen 15 und 20 Minuten lang. Solche EPs erscheinen häufig als erste Veröffentlichungen von Künstlern (z.B. Black Rebel Motorcycle Club, Kaiser Chiefs oder TV On The Radio) oder als Veröffentlichungen, die zwischen zwei Alben erscheinen (z.B. Radiohead, John Frusciante, The Libertines oder The Futureheads).

Im elektronischen Bereich wird zwischen 12"s und EPs unterschieden, wobei erstere meist wie 7"-Singles nur zwei Stücke (mit 45rpm), letztere mehr enthalten.

Im Großen und Ganzen besteht aber kein definites Abgrenzungsmerkmal, und so werden alle möglichen Arten von Veröffentlichungen als EPs bezeichnet, da der Begriff am ehesten in seiner Funktion als Mittelweg zwischen Single und Album (unabhängig von seiner Länge oder Trackanzahl) betrachtet wird. Dies erklärt auch, warum EPs sowohl in Single- als auch in Albumcharts auftauchen können. Überhaupt ist die Verkaufsstrategie großer Warenhäuser und der Labels selbst in diesem Punkt sehr konfus. So landen EP's bekannter (oder vielmehr bekannt gewordener) Bands schnell im Albenbereich und kosten um die neun Euro, hingegen mainstreamtechnisch eher unbekanntere Bands ihren EPs gleicher Größe preistechnisch eher günstig als Singles verkaufen. Oft tragen EP-Veröffentlichungen auch das "EP" im Titel oder werden gar mit einem "The" eingeleitet. Manchmal bezeichnet man EPs auch als "Mini-Alben". Desweiteren gibt es sogenannte Split-EPs bei welchen zumeist 2 befreundete Bands jeweils eine Hälfte der jeweiligen Platte aufnehmen.

Gerade im Moment sei dem Konsumenten die EP ans Herz gelegt, da beinahe jede "Indieband" mittlerweile ihre Singleauskopplungen als EP veröffentlicht. Dabei liegt das Augenmerk neben den B-Seiten, vor Allem auf interessanten Coverversionen anderer Werke oder Liveaufnahmen.