Drone

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Als Drone oder Bordun (in der Übersetzung brummen, dröhnen, summen, herleiern, eintönig reden, arch.: Burden) bezeichnet man in der Musik den gleichbleibenden Grundton eines Instrumentes als Begleitung zu einem Melodiespiel. Dabei kann das Drone sowohl integraler Bestandteil eines Instrumentes sein, also ein Instrument so gebaut sein, dass, egal welche Melodie man spielt, ein gleichbleibender Grundton vorhanden ist (z.b. bei der Sackpfeife, der Sitar oder Gitarrenvarianten mit Resonanzsaiten), oder es kann als kompositorisches Element erzeugt werden (so im 5. Satz von Ludwig van Beethovens 6. Sinfonie).

Faszination Drone

Drone-Musik hat wenig mit klassischen Songstrukturen, Tonleitern oder Rhythmen zu tun und ist dementsprechend eine sehr progressive und experimentelle Art von Musik. Die Musik ist minimalistisch, wo die Faszination am Drone-Rock vor allem im stehenden Ton liegt, also in ewig ausklingenden Gitarren, die oftmals noch durch Feedback-, Echo- oder Hall-Effekte verstärkt werden. Wohl am wichtigsten für den Klang sind die verwendeten Verstärker. So werden oft Gitarren an Bass-Verstärker angeschlossen um den typischen Drone-Sound zu erreichen.
Die radikale Langsamkeit im Drone fordert dem Musiker viel Konzentration ab und erzeugt, zusammen mit tieffrequenten Tönen, in der Musik eine düstere Stimmung, die Hörer in Trance versetzen kann und Drone als eine Art rituelle Musik erscheinen lässt. Desweiteren sind Drone-Stücke kaum reproduzierbar, da sie äußerst situationsbedingt sind und ihr jeweiliger Klang von vielen Faktoren abhängig ist. Es handelt sich daher in der Drone-Musik meist nicht um durchkomponierte Stücke, sondern um Momentaufnahmen, ähnlich wie beim Freejazz oder Krautrock.

Bordun

Der Begriff Bordun wird hauptsächlich in der klassischen und neuen Musik verwendet. In klassischer Musik werden Borduntöne nicht so oft verwendet, weil selten eine befriedigende Stimmstabilität lang ausklingender Töne vorliegt, wodurch sich Disharmonien ergeben können. In neuerer Musik können solche Disharmonien gezielt berücksichtigt werden.[1] Insbesondere die Minimalisten des San Francisco Tape Music Centers verwenden seit den 1960er Jahren Drones im Sinne von Bordunen. In der Elektronischen Musik werden Bordune oder Drones zumeist mit Rücksicht auf niedrigfrequente Schwingungen ausgearbeitet.

:zoviet*france: - Cyclonic Sub Alien (1993)

Drone als Genre

Vom bleibenden Ton leitet sich die Bezeichnung Drone als Genrebezeichnung für verschiedene Spielarten, vor allem des Metal als Drone-Metal oder Drone-Doom-Metal, ab. Drone ist dort oft auf dröhnende Rückkopplungen und tieffrequente, oktavierte Bassfrequenzen reduziert sowie schlagzeug- und gesangslos. Stark inspiriert ist das Genre vom langsamen Doom Metal, aber mit einem stärkeren Fokus auf Ambient-Klängen und Klanglandschaften oder Klangskulpturen.

Bands

Asva, Bee Queen, Wolf Eyes, Boris, Black Shape of Nexus, Brume, Richard Chartier, Éliane Radigue, Kevin Drumm, David Jackman, SHRUBBN!!, David Lee Myers, Zbigniew Karkowski, William Basinski, Merzbow, Tod Dockstader, Earth, Glenn Branca, Inade, Kallabris, Khanate, Maeror Tri, Om, Stillupsteypa, Sunn O))), Troum, Zoviet France und viele weitere ...

Musik

In der Visions-Ausgabe vom Dezember 2005 befindet sich ein Special zum Thema Drone Rock. Dabei sind folgende 10 Platten als Vorzeigewerke des Drone aufgelistet:

Labels

Musiker

Literatur

Einzelnachweise

  1. Artikel Drone (Music) bei der en.wiki

Weblinks

  • Artikel Drone music [4] als Genre bei der en,wiki
  • Artikel Drone (music) [5] als Technik und Methode bei der en,wiki

Einzelnachweise und Weblinks am 26. Dezember 2015.