Dubstep

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Dubstep ist ein Genre der Elektronischen Tanzmusik, das um die Jahrtausendwende herum im Süden Londons entstanden ist.

Geschichte

Dubstep entstand ebenso wie Grime aus dem UK Garage heraus, wobei Grime eher auf Raps und Dancehall fokussierte. Beim Dubstep hingegen steht der DJ im Mittelpunkt (weshalb die Musik meist keine Lyrics enthält). In anderen Ländern, auch den USA, wird Dubstep oft mit regionalen Stilen und Substilen vermischt, etwa mit dem Dirty South in den Südstaaten der USA. Innerhalb kurzer Zeit hat der Dubstep auch den Two Step abgelöst. Als Ursprung der Dubstep-Bewegung werden die Londoner Clubnächte FWD>> („forward“, hier soll der Begriff Dubstep entstanden sein) und DMZ genannt. Als 2006 in England der BBC1 eine Sendung über Dubstep machte, erfuhr das Genre einen starken Popularitätsschub im Vereinigten Königreich. Zuvor hatte es sich über Piratenradiosender in den englischen Großstädten bereits eine gewisse Hörerschaft erschlossen. Die größte Verbreitung fand die Musik jedoch vor allem mithilfe des Internets in Blogs und Foren. Seit 2008 gibt es den sogenannten Wonky als Substil.[1] Im Laufe der Zeit hat sich Dubstep in vielen Ländern weiter verbreitet, so dass etwa in Köln unter dem Namen No Partial Dubstep-Parties stattfanden, in diversen anderen großen Städten ebenso. Desweiteren entstanden und entstehen weltweit neue Labels. Es gab auch Berührungen zwischen Dubstep und Minimal Techno, Minimal-Musiker wie etwa Ricardo Villalobos fertigen Remixe von Dubstep-Tracks an oder umgekehrt. Ihr Zentrum hat die Dubstep-Clubszene in Großbritannien. Seit 2010 ist die Szene auch in den Charts präsent. So zum Beispiel mit Magnetic Man, Rusko, Katy B und DJ Fresh. Ein Dubstep-Mainstream beginnt sich seitdem von einem Underground abzuheben – seit Anfang 2011 ist der Begriff Post-Dubstep umläufig. Dazu gehören Musiker, wie James Blake, Gemini, Joy Orbinson, Jamie xx, SBTRKT, Darkstar, Mount Kimble, XXYYXX und viele weitere. Ebenfalls seit 2011 ist Dubstep auch in den USA unter dem Namen Brostep populär, eine weitere Abspaltung in Richtung Metal nennt sich Metalstep.[2]

Tracklist:

  • Kerli - Army Of Love (Centron Remix)
  • Feed Me - Pink Lady
  • Arion - Pokemon (Dubstep Remix)
  • DJ Sneak Southern Boy (12th Planet & Flinch Remix)
  • Spor - Pacifica (Chasing Shadows Remix)
  • Blame ft. Camilla Marie - Star (Doctor P Remix)
  • Emalkay - Massive
  • Skrillex - Ruffneck (FULL Flex Remix)

Sound

Dubstep pegelt sich in der Regel bei etwa 140 bpm ein, wobei die Musik oft langsamer anmutet. Tiefe Basslines, sowie ein düsterer, postapokalyptischer Sound sind charakteristisch für das Genre. Teilweise vermittelt Dubstep ein Gefühl urbaner Beklommenheit, wenn etwa Londoner oder Bristoler Dubstep-Musiker hauptsächlich soziale Stimmungen mit ihrer Musik transportieren wollen. Es kann behauptet werden, dass es beim Dubstep vor allem um die physische Erfahrung der Musik geht, das Live-Erlebnis also um einiges wichtiger ist als das Hören eines Dubstep-Albums oder -Samplers. Bei der Produktion werden hauptsächlich zwei Effekte verwendet, das Morphen und das Warpen.[3][4] Ein weiteres Merkmal sind Wobble-Basslines. Triolen, Shuffles und Synkopen sind üblich. Im Vordergrund steht die Bassbearbeitung. Dubstep ist eine der ersten Musikrichtungen, die hauptsächlich über das Internet bekannt geworden sind. Das typischste Element des Dubstep sind, neben der Basslastigkeit und den kurzen, gechoppten rhythmischen Motiven, Sägezahnklänge von, aus den Basslines entlehnten, Synths in den tiefen Mitten, die dem Hörer sozusagen ins Gesicht schreien.

Verwandte Genres

Grime, UK Garage, Jungle, Drum and Bass, Dub, Minimal Techno, Hip-Hop, Post-Hip-Hop, Post-Techno, Post-Dubstep.

Wichtige Vertreter

Burial, Coki und Mala (zusammen: Digital Mystikz), Skream, Skrillex, Son of Kick, Kode9, Shackleton, Loefah, Distance, Pinch, The Bug und weitere. In Deutschland: Zedd, Ghosthack, INFRA, Quio, Sven Weisemann, Tua, D-Bo und weitere.

Labels

Planet Mu, Tempa, Hyperdub, DMZ, Tectonic, Skull Disco und weitere.

Dokumentationen

2010: Bassweight (Regie: Suridh Hassan)

Subgenres

Ghost Step, Brostep.

Einzelnachweise

  1. Artikel Wonky [1] bei der de.wiki
  2. Artikel Dubstep [2] bei der en.wiki
  3. Artikel Morphing [3] bei der de.wiki
  4. How to Make Dubstep part 1/5 – Beat Warping in Ableton (2011) [4] bei Vimeo

Weblinks

  • Weiterführender Artikel Dubstep [5] bei der de.wiki
  • Englisches Forum zum Thema Dubstep [6] bei dubstepforum.com
  • Blackdown – Blackdown dubstep..grime..uk funky..comment..culture [7] Londoner Blog zu Dubstep bei blackdownsoundboy.blogspot.com
  • Olaf KarnikBass ist die Massage. Dubstep (2007) [8] bei der Intro
  • Minimal vs Dubstep. Der große Rundumschlag in der De:Bug (2007) [9] bei der De:Bug
  • Kurzes Videoreferat Dub Step Referat (2012} [10] mit Musikbeispielen aus UK Garage, 2Step und Dubstep bei Youtube, Uploader: Artur Bernhardt
  • Computer Music Specials – What is bass music? From drum 'n' bass to trap, we chart the rise of EDM's hottest genre (2013) [11] ausführlich auch zum Dubstep bei musicradar.com

Links im November 2017.