Circusmusik

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Marc Chagall (1887-1985) – Die Zirkus-Musiker (ohne Jahr)

Circusmusik, seltener auch: Zirkusmusik[1] (aus dem griechischen und lateinischen kirkos, circus = Kreis, Ring), ist eine musikalische Gattung und hat ihren Ursprung in den musikalischen Untermalungen auf Jahrmärkten und Wanderjahrmärkten.[2] Die Musik der Fahrenden und Musikanten kann bis in das Jahr 1770 zurückverfolgt werden und wird von der Circensischen Forschung erforscht. Vorläufer von Circusmusikern waren Spielleute und Gaukler, die neben ihrer artistischen Ausbildung auch Instrumente beherrschten. Mit Gründung der ersten Circusgesellschaften setzte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts die Trennung zwischen Artistik und Musik durch. Im gleichen Verlauf wurde das Orchester aus der Mitte der Vorstellung an den Rand des Geschehens verdrängt. 1977 spielte mit dem Circus Williams-Althoff zum erstenmal in der Geschichte der Circusmusik ein großes Circusunternehmen Musikbegleitung per Tonband ein. Kleinere Wandercircusse setzen eingespielte Musik seit Beginn der 1970er Jahre ein.[3] In den 1980er Jahren kam es zu einer Wiederaufwertung der Orchestermusik in Circussen, sodass auch kleinere Unternehmen wieder Musiker beschäftigten. Von den großen Gesellschaften wird der Circus heutzutage als multimediale Schau inszeniert.

Geschichte

Der Circus Maximus wird im allgemeinen nicht als Circus im hier gemeinten Sinn verstanden, weil im Circus Maximus ausschließlich Wettkämpfe veranstaltet wurden: „Die Antike kannte keinen Circus.“[4] Der neuzeitliche Circus definiert sich dagegen über Akrobatik und Clownerie. Seit dem Mittelalter werden Kunststücke mit Musikbegleitung vorgeführt. Darüber, ob Circusmusik gleichzeitig mit dem Circus entstanden ist, gehen die Meinungen auseinander. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert sind zunächst Jahrmärkte und Wander-Jahrmärkte vermittelnde Ereignisse. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts gibt es die ersten Kompositionen zu Dressurnummern und ähnlichem. Das Konzept Circus führt auf Philip Astley zurück, der ab 1770 Vorführungen mit zusätzlichen Elementen in Darbietungen seiner Reitschule unterbringt, nachdem Jacob Bates einige Jahre vorher bereits den Cirque équestre in Paris gegründet hatte. Mindestens ein weiterer Vorläufer ist bekannt. Ein Zeichen des Circus der Neuzeit sind dementsprechend die Dominanz der Pferdedressur (equestrische Darbietung) und das Ideal der Einheit der Vielfalt von einzelnen Nummern, die zu einer chronologisch Schau geordnet werden. Der Begriff Circus wird in diesem Zusammenhang 1782 von Charles Hughes geprägt. Ab 1786 wird die musikalische Begleitung von einem Orchester besorgt. 1792 wird das Aufführungskonzept in die USA exportiert. Ende des 18. Jahrhunderts bereisen Fahrende aus England, Frankreich und Italien ganz Mitteleuropa und beeinflussen auch die Musikkultur in Deutschland. Ab dem 19. Jahrhundert wird eine gemischte Besetzung von Bläsern und Streichern von erst bis zu zehn, dann bis zu zwanzig Musikern üblich. Die ersten Notendokumente von Circusmusik sind auf das Jahr 1840 datiert. Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich der Begriff, zunächst in England, dann international durchgesetzt. Bis dahin war auch die Rede von Amphitheater, gleichzeitig mit dem Circus entsteht auch das Theater. In den Anfängen der Circusmusik hat diese besonders mit behördlichen Beschränkungen bei Vorführungen mit Musik zu kämpfen. Zugleich kommt es ihr zugute, dass Sprechtexte bei den Vorführungen in der Anfangszeit zum Teil verboten sind und auf Gesangstitel mit explanativem Inhalt zurückgegriffen werden muss.

Typische frühe Instrumente von Spielleuten, die auch als Musikanten auftreten, sind Fiedel, Pfeife, Querpfeife, Pauke, Trompete, Posaune und Harfe, zum Teil auch Drehleier und Dudelsack, Horn und Klarinette. In der Kavalleriemusik der Zeit werden zum Teil die gleichen Instrumente verwendet. Eine besondere Aufgabe ist die Gewöhnung der Tiere an bestimmte Instrumente, umgekehrt müssen die Musiker während der Dressurnummern besonders spontan spielen und ihr Spiel synchronisieren können.

20. Jahrhundert

Um 1900 gibt es allein in Berlin zehn feste Standorte für Circusse, zu dieser Zeit entwickelt sich der Circus zur heute üblichen Form der fahrenden Zeltcircusse mit transportablen Zeltsystemen. Größere Circusgesellschaften verfolgen das Ziel, sich auch musikalisch von kleineren Unternehmen abzusetzen. 1900 beginnt nach einer Tour des amerikanischen Circus Barnum & Bailey (die größte Schau der Welt mit drei Manegen) das Goldene Zeitalter des Circus in Deutschland, das sich bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten hält. Elemente des Varietés werden übernommen. Zu dieser Zeit wird auch deutsche Circusmusik weltweit exportiert, viele Circusmusiker sind dem Publikum bekannt. Mit den Circussen Sarrasani und Krone werden zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Dimensionen gesprengt, bis zu 10.000 Besucher können in einem Zelt untergebracht werden. Wie diese beiden Großgesellschaften kollaborieren auch andere Circusse dann mit den Nazis und gestalten ihre Vorstellungen zunehmend militaristisch. Mittlere und kleine, wie auch jüdische Unternehmen, werden, so zum Beispiel der Circus Busch, dagegen aufgelöst oder sabotiert. Nach dem zweiten Weltkrieg etablieren sich mit den Circussen Krone, Sarrasani, Busch-Roland, Carl Althoff und Willy Hagenbeck fünf große Namen, später kommt der Circus Barum hinzu.

Für Circusveranstaltungen gilt zum Teil bis in die 1960er Jahre, dass Wandercircusse bei Gastspielen oft Stadt- und Militärkapellen vor Ort engagieren. Früh werden auch eigene Orchester zusammengestellt, die eine Aufführung gemeinsam bestreiten (Bläser für die Begrüßungsmusik, Streicher für die Begleitung, usw.). In den Ankündigungen der Circusse, die eigene Orchester beschäftigen, wird ausdrücklich auf das Vorhandensein einer Hauskapelle hingewiesen, um die musikalischen Qualitäten der festen Orchester hervorzuheben. Durch die Verbreitung der elektronischen Massenmedien wird nicht nur das Varieté für lange Zeit aus der Schaulandschaft verbannt, sondern auch die Circusmusik nachhaltig geschwächt, nachdem mit dem Tonfilm bereits eine unschlagbare Konkurrenz aufgekommen war. Einige wenige Tonträger gibt es seit Erfindung des Grammophons auf Schellack. In der Nachkriegszeit wird dann versucht, an die Tradition vor 1933 anzuknüpfen:

„Die Zeit, da die Zirkuskapelle als primitives Tsching-Trara- Bum noch mit unfreiwilliger Komik Beifall erntete, ist vorbei. Vorbei die Zeit ohren- und markerschütternder Blechmusik mit Märschen, Märschen, Märschen. Vorbei auch die Zeit, da die Musiker zugleich als Zeltarbeiter verpflichtet waren. Schwere Arbeit, vor allem Handarbeit, verwehrt schon die Rücksicht auf die Behandlung der Instrumente des modernen Ensembles, die die Erhaltung der Feinfühligkeit der Finger erfordert. Abgesehen von kleinen Wandercircussen, die oft noch den musikalischen Teil durch eigene Familienmitglieder schlecht und recht selbst bestreiten, finden wir heute Circuskapellen, die sich mit jedem anderen Orchesterkörper messen können.“[5]

Ab Ende der 1960er Jahre werden die ersten Aufführungen mitgeschnitten, etwa seit dieser Zeit gibt es auch ein Verlagswesen. Zu dieser Zeit bildet sich die bis heute typische Besetzung mit zwei bis drei Trompeten, zwei bis drei Saxofonen, einer Posaune, ein bis zwei weiteren Bläsern und einer Rhythmusgruppe, bestehend aus Orgel/Akkordeon, Rhythmusgitarre, Bass und Schlagzeug, heraus. Die Violine wird heutzutage nur noch als Nostalgieeffekt für Showeinlagen verwendet oder aber mit Effekten verfremdet.

In den 1970er Jahren wird der Circus etwas populärer, indem Fernsehanstalten Serien wie Stars in der Manege und Salto Mortale in ihr Programm aufnehmen. Während der 1980er Jahre kommen Sampletechnologie und CD auf und bereiten der Circusmusik eine weitere Krise. Ende der 1980er Jahre wird Circusmusik durch neuartige Konzeptprogramme des Cirque du Soleil und anderer wieder deutlich aufgewertet. Seit den 1990er Jahren tritt Circusmusik, besonders durch den Einfluss des Circusbetreibers Bernhard Paul, oft auch wieder im Verbund mit Varietémusik auf. Das ist zum Teil der Tatsache geschuldet, dass Tierdressurnummern in den Circussen in dieser Zeit abnehmen.[6]

Geteiltes Deutschland

In Deutschland verlaufen die Wege der Circusmusik in der Nachkriegszeit weitgehend getrennt voneinander. Während Circusmusik sich in der DDR unter sowjetischem Einfluss präsentiert, werden in der BRD hauptsächlich US-amerikanische Vorbilder adaptiert.

DDR

In der DDR ist der Circus Harry Barley der erste volkseigene Circus, alle großen Circusse werden ins Volkseigentum überführt. Die VEB-Zentral-Zirkus wird später in Staatszirkus der DDR umbenannt und in die Filialen Busch, Berolina und Aeros unterteilt. DDR-Circuskunst verläuft in Auseinandersetzung mit der sowjetischen Circuskunst und ist weltweit anerkannt. Die Musik ist in das Gesamtkonzept einbegriffen.

BRD

In der Bundesrepublik gibt es in den Nachkriegsjahren besonders einen Mangel an Musikern vom Fach. Musikalisch stehen Adaptionen US-amerikanischer Vorbilder im Vordergrund, Big-Band-ähnliche Orchester begleiten das Geschehen und Überschneidungen zum Jazz, besonders Swing und Bebop werden und sind bis heute bestimmend – Hagenbeck bezeichnet sein Orchester als Jazz-Symphonieorchester. Schließlich löst die Tanzkapelle die „fulminante Blechmusik“ ab. In den 1950ern kommen Hammond-Orgel[7], E-Gitarre und E-Bass hinzu. Akkordeon und Kontrabass komplettieren ein Ensemble, während Geigen fast grundsätzlich verschwinden. Die Rolle des Saxofons als zentrales Melodieinstrument wird im Laufe der Geschichte immer bedeutender. Mitte der 1950er Jahre wird das Circuswesen von einer Krise ergriffen, in deren Verlauf die Musik an Popularität und Öffentlichkeit verliert. Die Entwicklungen auf dem Gebiet der Unterhaltungselektronik führen zu einer wirtschaftlich desolaten Lage von Orchester- und auch Circusmusikern. Seit Ende der 1960er Jahre dominieren Ensembles aus den ehemaligen Ostblockstaaten die Circusmusik in Europa. Zusätzliche Popularität gewinnt der Circus in letzter Zeit durch die Organisation jährlicher Weihnachtscircusse in einigen deutschen Städten.[8]

Konzeptprogramme

Roncalli

Der Circus Roncalli wird von Bernhard Paul und André Heller 1976 gegründet – ein poetisches und sensibles, oft auch philosophisches, Circuskonzept unter Verzicht auf großartige Effekte, das zu einer Renaissance der Circuskunst führt. Enthalten sind besonders Elemente der Commedia dell'arte und des Theaters, Magie und Mystik werden gezielt integriert. 1980 kommt es zum Streit in Sachen Konzept und Rechte, André Heller steigt aus und beginnt mit einer Serie von spektakulären und vielfach am Circus orientierten Installationen und Shows. 1980 sehen 300.000 Zuschauer im Laufe einer Saison das Roncalli-Programm Die Reise zum Regenbogen. Ende des 20. Jahrhunderts werden bereits doppelt so viele Zuschauer gezählt. Mit dem Programm des Circus Roncalli wird das Circusorchester wieder Standard. Im Jahr 2000 wird mit der Höhner-Rockin ́-Roncalli-Show eine thematische Annäherung an den Rock'n'Roll unternommen. Während der Musik hier eine generelle Aufwertung zukommt, geht nach Becker die „bedingungslose Anpassung an das Manegengeschehen“ verloren.[9] Auch mit der Kelly Family gibt es eine Zusammenarbeit. Lateinamerikanische Einflüsse, insbesondere der Tango, spielen beim Circus Roncalli eine wichtige Rolle. Die Musik wird als typischer Roncalli-Sound erkannt. Roncalli präsentiert sich mit einem Konzeptmusikprogramm entgegen den meisten anderen Circussen, die ein flexibles Nummernprogramm spielen. Heute zählt Roncalli zu den wenigen wirtschaftlich prosperierenden Circusunternehmen und spielt nur in wenigen Großstädten pro Saison. Das Winterquartier steht in Köln.

Cirque du Soleil

1984 wird der Cirque du Soleil von Straßenartisten in Kanada gegründet und beeinflusst mit ausgefeilten Arrangements und aufwändiger Theatralik sowie einer ungewohnten Nähe zum Tanz die Circusszene bis heute. Hier kommen Einflüsse aus dem Cirque Nouveau aus Frankreich, dem Varieté und dem Theater zum Tragen. Dressurnummern fehlen vollständig. Vom Cirque du Soleil gehen zur Zeit die meisten Impulse für eine Modernisierung der Circusprogramme aus:

„Zirkusmusik bestand und besteht zumeist aus einer losen Aneinanderreihung gestoppter Nummern, was sich in der Praxis immer wieder bewährt hat. Ein Gegenkonzept dazu sind die durchkomponierten musikalischen Programme des Cirque du Soleil.“[10]

<– Immortal-World-Tour-Dokumentation (2011-2014). Das Konzept in Zusammenarbeit mit Michael Jacksons Nachlassverwaltern. Die einzelnen Konzepte werden oft jahrelang aufgeführt, soweit sie wirtschaftlich tragbar sind.

Die aktuelle Besetzung: Saxofon, zwei Keyboards, E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug. Die Musik des Cirque du Soleil unter der Leitung von René Dupéré bedient sich bei der Weltmusik ebenso wie beim Psychedelic Rock und verfügt so über einen hohen Wiedererkennungswert. Zusätzlich gibt es lange Vokalnummern, die zum Teil auch in den Massenmedien vorgestellt und zu Hits werden. Der Circus verfügt über einen eigenen Tonregisseur. Es wird stärker auf populäre Musikströmungen eingegangen und auf Bläsersätze und ähnliches verzichtet. Wie bei Roncalli, ist die Musik als Konzeptprogramm den meisten anderen Circussen, die ein flexibles Nummernprogramm spielen, gegenübergestellt.

Weitere

Neben den Ambitionen in Richtung Cirque Nouveau und den Programmen der oben erwähnten Circusse kommen weitere spezielle Programmgestaltungen zum Zuge, der Chinesische Nationalcircus tourt erfolgreich, André Hellers Circus-Show Afrika-Afrika ebenso und der Circus FlicFlac (gegr. 1989) macht durch ungewöhnliche Inhalte auf sich aufmerksam. FlicFlac lässt bei Aufführungen eine normale Rockband begleiten, die Hardrock, Heavy Metal, Techno und Hip Hop spielt. Titel stammen von Rammstein, den Böhsen Onkelz und ähnlichen Bands.[11] Indes lädt der Circus Krone 2014 Marianne Faithfull ein.

In kleineren Wandercircussen ist die traditionelle Circusmusik öfter vorzufinden. Die Musiker sind zumeist mehrfach ausgelastet und spielen vornehmlich Borduninstrumente, die leichter zu lernen und zu spielen sind (Akkordeon, Dudelsack, Drehleier, später Drehorgel usw.). Auch zu dieser Zeit sind „Musikerbanden“, die in „Matrosenlokalen“ aufspielen, oft geübter als Musiker, die als Allround-Personal mit „Komödianten und Quacksalbern“ herumziehen. Oft ist in kleinen Circussen ein Alleinunterhalter für die Musik zuständig. Mechanische Instrumente wie das Orchestrion werden als Attraktionen früh im Circus eingesetzt. Der schweizer Circus Stey verfügte über eine sechs Meter lange fahrbare Orgel. Das größte Unternehmen Europas ist heute der Circus Krone, der auch über einen Festbau in München verfügt, in dem die Wintermonate hindurch gespielt wird.

Musik

Große Circusse wie Roncalli oder der Cirque du Soleil lassen für ihre Programme Circusmusik komponieren. Zum Teil wird das Repertoire aber auch aus der zeitgenössischen Populären Musik, zum Beispiel der Operette, entnommen. Eva Wahlberg bestimmt die Aufgaben und Funktionen von Circusmusik mit Schwerpunkt Herkunft (und Ziel) Musik: „Die richtige Zirkusmusik wird von Orchestertribünen geliefert.“[12] Rüdiger Becker dagegen definiert Circusmusik in Anlehnungen an die Aufgaben und Funktionen der Filmmusik, bestimmend sind ihmzufolge sogenannte „außermusikalische Parameter“. So auch Joachim Guth (nach Becker): „Wenn überhaupt definiert sich Musik im Circus durch ihre speziellen Aufführungskriterien [...] die auch außerhalb der Darbietungen für zirzensisches Flair verantwortlich ... [sind].“[13] Die Musik selbst bedient sich im Laufe ihrer Geschichte zeitnah neuer Einflüsse, zum Beispiel der Integration elektronischer Instrumente und neuer Medien. Inzwischen werden auch computergestützte Produktionsverfahren berücksichtigt.

Insbesondere fällt die Vielfalt der „musikimmanenten“ Parameter auf. Für qualitative Beschreibungen werden Adjektive, wie „heiter, beschwingt, mitreißend, manchmal auch abenteuerlich“ oder „leichtfüßige, eingängige, beschwingte Musik“ aufgebracht. Weitere Adjektive sind: „verspielt, lautmalerisch, technisch filigran, virtuos.“

<– Richard van Niftrik – Circus Renz (2012)

Zur Eröffnung der Vorstellung wird nach der Einlassmusik zumeist ein Marsch aufgeführt, am Ende der Vorstellung oft auch ein Schlussmarsch. Das Konzert zum Vorstellungsbeginn umfasst üblicherweise eine Ouvertüre, einen Marsch und einen Walzer. Der weitaus bekannteste aller Circusmärsche ist der Einzug der Gladiatoren von Julius Fucik, der 1897 für das Militär geschrieben und vom Circus vereinnahmt wurde. Viele Unternehmen verfügen über eigene Märsche, den Hagenbeck-Marsch, den Sarrasani-Marsch, den Zirkus-Krone-Marsch oder den Franz-Althoff-Marsch. Märsche stellen auch die Bewegungsgrundlage für Artisten dar, die Tempi bewegen sich zwischen 126 und 138 bpm und sind damit etwas schneller als Militärmärsche. Zugleich sind die Märsche auch anspruchsvoller in der Ausführung und verlangen den Interpreten einiges ab. Vielfach kommen auch „flotte Weisen“ vor, eine flexible Tempogestaltung ist gefragt.[14]

Aufführungsparameter

Eine Circusaufführung dauert bis zu drei Stunden. Begleitet werden Artisten wie Jongleure und Clowns, entsprechend ist eine höchstmögliche Spontaneität gefragt.[15] Bei der de.wiki wird ein Unterschied zur Begleitung längerer Performances, zum Beispiel von Zauberkünstlern, vorgenommen. Zentrale Themen der Circusmusik sind die Sensation und die Erhaltung von Spannungsbögen. Auf diese Weise beschäftigt sich auch die musikalische Syntax der Circusmusik hauptsächlich mit der Inszenierung von Sensationen und der Gestaltung von Übergängen. Die Musik ist hauptsächlich instrumental angelegt. Vokale Interjektionen und Einwürfe durch die Artisten begleiten zum Teil das Spiel. Ein Aspekt der Circusmusik ist dementsprechend, dass im Verlauf eines Stückes immer wieder Unterbrechungen des Flows und anschließende Wiederaufnahmen vorangehender Themata vorgenommen werden. Bei der Gestaltung des Musikprogramms muss berücksichtigt werden, dass von jung bis alt alle Generationen mit der Musikauswahl möglichst einverstanden sein sollen, eine Balance zwischen klassischen Stücken und zeitgenössischer Unterhaltungsmusik wird gesucht. Auch Musik aus Fernsehserien oder aus der Filmmusik wird adaptiert.

Circusmusik wird bis in das 19. Jahrhundert hinein, entsprechend der Ausprägung der Unterhaltungsmusik der Zeit, vornehmlich als „fulminante Blechmusik“ verstanden. Den Circussen kommt bei Blasensembles zugute, dass der wichtigste Parameter, die Lautstärke, den Aufführungsstätten entsprechen kann, Streicher werden oft auch als elitär empfunden. Weitere Kriterien sind schnelle Durchgangsnoten zu eher langsamen Motiven (Gegensätze werden formuliert) und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Nähe zum Easy Listening, zum Teil zur Weltmusik und vielen anderen Ausprägungen populärer Musik. Deutlich ist ein akuter Chromatizismus bei gleichzeitig geringen Dynamikschwankungen – ein absichtliches Nebenbei. Weitere Figuren werden virtuos und spielerisch miteinander verbunden, die harmonische Basis ist einigermaßen konservativ. Dabei werden Aufwärts- und Abwärtsrichtungen im Wechsel vorgenommen und beziehen sich aufeinander.

Das Circusorchester

Um 1700 entstehen die ersten Orchester, der Raum zwischen Orchester und Publikum wird getrennt und die ersten Dekorationen werden angebracht. Ende der 1980er Jahre wird es zum Standard für ein Circusorchester, eine CD zu produzieren. Zu Beginn der 1980er Jahre wird Circusmusik zunehmend über Tonbandeinspielungen organisiert und die Branche erlebt eine Talfahrt, Circusorchester sterben nahezu aus. Nach den Erfolgen von André Hellers Circus Roncalli sind Circusorchester seit den 1990er Jahren wieder gefragt. Üblicherweise spielen Dirigenten bei den Vorführungen mit (zum Beispiel Tasteninstrumente). Zur rhythmischen Grundlegung wird oft auch ein Grundset mit großer Basstrommel, Snare und HiHat oder Crashbecken gespielt.

Einflüsse

Ein „wesentliches und signifikantes Merkmal aller Circusmusik“ ist die Vermittlung von Musik fremder Kulturen, in den Anfängen besonders der Türkischen Musik (Janitscharenmusik). Die üblichen großen Besetzungen werden vielfach in reduzierter Form angelegt. Neben den Einflüssen militärischer Musik spielen in den Anfangszeiten Formen barocker Tanzmusik, Air, Menuett, Gavotte, Sarabande, Courante, Allemande, Quadrille und Gigue, eine Rolle. Hinzu kommen seit Ende des 18. Jahrhunderts Einflüsse aus dem Country. Zum Teil wird die Musik von Beginn der Circusmusik an nach dem Vorbild klassischer Komponisten gestaltet. Weitere Tänze sind Walzer, Mazurka, Galopp (mit bis zu 240 bpm), Polka, Marsch sowie „klassische Dreischritttänze zwischen Volks- und Gesellschaftstanz“. Ohrwürmer, Opernarien und Couplets (Sprechgesänge mit volksliedhaftem Charakter), liefern vor allem die Opern von Mozart und Weber. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts findet die Populäre Musik in Kreisen der Kunstmusik zunehmend Beachtung und ein Prozess der Verschmelzung von Kunst- und Populärer Musik findet statt. Im Circus gibt es für das einfache Volk die Möglichkeit, Musik aus den Konzertsälen kennenzulernen, in die sie normalerweise keinen Einlass finden. Circus-Songs schreibt im 18. Jahrhundert zum Beispiel Charles Dibdin, im 19. Jahrhundert Paul Cuzent. Später werden für musikalische Vorlagen auch Johann Strauß, Franz Lehar und Richard Wagner für den Circus adaptiert. Beliebt sind auch Daniel-François-Esprit Auber, Jacques Offenbach und Franz von Suppé, Giacomo Meyerbeer und Vinzenz Maschek, Gioacchino Rossini, Guiseppe Verdi und Giacomo Puccini. Besonders für die Übergänge werden eigene Kompositionen verwendet. Ballett (Girlgroups) und Shownummern dominieren bald zunehmend. Potpourris und potpourriähnliche Formen kommen aufgrund der nummernartigen Abfolge der artistischen Darbietungen zum Zuge, sie bieten Möglichkeiten für Tempo- und Taktwechsel – bis heute ist die Quadrille ein wichtiger Einfluss der Circusmusik. Zielpunkt einer Musikbegleitung ist oft das Finale am Ende einer Vorstellung. In den 1950er Jahren bekommt die Musik ihre typische Prägung mit Haupteinflüssen aus der lateinamerikanischen Musik besonders, was die Begleitmusik betrifft.

Formen sind die musikalische Einlage, der Zwischenakt, die Überleitung und Einstimmung, Intermezzi. Der Cake-Walk wird, ebenso wie der Shimmy, Boogie-Woogie, One-Step, Two-Step und Black Bottom, aus den USA importiert. Circusmusiker befinden sich unter den ersten, die Einflüsse aus der afro-amerikanischen Musik übernehmen. Die Musiker orientieren sich bei Tourneen oft auch an regionaler Musik, eine Pionierrolle, die der Circus inzwischen an die Massenmedien abgeben hat. Foxtrott und Quickstep kommen auch in Circussen auf, bekannte Schlager werden wiedergegeben:

„Hinsichtlich der Musik fällt vor allem die stärkere Ausrichtung auf populäre Gassenhauer, komische und parodistische Gesangsnummern und Schlagermelodien [...] ins Gewicht.“[16]

Wo beim Varieté Gesang und Musik am Anfang stehen, ist es beim Circus das Pferd (besser das Tier). Rüdiger Becker bezeichnet Circusmusiker entsprechend als „kreative Epigonen“.[17] Der Berliner Circusschlager entsteht. Heute ist Circusmusik im allgemeinen bunt und vielfältig und enthält Elemente aus fast allen Genres der Populären Musik bis hin zu Techno und Hip Hop. Der Walzer kommt so gut wie nicht mehr vor. Bei Clownnummern kommen noch Galopps und Polkas vor, um den humoristischen Aspekt der Vorführung zu unterstreichen, Galopps auch in Umbaupausen, um den Spannungsbogen von einer Nummer zur nächsten zu erhalten. Erkennungsmelodien gibt es zum Beispiel für die Reprisenclowns, die während der Vorstellung immer einmal wieder durch die Manege stürmen. Neben der Musik zur Animation der Zuschauer (zum Mitklatschen) gibt es Applausmusik, Reprisenmusik und Ein- und Ausmärsche, bei denen die Artisten den Rhythmus der Musik nachvollziehen. Konzeptualisierte Programme sind zur Zeit deutlich erfolgreicher als die hergebrachte Mischung aus „klassischen“ und populären Titeln und Einflüssen. Auf diese Weise werden größere Circusse auch mit einem bestimmten Grundklang assoziiert.

Abgrenzungen

Verbindungen gibt es zur Commedia dell'arte, der Jahrmarktsmusik (Drehorgelmusik), Operette, Revue, Vaudeville, zur Cabaretmusik, dem Varieté und der Music Hall, einer dramaturgisch lose inszenierten Aneinanderreihung von Nummernprogrammen, sowie der Theatermusik. Eine Nähe besteht, besonders durch das Schaffen von Komponisten wie Nino Rota und Ennio Morricone zur Filmmusik.[18] Zur Kirmesmusik besteht eine Abgrenzung, indem Kirmesmusik zumeist im Dreivierteltakt und gemütlich tanzbar gehalten wird, während Circusmusik ein wenig flatterhafter und vielfältiger ist. Zum Musical und zur Kabarettmusik bestehen Abgrenzungen, was die Perspektive betrifft – bei der Circusmusik von der Musik als begleitendem Element in Richtung Performance, bei Musical und Kabarett entgegengesetzt.

Klassiker der Circusmusik

Die meistgespielten Titel in Circussen sind bis heute:

  • Triumphmarsch aus der Oper „Aida“ (Guiseppe Verdi)
  • Tritsch-Tratsch-Polka (Johann Strauß/Sohn)
  • An der schönen blauen Donau (Johann Strauß/Sohn)
  • Einzug der Gladiatoren op. 68 (Julius Fucik)[19]
  • Erinnerungen an Circus Renz (Gustav Peter)
  • Petersburger Schlittenfahrt (Richard Eilenberg)
  • Schlittschuhläufer-Walzer (Emil Waldteufel)
  • Säbeltanz aus dem Ballett “Gajaneh” (Aram Iljitsch Khatchaturian)
  • O mein Papa (Paul Burkhard)
  • Stars and Stripes (John Philip Sousa)
  • Lied der Gelsomina aus “La Strada” (Nino Rota) Elephant Boogie (Henri Mancini)
  • Pink Panther Thema (Henri Mancini)
  • Die größte Schau der Welt (Victor Young)
  • Salto mortale (Rolf Hans Müller)[20]

Einflüsse auf die Populäre Musik

Die meisten Einlassungen in der populären Musik beziehen sich auf die Übernahme bekannter Circusmusik-Themen, insbesondere des bekanntesten Stücks (Einzug der Gladiatoren). Die Unterlage wird dann je nach Genre und Stil gestaltet.

<– Tav FalcoOh, how she dances (1988)

  • Spätestens seit Erscheinen von Stephen Kings IT im Jahr 1990 ist mit Circusmusik in manchen Genres, so zum Beispiel im Dubstep von Anfang an, eine hauptsächlich düster-humoristische Interpretation des Bösen Clowns verbunden.

<– Richard BellisSoundtrack Stephen Kings IT

Im Dubstep ist das Thema Circus oft mit düsteren und fremdartigen Assoziationen à la Stephen Kings IT besetzt: LO-STThe Circus (Dubstep Mix) (2011) [9] bei Youtube. Die für Circusmusik offensten Musikrichtungen sind Entwicklungen originärer Genres, wie Post-Punk, Post-Techno oder andere durch avantgardistische Bestrebungen entstandene Genres und Stile. Im Amateurbereich finden sich etliche Interpretationen unterschiedlichster Circusmusik.

Situation von Circusmusikern

Die Situation der Circusmusiker ist insofern schwierig, als dass Circusse oft abgeschlossen vom allgemeinen Medientrubel leben und Circusmusiker, soweit sie die artistischen Vorführungen begleiten und nicht selbst artistisch in Aktion treten, oft eine weitere Abgrenzung innerhalb der Circusunternehmen erfahren. Von Beginn der Circusgeschichte an verfügen Musiker am Circus über weitere Funktionen: „Zu den Aufgaben der Zirkusmusiker gehörten traditionell der Zeltauf- und –abbau, diese Fähigkeiten wurde oft sogar höher geschätzt als die musikalischen.“ Bis in die 1920er Jahre werden Orchester mit teilweise weit über 50 Orchestermitgliedern inklusive Tambourin- und Fanfarenensemble auf Plakaten mitangekündigt, auf heutigen Plakaten findet sich gewöhnlich keine Erwähnung des Orchesters. Die ökonomische Situation ergibt sich auch daraus, dass der Circus von staatlicher Seite her traditionell nicht gefördert wird, so kommt es immer wieder zu Engpässen an ausgebildeten Circusmusikern.

Kritik

„Kritisiert werden oft abgedroschene und zu genüge bekannte Artisten-Musiken.“ Vielfach wird kritisiert, dass mit dem Einzug der Pop- und Rockmusik in den Programmen das ursprüngliche romantische Flair des Circus verloren gehe. Die stark reduzierten Besetzungen führen zum Teil zu abenteuerlichen musikalischen Resultaten.

Forschung und Lehre

Von der Musikwissenschaft wird Circusmusik bisher weitgehend vernachlässigt, sodass viele Erkenntnisse noch im Dunkeln liegen. Circusmusik wird besonders im Rahmen der interdisziplinären Cultural Studies und der Musiksoziologie zum Gegenstand: „Die Musik im Circus entzieht sich weitestgehend einer Bestimmung als eigenständige Gattung mit signifikanten Merkmalen.“[21]

Literatur

  • Primärquelle Rüdiger Becker – Circusmusik in Deutschland. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. (2008)
  • Reto Parolari: Circusmusik in Theorie und Praxis. (2005)

Trivia

Circushafte Elemente beinhaltet auch die Filmmusik Nino Rotas für Federico Fellini, besonders für La Strada von 1953/54 (Video im Artikel Nino Rota eingebettet). Die Circuspolka von Igor Strawinski wurde für ein Elefantenballett geschrieben.[22] Aufgrund des Showcharakters der Aufführungssituation können sich auch interessante Parallelen zum Turntablism der 1990er und 2000er Jahre bis heute ergeben.

Einzelnachweise

  1. Einige Zirkusse legen Wert darauf, mit Z und K geschrieben zu werden, ansonsten hat sich auch in der deutschen Circusmusikforschung die Schreibweise Circusmusik durchgesetzt. Dazu trägt bei, dass Tourneen ausländischer Circusse in Deutschland Tradition haben.
  2. Als eine der wohl wandlungsfähigsten Gattungen der Musik entzieht sich Circusmusik konsequent jeder Einordnung, weshalb auch die Kategorisierung als musikalische Gattung nicht unumstritten ist.
  3. Während neue Technologien zunächst kreativ integriert wurden, wird die Technologie später aus Kostengründen zur Einsparung von Orchestern und Musikern eingesetzt.
  4. Jewgeni Kusnezow – Der Zirkus der Welt, Berlin 1970
  5. Rüdiger Becker zitiert Willi Erbes-Roesner – Circusmusik einst und jetzt. In: Artisten, Nr. 5 (1957)
  6. Wildtiere sind seit einiger Zeit in Circussen nicht mehr allzu gern gesehen, die Tierschutzorganisation peta tritt erfolgreich für ein Verbot der betreffenden Dressurnummern ein. In den Niederlanden sind Aufführungen mit Wildtieren ab September 2015 verboten. In anderen Ländern zeichnet sich ähnliches ab oder ist bereits Tatsache [1] Liste der Gesetzgebungen in Deutschland, Europa und weltweit, bei peta.de
  7. Ankündigung Circus Rudi Renz: „Karbe hat eine Hammond-Orgel dabei. Diese ersetzt zehn Musiker.“ In Becker, S. 108
  8. Startseite Weihnachtscircus in Berlin [2] bei berliner-weihnachtscircus.de
  9. „Anpassung an das Manegengeschehen“, bei Becker, S. 120
  10. Artikel Zirkusmusik [3] bei der Wikipedia
  11. In den 1990er Jahren fanden sich beim Circus FlicFlac noch Titel von Billy Idol, The Prodigy, Apollo Four Forty und ähnliche.
  12. Eva Wahlberg – Über Zirkusmusik (1981), nach Becker.
  13. Joachim Guth – Musik im Zirkus (1997, Eintrag im MGG)
  14. Aus einer Oldenburger Tageszeitung von 1928, nach Becker, S. 91
  15. Artikel Spontaneität, Abschnitt Musikalische Spontaneität [4] bei der de.wiki
  16. Zu den Parallelen der Circusmusik zum Varieté: Becker, S. 28
  17. Becker, S. 99
  18. Eine Nähe zur Filmmusik zum Beispiel in Nino Rotas 8 1/2-Thema (1963) [5] bei Youtube
  19. Julius Fucik – Einzug der Gladiatoren op. 68 (1899) [6] Ein spielerisches Auf-und-Ab dynamisch kaum differenzierter Durchgangsnoten in Halbtonschritten bei Youtube
  20. Liste bei Becker, S. 123
  21. Becker, S. 29
  22. Igor Strawinski – Circus Polka (1942) [7] bei Youtube
  • Wo Zitate nicht ausgewiesen sind, sind sie der Primärquelle Rüdiger Becker (siehe Literatur) entnommen, die zu den wenigen ausführlichen und zuverlässigen Quellen zum Thema gehört.

Weblinks

Allgemein

  • Gesellschaft der Circusfreunde e.V. [10] bei circusfreunde.org
  • Circus Zeitung / Planet Circus [11] bei circus-verlag.de
  • International Music Circus Project - Documentary [12] bei Youtube
  • 16x9 - Getting into Cirque Du Soleil [Audition Documentary] [13] bei Youtube
  • Artikel Circus music [14] bei der en.wiki
  • Berlin Circus Festival [15] Festival für den zeitgenössischen Zirkus, bei stadtkind.com
  • Psychedelic Circus Festival [16] Musikprogramm bei psychedlic-circus.com, unter 18 auch nicht mit „Muttizettel“

Beispiele Populäre Musik

Links im Juni 2017.