D'Angelo

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D'Angelo
Herkunft: Richmond, Virginia, USA
Geboren: 17. Februar 1974
Aktiver Zeitraum: seit 1994
Instrumente: Gesang, Schlagzeug, Bass, Tasteninstrumente
Labels: EMI
Virgin Records
J Records
Homepage: Profil bei MySpace

D'Angelo ist ein US-amerikanischer Sänger, der mit seinen Alben "Brown Sugar" und "Voodoo" sowie zahlreichen Kollaborationen mit anderen Künstlern den musikalischen Stil des Neo Soul entscheidend mit geprägt hat.

Biographie

Der im Jahre 1974 als Michael Eugene Archer geborene D'Angelo trat in der zweiten Hälfte der Neunziger Jahre als Interpret einer neuen Spielart der Soulmusik in Erscheinung, die auch andere Künstler wie Erykah Badu und Lauryn Hill umfasste und als Neo Soul bekannt geworden ist. D'Angelo erhielt bereits als Teenager einen Plattenvertrag mit der EMI und veröffentlichte 1995 sein Debütalbum "Brown Sugar", das mit seiner Verknüpfung von Soul der vergangenen drei Dekaden à la Marvin Gaye, Sly & the Family Stone und Prince mit modernen HipHop-Einflüssen und freimütigen Texten über Sex, Drogen, Liebe und Glaube Maßstäbe für den Soul der Neunziger setzte. Es erhielt Doppelplatin in den USA, wurde für mehrere Grammys nominiert und von Kritikern als "bestes Soul-Album der letzten fünfzehn Jahre" gefeiert.

Nach dem Erfolg von "Brown Sugar" widmete sich D'Angelo zunächst seinem Privatleben – er war eine Zeitlang mit Soul-Kollegin Angie Stone liiert und bekam auch ein Kind mit ihr – und tauchte als Gastsänger auf zahlreichen Releases von geistesverwandten Acts wie u.a. The Roots, Lauryn Hill, Common und Erykah Badu auf. Erst 1999 nahm er die Arbeit an seinem zweiten Album mit dem Titel "Voodoo" auf, auf dem der Sänger mit zahlreichen Künstlern aus dem Soul- und HipHop-Umfeld wie ?uestlove (The Roots), DJ Premier, Raphael Saadiq und Q-Tip (A Tribe Called Quest) kollaborierte. Die LP erschien im Jahre 2000 und stieg sofort auf Platz 1 der US-Charts ein; besondere Aufmerksamkeit erlangte die Platte durch das Video zur Single "Untitled (How Does It Feel?)", in dem sich D'Angelo von der Hüfte aufwärts nackt zeigte. "Voodoo" wurde mit zwei Grammys ausgezeichnet, verkaufte sich über zwei Millionen Mal und wurde einer der größten Soul/R'n'B-Erfolge des Jahres bei Käufern und Kritikern. Dem Albumrelease schloss sich eine Tournee an, die D'Angelo mit den "Soultronics" im großen und ganzen aus den Gastmusikern bei der Entstehung der Platte bestehend) als Backing-Band bestritt und die mehr als acht Monate andauerte. Allerdings gab es hierbei auch Zwischenfälle, dass die weiblichen Fans mehr an der Physiognomie des Sängers als an der Musik interessiert gewesen seien, so dass D'Angelo letztlich eher frustriert von der Tour-Erfahrung gewesen sei. Die öffentliche Wahrnehmung als "der nackte Typ aus dem Video" schien dazu das Ihrige beigetragen zu haben, so dass D'Angelo sich nach Beendigung der Tour aus dem Rampenlicht zurückzog.

In der Tat trat D'Angelo erst ab Mitte der 2000er wieder als Musiker in Erscheinung, ohne jedoch ein neues Album vorzulegen. Er gastierte unter anderem auf Tracks von J Dilla, Q-Tip und Dr. Dre, und erst 2007 wurde mit Really Love erstmals wieder ein neuer eigener Song des Künstlers veröffentlicht. Derzeit arbeitet D'Angelo intensiv am Material seines dritten Albums (Arbeitstitel "James River"); in der Zwischenzeit erschien im Sommer 2008 eine Kollektion von Hits, Albumtracks und Raritäten mit dem Titel "The Best So Far...".

Solo-Diskographie

Alben
Singles
Andere
  • 1998 Live at the Jazz Cafe (Livealbum, EMI)
  • 2008 The Best So Far... (Best Of, Virgin)

Kollaborationen

  • 1994 U Will Know (als Teil von B.M.U. (Black Men United) auf dem Soundtrack zu "Jason's Lyric")
  • 1994 Pray (auf dem Album "Head First" von Vertical Hold)
  • 1996 Crew (Keyboards, auf dem Album "Beats, Rhymes and Life" von A Tribe Called Quest)
  • 1996 Overjoyed (auf dem Album "Up in Harlem" von Boys Choir of Harlem)
  • 1996 Cold World (Remix) (mit GZA)
  • 1996 Your Precious Love (mit Erykah Badu auf dem Soundtrack zu "High School High")
  • 1996 The Hypnotic (mit The Roots auf deren Album "Illadelph Halflife")
  • 1997 Ain't Nobody Home (mit B.B. King auf dessen Album "Deuces Wild")
  • 1997 The 'Notic (mit The Roots und Erykah Badu auf dem Soundtrack zu "Men in Black")
  • 1998 Nothing Even Matters (mit Lauryn Hill auf deren Album "The Miseducation of Lauryn Hill")
  • 1998 Break Ups 2 Make Ups (mit Method Man auf dessen Album "Tical 2000: Judgement Day")
  • 1999 The Spark (Keyboards auf dem Album "Things Fall Apart" von The Roots)
  • 1999 Everyday (mit Angie Stone auf deren Album "Black Diamond", auch Produktion)
  • 2000 mit Common auf dessen Album "Like Water for Chocolate"
  • 2000 Tell Me (mit Slum Village auf deren Album "Fantastic, Vol. 2")
  • 2000 Caravan (mit The Roots auf der Compilation "Red Hot + Indigo Duke Ellington Tribute")
  • 2002 Be Here (mit Raphael Saadiq auf dessen Album "Instant Vintage")
  • 2003 I'll Stay (mit Roy Hargrove auf dessen Album "The RH Factor: Hard Groove")
  • 2005 Be Here (mit Raphael Saadiq auf dessen Livealbum "All Hits at the House of Blues")
  • 2006 Bullsh*t (mit Roy Hargrove auf dessen Album "The RH Factor: Distractions")
  • 2006 So Far to Go (mit J Dilla auf dessen Album "The Shining")
  • 2006 Imagine (mit Snoop Dogg und Dr. Dre auf dem Album "Blue Carpet Treatment")
  • 2007 So Far to Go (mit Common auf dessen Album "Finding Forever").

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH SV NL F P NOR FIN DK AUS NZ
1995 Brown Sugar 22 66 47
2000 Voodoo 68 21 1 42 13 28 57 9 10
Singles
1995 Brown Sugar 24 27 31
1996 Cruisin' 31 53 27
1996 Lady 96 10 15
1996 Me and Those Dreamin' Eyes of Mine 74
1999 Left & Right 75
2000 Untitled (How Does It Feel) 25 78

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Spex Les Inrocks Spex
2000 Voodoo 2 27 24

All-Time-Charts

Voodoo
Untitled (How Does It Feel?)

Kompilationsbeiträge

  • 1997 I Found My Smile Again (auf dem Soundtrack zu "Space Jam")
  • 2001 Talk S*** 2 Ya (auf dem Soundtrack zu "Baby Boy")
  • 2006 Feel Like Makin' Love (auf dem Soundtrack zu "The L Word")

Referenzkasten

Trivia

  • 2005 hatte D'Angelo einen schweren Autounfall, der ihm eine Anklage wegen Fahren unter Einfluss von Alkohol und dem Besitz von Marihuana und Kokain einbrachte.

Referenzbands

Coverversionen

D'Angelo covert...

  • 1996 Girl You Need a Change of Mind von Eddie Kendricks (auf dem Soundtrack zu "Get On the Bus")
  • 1998 She's Always in My Hair von Prince (auf dem Soundtrack zu "Scream 2")
  • 1998 Heaven Must Be Like This von The Ohio Players (auf dem Soundtrack zu "Down in the Delta")
  • 2002 Water No Got Enemy von Fela Kuti (auf der Compilation "Red Hot + Riot: The Music and Spirit of Fela Kuti")
  • 2003 Sing a Simple Song von Sly & the Family Stone (mit Sly & The Family Stone, Isaac Hayes und Chuck D auf dem Sly Stone-Tribute "Different Strokes by Different Folks")

Weblinks