Diskussion:Müll Records

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Jungfrauenmaschine

Selbst wenn man behauptet, dass das Video zu "Jungfrauenmaschine" im Grunde die Essenz des altbekannten Filmklassikers "Easy Rider" darstellt, kann man die allgegenwärtige Ideenebbe in dieser arg in die Länge gezogenen Clipschleife nicht überdecken. Waren es denn die einzigen Motorradaufnahmen, die zur Verfügung standen? Sollten vielleicht auch noch einige moderne Kommunikationsmittel oder Sexspielzeuge eingeblendet werden? Ich habe die ältere Rhythmusmaschine, die dort zu hören ist, eigentlich sehr lieb! Radunze (Diskussion) 12:05, 5. Mai 2019 (CEST)---

Das ist der Oberheim DX, mit dem New Order auch Blue Monday gemacht haben, eine schwere Maschine, was zu hören ist. Die Visuals sind als Loop angelegt, weil sonst weniger auf die Musik gehört wird. Die Motorradszene ist für die Stimmung im ganzen Film bezeichnend. Also Hallo! und danke für das kurze Review.--UU-ji (Diskussion) 13:48, 5. Mai 2019 (CEST)
Hier ist ein sehr informierter Artikel zum Oberheim: Chris Pfeil – Black Box: Oberheim DMX & DX, Drumcomputer. Oberheims LinnDrum? (2016) [1] bei amazona.de.--UU-ji (Diskussion) 18:56, 5. Mai 2019 (CEST)
Ich glaube nicht, dass Du in der "Jungfrauenmaschine" einen Oberheim DX Drumcomputer benutzt hast. Es klingt mehr nach der Rhythmussektion eines kleinen Casio-Keyboards. Ich hatte sowas auch einmal. Hier noch einmal ein Videodemo zum Oberheim DX Computer!

Tschüssing?! Moment ... Stimmt, jetzt, wo ichs so höre – das ist nicht der Oberheim, das ist der Yamaha RX, der die 808 mit der OH unterstützt, ist aber auch sehr satt. Besonders die RX-HiHats mag ich. Raschelmaschine keine, soweit ich mich erinnere, das ist schon die 808, wo Du sagst, es käme einem Casio-Keyboard ähnlich. Gut – ein Casio-Keyboard kann auch sehr nah rübergebracht werden, aber. Die 808-HiHats liegen original sehr hoch, das brauch ich Dir ja nicht erzählen. Der RX läuft außerdem durch einen Kompressor in Extremeinstellung (Balance: durchlassen oder nicht), um den Verlauf ein wenig zu vershivern. Der wurde auch für Sieg über die Sonne verwendet, auch eine einigermaßen große Maschine. Überleg mal: So ein Soundtrack ist zeitweise fast nur am Rauschen, viele Nebengeräusche, Straßenverkehr, das will mit dem Gesamtklangbild zusammengebracht werden. Hey! Da rechts im Bild ist ja der evolver von Dave Smith (Father of MIDI, hat acht Sequenzer oder so). Der wiegt soviel mehr als wie er aussieht, dass man sich glatt wundert, wie das geht. Meine Vorstellung von „schweren Maschinen“ misst sich nicht an PS-Giganten oder Modularsystemen, sondern es geht immer um Portables. Das ganze Equipment muss in zwei große Koffer passen. Wer heute neue Synthesizer checkt, kriegt manchmal Leichtgewichte vorgestellt, die dies und das können und die Filter wären gut und sonst was, aber die haben einfach oft keinen Druck. Bei dem eingebetteten Dont-Stück hört man den Oberheim stampfen. Zu der Zeit haben wir Drums noch durch Mixe unterschiedlicher Drummaschinen gemacht. Mach ich heute nicht mehr. Hab auch keine Drummaschinen mehr, die sind alle bei Daniel oder Osti, bis auf die 808. Wenn ich jetzt so dran denke, Drummaschinen zu mixen, wird mir ganz übel und eigentlich habe ich auch keinen Bock mehr, noch was zu hören ... Am liebsten würde ich nur Lösungen repräsentieren und keine Resultate: „Things, boxes, why do these possessions carry such sorrowful weight? There is a darkness attached to them [...] they make me wary not of personal failure and defeat but of something more general. Something large ...“ (DeLillo, White Noise) Was könnte das wohl sein? Größer als „personal failure and defeat“? An sich ist selbst der Sprachlichkeit der Menschen längst ein Ende gesetzt. Verwendet werden Idiome oder Dialekte, das lehrt der dialektische Materialismus. Dass etwas noch dauert, ist auch schon eine Zumutung. Bei diesem Stück mit Bader [2] sind die drei Drummaschinen ziemlich gleichberechtigt nebeneinander eingebracht.--UU-ji (Diskussion) 06:35, 7. Mai 2019 (CEST)

Tschüssologie – das ganze Schaffen soll vergangen sein, weil ich das inzwischen ablehne. Die Affekte stärker als die Routinen? Das gibt es nicht! Das Radikalste, was ich sowieso je erlebt habe und wo eh nichts drüberhinaus geht, ist AGFA Gevaert, also was soll ich noch hier. Bis worauf gehe ich jetzt zurück, als die Musik?--UU-ji (Diskussion) 14:25, 7. Mai 2019 (CEST)

"Winterzwei" verwendet offensichtlich eine stark erweiterte Tonleiter. Aber zurück zur Yamaha RX! Die Yamaha RX Reihe ist ja doch sehr umfangreich. Also habe ich bei der Nachprüfung Deiner Aussage mal mit der RX5 angefangen. Ich habe mir unterschiedliche Demos angeschaut und war sehr erstaunt, wie unterschiedlich die Klangergebnisse ausfielen. Die RX5 ist ein echtes Multitalent! Der folgende Clip zeigt eine RX5, die mit einer Pharmasonic GLIGLI RX5USB Karte gespielt wurde. Etwa ab der zehnten Minute erreicht diese Ein-Mann-Session den Punkt, wo ich sagen würde: "Ja, die RX5 könnte es bei der "Jungfrauenmaschine" gewesen sein!"

5, 7 oder 11. Ja. 5 wahrscheinlich, aber mit hellem Gehäuse, was ich als Bild im Internet nicht gefunden habe. Deshalb weiß ich nicht genau. Die CH klingt, wie wenn man mit Schlagwerkzeug an so Wäschestangen trommelt, wie sie in manchen Gärten zum Wäscheaufhängen stehen. So ein Klingeln dabei ... Mixdrums kann ich mir heute nicht mehr vorstellen. Samples dasselbe, so ausgeklügelte, geradezu spitzfindige Klangwelten lehne ich komplett ab. Ich glaube, es war eher eine RX11, ein Mix von Ride und CH, oder es ist tatsächlich der Oberheim ein wenig dazugemischt. Naja egal, wie gesagt, der direkte Einsatz von solchen Maschinen verspricht oft mehr Präsenz und Lautstärke, als wenn man sich dauernd Gedanken um irgendwelche Hypergenauigkeiten bei den Einstellungen macht, wie die Minimal-Szene das so gerne macht. Auch wenn das mal Spaß machen kann. Winterzwei ist eine harmonische oder melodische. Soweit ich mich erinnere, harmonisch und melodisch im Wechsel. Wenn ich eine harmonische setze, setze ich anschließend eine melodische zum Spielen. Das „HiHat“ ist ein Open / Ride-Mix vom RX11 durch den Kompressor wie oben, sehr kurz gehalten dann auch. Hier bei Minute 1:50 [3] aber wie gesagt – das Gehäuse war hell, komisch. Das Gehäuse war nicht hell! Manchmal lasse ich auch falsche Töne aus didaktischen Gründen drin. Sorry wegen der Linkflut, aber hier zum Beispiel, habe ich grade hochgeladen, das war reiner Trotz: [4]. Danke übrigens, dass Du Dich ein bisschen mit den Sachen beschäftigst, wo es sonst schon keiner tut. Was mich auch besonders an der Musik interessiert, ist, Enttäuschung repräsentieren zu können. Also Enttäuschung zu thematisieren. Das ist nicht so leicht, allein deshalb finde ich das schon interessant. Richtig enttäuschend in fast jedem Moment sind zum Beispiel Wyschnegradskys 24 Präludien im Quartertone, besonders dies hier: [5]. Glissandi um den Grundton abwärts sind eine Möglichkeit, aber auch skalenfremde oder 20 Cent oder so abwärts vertunete Töne. Warum Enttäuschung repräsentieren? Um die Herzen zu rühren. Für den Geist des Marxismus-Leninismus, hahaha! Wie hier: [6].--UU-ji (Diskussion) 23:28, 7. Mai 2019 (CEST)

Ivan Wischnegradsky finde ich recht catchy und unterhaltsam. Danke für den Tipp! Er ist ja doch sehr alt geworden mit seiner Musik. Das ist nicht selbstverständlich. Soundcloud kann ich in den Browsern meines Reservesystems weder sehen noch hören. Deshalb momentan keine Äußerung dazu. ++++~

Ja, ich bin ja an sich jetzt auch fertig hier und mach mal mehr den Absprung. Ab und zu guck ich noch hier und da rein. Viele Grüße--UU-ji (Diskussion) 03:56, 10. Mai 2019 (CEST)

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