Düsseldorf

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Nach der Sanierung ist vor der Sanierung. Mittlerweile hat die Farbe der Halteseile orange Töne angenommen und der große Brückenpylon selbst wirkt etwas kürzer. Die Fleher Brücke: Ein kranker Gigant? Am Horizont auch ein Stück Heinrich-Heine-Universität, die allerdings nicht mehr der einzige Campus in der Stadt ist.

Düsseldorf (:D (QWERTY Duesseldorf) ist die Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen. Selten wird darauf hingewiesen, dass die vielgerühmte Düsseldorfer Musikszene ohne den Austausch an Humankapital mit Städten, wie Solingen, Köln, Mönchengladbach und Wuppertal, sowie dem Kreis Mettmann und dem Rhein-Kreis Neuss, kaum denkbar wäre. Meist schießen die Zimmerpreise im Rhythmus der Industriemessen in die Höhe und manchem weit gereisten Musikfreund bleibt nur das Nachtasyl, wenn er nicht durchfeiern will. Mit anderen Worten: Düsseldorf ist für Zugereiste nicht der günstigste Ort, um einen längeren Urlaub zu verbringen.

Im Zeitraum 2012/2013 waren Proberäume vorübergehend knapp in einer Stadt, die die Beschäftigung mit ihren musikalischen Talenten oft als zu kleinteilig empfindet. In der Tat steht hinter vielen der künstlerbetriebenen Label nicht mal ein Ladenlokal. Dennoch wird unter dem Stichwort Bandprofessionalisierung ab und zu Geld in die Hand genommen, um den Gewinnern der verschiedenen Musikwettbewerbe eine weitere Finanzierung von Tourneen, Videos und Musikaufnahmen zu ermöglichen. Immerhin ist nun seit dem 1. Februar 2014 wieder das große Proberaumzentrum am Gatherweg wiedereröffnet. Der Stadt Düsseldorf schweben 10 €uro pro Quadratmeter exklusive Nebenkosten und Grundpauschale vor, was vielen Bands angesichts der fehlenden Ausstattung sehr ambitioniert erscheint. Nichtsdestotrotz waren im August 2018 nur noch 12 von 92 Räumen unbelegt. Sichere Bunkerräume sind vor allem von Gruppen und Orchestern gefragt, die schon einmal das Opfer von Instrumentendiebstählen wurden. Als Inspirationsquelle eignen sich solche Bauten nur sehr beschränkt.

Für den Düsseldorfer Süden ist das monumentale :D-Port Projekt angedacht. Dort soll auf dem Gelände des zum Teil brachliegenden Industriehafens Reisholz ein hochproduktiver Formatierungsplatz für Container, Schüttgut und Flüssiggüter entstehen. Interessanterweise gehen auch die Gegner des Projekts in ihren Worst-Case-Szenarien von einem totalen wirtschaftlichen Erfolg aus: 24-Stunden-Dauerbetrieb bei Flutlicht auf einem abgeriegelten Gelände, das Tag und Nacht von kilometerlangen LKW-Schlangen als Ziel auserkoren wird. Und das alles in direkter Nachbarschaft zu einem Naturschutzgebiet mit Fischlaichgründen, einem Trinkwasserschutzgebiet auf der anderen Rheinseite, sowie dem beliebten Band-House (6 - 17€ pro Stunde) an der Reisholzer Werftstraße.

Mit dem Ersatz maroder Bahnbrücken wird in Düsseldorf nicht vor Fertigstellung des Wuppertaler Döppersberg Projekts begonnen werden.

Düsseldorf wurde am 25. Mai 2009 in die Liste der Orte der Vielfalt aufgenommen und darf sich mit einem entsprechenden Schild schmücken. [1]

@kt·i·ve Indie-Bands, Künstlerinnen und Künstler

Von meisterlich bis erschreckend einfach reicht die Machart der Akustiksongs von One Eye Open. Die Startnext-Kollekte zu Ballads From a Tired World war so erfolgreich, dass zur Veröffentlichung einige Extras, wie z. B. ein Akkordeon, ein Kinderklavier, eine Melodika oder auch ein dreiköpfiges Bläserensemble aufgefahren werden konnten.
Das Longplay Debüt von AI erschien am 16. Mai 2015 auf Hauch Records.
Man weiß nicht genau, ob es nochmal ein großes Album von Calling Linus geben wird. Auf jeden Fall ist hier unvermutet ein älteres Foto des Köln-Düsseldorfer Quartetts aufgetaucht!
Chris Bauer verfolgt neben dem Contemporary Folk Ansatz bei Early Autumn Break auch noch Progressive Rock Ambitionen bei der regional aufgestellten Formation Any of Both. Hier an seiner linken Seite Susan Bauszat und zur Rechten Birte Schuler am Cello.
Carmen Browns neues Album soll wohl fertig sein, hat aber noch keinen Titel und kein Label.


Indie-Bands, Künstlerinnen und Künstler der Vergangenheit

Zwischen den Regionen oder auch InterCity


(::) = aktive Gruppe, aktives Ensemble

Düssel@kt·i·ve Videos

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Indie-Helden

  • Artless wurde 1979 im Umfeld der aufkommenden Punkbewegung in Düsseldorf gegründet. Im Dunstkreis der Toten Hosen und des KFC entstand Artless aus der Vorformation "Bazookas". Für den Bassisten Jürgen Spinnen kam Detlef Kretchmar. Zusätzlich kam Jürgen "Guppi" Kircher als 2. Gitarrist dazu. Auftritte im Rhein / Ruhrgebiet und darüber hinnaus brachten der Band einen gewissen lokalen Bekanntheitsgrad. Die erste Single "Mein Bruder ist ein Popper" brachte der Band ebenfalls einen Achtungserfolg. Nach diversen Umbesetzungen im Jahre 1982 brach die Band kurze Zeit später auseinander.
  • Christian Bieniek war Gitarrist in der Punkband Ranola und zog Mitte der Achtziger Jahre nach Düsseldorf, wo er seine schriftstellerische Begabung entdeckte und sich zu einem vielgelesenen Jugendbuchautor entwickelte. Bieniek machte sich in seinen amüsanten Hörspielen, Erzählungen und Romanen verhältnismäßig viele Gedanken über unappetitliches Fast Food und gesunde Ernährung, was die Entstehung eines Magenkrebses aber nicht verhindern konnte. So starb er bereits im Jahre 2005 im Alter von 49 Jahren und hatte zum Schluss unter dem Einfluss starker Schmerzmittel nichts mehr zu lachen. Sein Gesamtwerk füllt in physischer Form etwa zwei Regale, wurde aber noch nicht komplett gesichtet.
  • Peter Hein lebte in Düsseldorf und gilt als Deutschlands original Punk
  • Carsten Johannisbauer aka Johnny Bauer ist Sänger von Oiro und zudem Konzertveranstalter, Labelchef, Konzertveranstalter, Filmemacher, Designer und vieles mehr.

Literarische Figuren, die in Düsseldorf ansässig sind

  • Oberschnüffler Oswald: Ein kleiner, fetter Hund, der in Düsseldorf immer wieder in Kriminalfälle verwickelt wird und bei ihrer Aufklärung die seltsamsten Abenteuer erlebt. Originalton Oswald: "Und solltet ihr irgendwann mal zufällig auf einer Wiese im Düsseldorfer Hofgarten ein Häufchen morscher Knochen entdecken, dann rührt ihn ja nicht an. Andernfalls wird euch mein Geist heimsuchen, und das jede Nacht!"
  • Rebekka Schwabach: Eine etwa vierzehnjährige Düsseldorfer Nachwuchsschauspielerin, die ihr Taschengeld mit Werbespots, Cameo Auftritten in Fernsehserien und kleineren Synchronisationsjobs verdient. Auf dem Weg zur erträumten großen Karriere erlebt sie immer wieder derbe Schlappen, ist aber finanziell meist besser gestellt als ihre alleinerziehende Mutter.

Filme, die in Düsseldorf spielen

  • Die Katze (1988) Regie: Dominik Graf mit Götz George, Gudrun Landgrebe, Heinz Hoenig und Ralf Richter. Die Handlung dieses Hochspannungsthrillers ist hauptsächlich auf der Immermannstraße im Hotel Nikko angesiedelt.

Songs, Alben und Texte über Düsseldorf

Songs und Instrumentalstücke mit Düsseldorf als Thema/Titel:

Der Kittelbach (links am unteren mittleren Rand) ist der nördlichste Abfluss des Düsseldeltas und hat auch eine renaturierte Passage am Flughafen, wo man keinerlei Fluglärm hört.
  • "Düsseldorf" von Teleman (Kleines Beziehungsmelodram über einen Verlassenen) (2016)
  • "Bilker Strand" von Heavy Gummi (Eine nachempfundene Cumbia zu einem viel frequentierten Strandabschnitt am Rhein.)
  • "Kittelbach Symphony" von Klaus Dinger + Japandorf (Ruhiger Gitarren Chill zum Thema Picknick und Spaziergang am Kittelbach)
  • "Immermannstraße" von Klaus Dinger + Japandorf (Elektro-Pop-Song über eine unscheinbare Geschäftsstraße mit älterem Baumbestand, die Japanern und Koreanern auch als privater Treffpunkt dient)
  • "Japaner in Düsseldorf" von Family 5 (1982)
  • "Modestadt Düsseldorf" von Die Toten Hosen (1983)
  • "Dusseldorf" von Billy Mahonie
  • "The Vampire of Düsseldorf" von Macabre (Lied über den Serienmörder Peter Kürten)
  • "In Germany Before The War" von Randy Newman (1977, über einen kindermordenden Ladenbesitzer)
  • "Raumschiff Düsseldorf vs. von Beruf Urlauber" von Oiro (2005)
  • "51:16:59N 6:45:00E" von hidden technology bezieht sich auf den Längen- und Breitengrad von Düsseldorf-Bilk.
  • "Rheintunnel" von Superbilk 1996
  • "Flingern", sowie die Hörspielreihe "Flingern Cops" von Zooey
  • "Himmelgeist" von Rheingold
  • "Der Rhythmus meiner Stadt" (offizielle ESC-Hymne) von Bilk

Berühmte Textzeilen über Düsseldorf:

  • "Wir haben in Düsseldorf die längste Theke der Welt", Altbierlied, Die Toten Hosen

Nach Düsseldorf benannte Alben:

Bands, die sich nach dem Düsseldorf benannt haben

Indie-Klubs und städtische Bühnen

AK47, ARTig Fabrik, Blue Note, Brause, Burgwächter-Castello, Café à Gogo, Dr. Jazz, Esprit arena, Freizeitstätte Garath, Forum Freies Theater (Freitagsclub), Haus der Jugend, Haus Spilles, ISS Dome, Jazz-Schmiede, Junge Aktionsbühne, Kassette, KIT Bar, Kulturbahnhof Gerresheim, Linkes Zentrum Hinterhof, Mitsubishi-Electric-Halle (vormals Philipshalle), Pitcher, Q-Stall, Salon des Amateurs, Savoy, Schickimicki, Spektakulum, Stahlwerk, Stone im Ratinger Hof, Tanzhaus NRW, Tonhalle, Treibgut, The Tube, VierLinden, ZAKK

Bedeutende Klubs und Kneipen der Vergangenheit

Creamcheese, Café Digger, Din-A-Null, People Clubbar, Pretty Vacant, Ratinger Hof, RotKompot, Tor 3, Trinkhalle, Unique, Weisser Bär, Woyaya

Veranstaltungen mit Musik aus der Independentszene

  • Jazz Rally: Jedes Jahr lässt sich ein lauffreudiges Publikum auf der Suche nach ein paar Jazzkonzerten durch die ganze Stadt jagen.
  • Altstadtherbst: Schrecklich aufwändiger Mischmasch aus Theater-, Kunst-und Gauklerfestival, der immer auch einige musikalische Höhepunkte zu bieten hat.
  • Open Source: Dieses kleine Festival bringt sowohl Elektronik-Acts als auch Gitarrenschrammler aus der Indieszene auf die Bühnen. Open Source sollte eigentlich jedes Jahr auf der Galopprennbahn in Düsseldorf-Grafenberg stattfinden, gilt aber wegen Besucherschwunds als hochgefährdet, da die Döppersberg-Baustelle in Wuppertal allabendlich für eine zeitweilige Einstellung des rheinisch-bergischen Bahnverkehrs sorgt. [22]
  • zakk Straßenfest: Musik, Gaukler, Trödel und Gastronomie. Jedes Jahr im Spätsommer und immer sehr schnell ausgebucht.
  • CityBeats im Haus der Jugend: Ein seit 1997 jährlich stattfindender Talentwettbewerb, der zur Zeit bei den Gewinnsummen auf flache Hierarchien setzt. Die erstplatzierte Gruppe (2013 KopfEcho) bekommt nur noch 2500 €uronen, Rang 3 immerhin noch 1600 €. Gleichzeitig stehen der Siegerband zusätzlich drei Studiotage und ein Fotoshooting zu. 2009 war Doro Pesch Kopf der Jury. 2010 gab sich Peter Hein in absentia die Ehre, 2011 Meikel Clauss.
  • Tontalente: Ein ursprünglich als einmalig geplanter Musikwettbewerb im Rahmen des Eurovision Song Contest, mit dem die lokale Musikszene bei Laune gehalten werden sollte. Am 6. Mai 2011 fand die Veranstaltung in der ehrwürdigen Düsseldorfer Tonhalle statt und wurde von dem gerade erst volljährigen Felix Hein gewonnen, der zur Zeit an einem deutschsprachigen Album arbeitet. Die Fast-Routiniers Roomers konnten die Fortsetzung vom 22. September 2012 noch vor der von der Ruhrpresse favorisierten Gruppe Selectamood für sich entscheiden.
  • Nacht der Museen: Ein jährlich stattfindender Museumsmarathon, der auch ein größeres musikalisches Rahmenprogramm vorzuweisen hat. Leider ist es unmöglich, alle bezahlten Angebote an einem Abend wahrzunehmen. Frankfurt und Offenbach haben sowohl das Konzept als auch den Veranstaltungsnamen übernommen.
  • Musikzimmer: Eine monatliche Konzert- und Festivalreihe der Hans-Peter-Zimmer-Stiftung für zumindest zeitweise in Düsseldorf lebende Bands, Künstlerinnen und Künstler. [23]
  • Vodafone Band Contest: Fand 2011 zum ersten Mal statt und wurde von der Gruppe Between Borders gewonnen. Telefongelder als Zuschuss für eine anstehende Musikproduktion :-)
  • Approximation Festival: Ein im Jahr 2005 von Hauschka im Salon des Amateurs gegründetes Festival, das sich auf Acts mit Klavier und/oder Keyboards spezialisiert hat und auch die bildungsbürgerlich angehauchte Tonhalle miteinbezieht. [24]
  • stadtKlang: Eine ganzjährige Konzertreihe von Medienunternehmer Kyung-Il Han, der stadtweit sowohl mit verschiedenen gastronomischen Betrieben als auch mit der Presse und zusätzlichen Sponsoren kooperiert. Mittlerweile kommen die performenden Talente auch aus den umliegenden Ballungsgebieten Belgiens, New Yorks oder Australiens. [www.stadtklang.org]
  • New Düsseldorf Pop: Eine alle zwei Jahre stattfindende Musikmesse, die den aktuellen Status Quo der lokalen und regionalen Szene beleuchtet und ein sehr breites Themenspektrum bietet.
  • Jazz und Weltmusik im Hofgarten: Ein alljährlich im Hochsommer stattfindendes Festival, das über mehrere Wochen an den Wochenenden stattfindet und bei freiem Eintritt immer wieder als Plattform für irgendwelche Geldsammelaktionen dient. Trotz gewöhnungsbedürftiger Optik ist es immer gut besucht. 2014 zieht es wegen der Orkanschäden im Hofgarten zum Ehrenhof um.

Radiosender, Fanzines, Indie-Medien

Das mit Abstand abwechslungsreichste Musikprogramm der Stadt findet sich auf Hochschulradio 97.1, das in Bezug auf die Moderation seine Stammelphase glücklich hinter sich gelassen hat. Radio Neandertal und Antenne Düsseldorf sind dagegen echte Kommerzsender, die mit einer kleinen Basisdiskothek auskommen und praktisch jeden Tag olle Kamellen in Permanent Rotation spielen. Traurig ist, dass das Hochschulradio nie mit seiner vollen Sendeleistung betrieben wird und somit ein sauberer UKW-Stereoklang schon in 3 Kilometern Entfernung vom Sender unmöglich ist.

Coolibri, Kulturnews, Prinz und wie überall in Deutschland Piranha sind die einflussreichsten Programmzeitschriften mit Musikteil. Für das Kleinteilige sind zuständig:

Labels

Plattenläden

Nachdem mit Enterprise das größte CD- und Vinylschallplatten-Antiquariat der Stadt aufgeben musste und sich Zweitausendeins heimlich, still und leise aus dem Obergeschoss des Stern-Verlags verabschiedet hat, bemühen sich nun neben den großen Platzhirschen Saturn und Media Markt auch eine Reihe kleinerer Läden um die Gunst des Publikums. Kennzeichnend ist bei den meisten der Drang zur alten Vinyl-Schallplatte, während die digitalen Bild- und Tonträger Einzug in das Sortiment großer Buchhandlungen hielten. Teenage Rebel und Unique Records sind allerdings schon länger keine Läden mehr, sondern Label mit gut sortiertem Mailorderangebot nebst dazugehörigem Online-Shop.

  • A&O, Schadow-Arkaden, 1. Etage
  • Flipside, Wallstraße 37 in der Altstadt
  • Slowboy, Lindenstraße 186 in Flingern-Nord
  • Hitsville, Wallstraße 21 in der Altstadt
  • Platten-Galerie, Kölner Straße 13
  • Vinylwerk, Ackerstraße 61 in Flingern
  • Voices, Mertensgasse 23 in der Altstadt