David Jackman

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David Jackman (* 1942) ist ein britischer Musiker und Videokünstler, der sich hauptsächlich mit Drone befasst und in den 1980er Jahren im Zuge der Industrial-Bewegung aktiv wurde. Er tritt auch mit anderen Musikern, zumeist aber allein unter dem Namen Organum in Erscheinung.

Musikalischer Werdegang

Zwischen 1969 und 1972 war er Mitglied von Cornelius Cardews Scratch Orchestra und sollte bei dieser Gelegenheit möglicherweise Brian Eno kennengelernt haben, der zu der Zeit ebenfalls im Orchester aktiv war. 1979 fing er an, im Zuge des sich entwickelnden Tape Undergrounds Kleinstauflagen von Kassetten unter dem Pseudonym Monoplane zu vertreiben. Zu dieser Zeit entstanden seine Stücke aus mehrfach übereinander geschichteten Tapeloops, die er auf ein Tonbandgerät übertrug. Seit 1983 verwendet er das Pseudonym Organum und veröffentlichte unter diesem Namen Schallplatten auf unterschiedlichen Labels und auf seinem eigenen Label Aeroplane Records hauptsächlich in Europa. Die meisten seiner Veröffentlichungen sind kurz und erscheinen auf einseitigen Singles oder EPs.

Musik

David Jackman sieht sich ausdrücklich in der Tradition des Drone verankert. Seine Musik ist von keltischem und indianischem Bordun, wie auch dem japanischen Gagaku beeinflusst. Als weitere Einflüsse nennt er das wöchentliche Hören der AMM-Sessions in den frühen 1970er Jahren.[1] Die Musik des Tibetischen Buddhismus inspiriert ihn aufgrund ihrer untemperierten Texturhaftigkeit.[2] Namentlich erscheinen als Einflüsse Glenn Branca und Rhys Chatham. In einem Interview mit der Zeitschrift Auf Abwegen versteht er die Musik von Organum als "... collage: layer laid upon layer".[3]

Verhalte Dich ruhig (1996)

Zusammenarbeiten

Organum wurde zu einer Plattform für Musiker wie Z'EV, Nurse With Wound, Christoph Heemann, Robert Hampson, Jim O'Rourke, Michael Prime von Morphogenesis, Eddie Prévost (AMM), Andrew Chalk und die Noise-Künstler The New Blockaders. Die Single Breakthough wurde für die Geräuschperformance-Band The Haters gemacht (ohne GX Jupitter-Larsen, der die Single aber mochte).[4] Eddie Prévost, Steven Stapleton und Christoph Heemann veröffentlichten Organum-Alben auch auf ihren eigenen Labels.

Artwork

Mit seiner Artwork bezieht sich Jackman auf die Skulptur-Minimalisten. Meist handelt es sich um bunte surreale und akribisch angefertigte Collagen oder umgekehrt betont sachliche Artwork, bis hin zu vollständigem Fehlen von Artwork für manche seiner Produktionen. Die umfangreiche komplette Diskografie (Stand: 2006) mit Reproduktionen aller Artworks kann in einem zehnteiligen PDF von Jackmans Homepages heruntergeladen werden.[5]

Siehe auch

Drone, Elektronische Musik, Texturalismus, Algorithmische Komposition

Diskografie (Auswahl)

  • 1982: David Jackman & Philip Sanderson – 0° North (Kassette, Aeroplane)
  • 1983: Pulp / Icon (Kassette, C30)
  • 1986: Nurse With Wound / Organum – A Missing Sense / Rasa (United Dairies)
  • 1987: Organum / Eddie PrévostCrux / Flayed (Silent Records)
  • 1987: Vacant Lights (Aeroplane)
  • 1987: Ikon (Aeroplane)
  • 1988: Submission (United Dairies)
  • 1989: Sol Mara (Kassette, Dom Bartwuchs)
  • 1992: Live Vol. 1 (Kassette, Aeroplane)
  • 1994: Sphyx (Aeroplane)
  • 1994: Veil of Tears (CD, Matchless Recordings)
  • 1999: Birds' Wings Were Glued to Their Bodies and Their Feet Froze to the Ground (CD, Die Stadt)
  • 2004: Organum / Z'EV – Tocsin -6 Thru +2 (CD, Die Stadt)
  • 2006: Amen (CD, Die Stadt)
  • 2006: Sanctus (CD, Robot Records)
  • 2007: Omega (CD, Die Stadt)
  • 2008: Organum / Z'EV – Temporal (CD, Die Stadt)
  • 2010: Sorow (CD, Siren Records)

Einzelnachweise

  1. Artikel AMM (Group), Abschnitt 1970s [1] bei der en.wiki
  2. Interview (1997) [2] bei Brainwashed.com
  3. Paul Lemos – Organum (2004) [3] aus der Zeitschrift Auf Abwegen (1997), bei ideologic.org
  4. Organum Diskografie, Teil 5 [4] bei Brainwashed.com
  5. Diskografie [5] bei Brainwashed.com

Weblinks

  • Homepage [6] bei Brainwashed.com
  • Homepage [7] bei Chronoglide.com
  • Profil [8] bei Discogs

Musik

Links im Dezember 2017.