Cream

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Cream
Herkunft: London, England
Aktiver Zeitraum: 19661968, 1993, 2005
Genres: Bluesrock, Hardrock, Psychedelic Rock
Labels: Reaction, Polydor, Atco, RSO
Homepage: Offizielle Website zur Cream-Reunion 2005
Line-Up:
Eric Clapton: Gitarre, Gesang
Jack Bruce: Gesang, Bass
Ginger Baker: Schlagzeug

Die 1966 gegründeten Cream waren die erste Supergroup der Rockgeschichte, die mit Gitarrist Eric Clapton, Bassist/Sänger Jack Bruce und Schlagzeuger Ginger Baker drei der britischen Top-Musiker der 1960er versammelte und stilprägend auf die Genres von Bluesrock, Hardrock und Psychedelic Rock wirkte.

Bandgeschichte

Cream waren in den Augen ihrer Zeitgenossen genau das, was der Name beinhaltete, nämlich die Crème de la Crème der Blues- und Jazzszene im England der 1960er. Gitarrist Eric Clapton hatte sich durch seine Mitgliedschaft in anerkannten und innovativen Ensembles wie The Yardbirds (bei denen er erst von Jeff Beck und dann von Jimmy Page abgelöst worden war) und John Mayall's Bluesbreakers den Ruf als größter lebender Meister der Sechssaitigen erspielt, war im Jahr 1966 aber – unzufrieden mit dem kreativen Potenzial seinen bisherigen Bands – auf der Suche nach neuen Mitstreitern für eine eigene Band. Es traf sich, dass es dem respektierten Jazzdrummer Ginger Baker (vormals bei Powerhouse) zu jener Zeit ähnlich ging, und als dann auch noch mit Jack Bruce einer der renommiertesten Bluesbassisten und -sänger an Bord kam, stand das Cream-Lineup. (Baker und Bruce allerdings, die zuvor beide bei Graham Bond Organisation gespielt hatten, mussten erst das Kriegsbeil begraben, da sie zuvor öfter einmal durchaus auch physisch aneinandergeraten waren.) Das Debüt des Power-Trios erschien noch im selben Jahr, zur Hälfte aus Blues-Covern von Willie Dixon über Muddy Waters bis Skip James bestehend, zur anderen Hälfte aus Eigenkompositionen. Die Platte mit ihrem harten Bluessound und der Hitsingle I Feel Free erreichte rasch die obersten Regionen der UK-Charts und bereitete den Boden für den späteren Megaerfolg der Gruppe. Dieser sollte bereits mit dem zweiten, 1967 veröffentlichten Album "Disraeli Gears" eintreten, das die Top 5 dies- wie jenseits des Atlantiks knackte und in der Rockhistorie einen prominenten, wenn nicht den Spitzenplatz in der Verbindung von britischer Psychedelic und amerikanischem Blues innehat. Auch der Anteil an selbstgeschriebenen Songs war auf "Disraeli Gears" deutlich höher als beim Debüt, darunter auch Sunshine of Your Love, bis heute einer der bekanntesten Cream-Songs. "Wheels of Fire" setzte 1968 noch mal einen drauf und erreichte die Pole Position in Großbritannien wie den USA. Das Album enthielt zwar auch wieder zwei Bluesklassiker, setzte ansonsten aber auf experimentellere Rhythmen und Jam-lastigere Stücke als die Vorgänger, wenngleich mit White Room erneut ein eingängiger Singleklassiker dabei war.

Nach dem Erscheinen von "Wheels of Fire" hatten Clapton, Bruce und Baker (insbesondere waren bei Bassist und Drummer die alten Reibereien wieder zunehmend hochgekocht) allerdings auch schon wieder genug voneinander und wollten Cream eigentlich auflösen, zudem man sich auch musikalisch aus dem Psychedelic-Blues-Schema befreien wollte. Auf Druck der Plattenfirma Polydor stellte das Trio allerdings noch ein letztes Album mit dem bezeichnenden Titel "Goodbye" zusammen, das Anfang 1969 erschien und drei Livestücke sowie drei neue Studiotracks enthielt. Eine "Goodbye"-Tournee zum Album, bei denen Cream unter anderem von den aufstrebenden Progrock-Bands Yes und Deep Purple begleitet wurden, hatte die Cream-Historie bereits im November 1968 bis auf weiteres abgeschlossen. Eric Clapton versuchte, zumindest den von ihm hoch geschätzten Ginger Baker an Bord zu behalten, und rief als Quasi-Cream-Nachfolgeband noch im selben Jahr Blind Faith mit Steve Winwood (Traffic) und Ric Grech (Family) ins Leben, die sich aber auch schon nach nur einem Jahr wieder auflösten. Ginger Baker stellte dann eine eigene Band namens Ginger Baker's Air Force (u.a. ebenfalls mit Steve Winwood) zusammen, während Clapton mit Derek and the Dominos den Supergruppen treu blieb und in den 1970ern seine äußerst erfolgreiche Solokarriere startete. Jack Bruce machte sich ebenfalls als Solist recht erfolgreich selbständig.

Erst bei der Einführung ihres legendären Trios in die Rock and Roll Hall of Fame im Jahr 1993 traten Cream wieder gemeinsam auf, als Clapton, Baker und Bruce – nach einiger Ermunterung – drei Songs bei der Zeremonie spielten. Eine komplette Tournee war nach dem umjubelten Auftritt ebenfalls im Gespräch, wurde dann aber doch nicht realisiert. (Baker und Bruce fanden danach allerdings in der – abermals kurzlebigen – Blues-Supergroup BBM mit dem Gitarristen Gary Moore zusammen.) Zumindest für eine Handvoll weiterer Konzerte vereinigten sich die mittlerweile reichlich Sechzigjährigen im Jahr 2005, als sie vier Shows in der Royal Albert Hall in London spielten (denen unter anderen Jimmy Page, Paul McCartney und Roger Waters nebst vielen weiteren alten Recken beiwohnten) und noch ein US-Konzert im Madison Square Garden in New York dranhängten. Danach war aber – trotz wiederholter Gerüchte um weitere Reunions, etwa zum Ahmet Ertegün-Tributkonzert in London 2007, bei dem stattdessen Led Zeppelin die Headline-Sensationswiedervereinigungsrolle übernahmen – endgültig Schluss mit Cream.

Diskographie

Alben

Referenzbands

Weblinks