Chuck Berry

Aus indiepedia.de
Chuck Berry
Chuck Berry 2008
Chuck Berry 2008
Herkunft: St. Louis, Missouri, USA
Geboren: 18. Oktober 1926 (88 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1952
Genres: Rock'n'Roll
Instrumente: Gesang, Gitarre
Labels: Chess Records
Mercury
Atco
Homepage: ChuckBerry.com

Chuck Berry ist einer der bedeutendsten und einflussreichsten Musiker in der Geschichte des Rock'n'Roll. Der Gitarrist und Sänger schrieb mit Songs wie Roll Over Beethoven, Maybellene oder Johnny B. Goode Musikgeschichte, die von Legionen von Bands gecovert wurden. Der heute über achtzigjährige Berry tritt immer noch live auf und lebt in seiner Heimatstadt St. Louis.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

John Lennon, dessen Band The Beatles in ihren Anfangstagen oft Songs von Chuck Berry coverte, sagte über sein Idol: "If you tried to give rock and roll another name, you might call it Chuck Berry." Damit ist schon viel gesagt über Einfluss und Idolisierung des 1926 als Charles Edward Anderson Berry geborenen Musikers aus St. Louis, der sich 1951 seine erste elektrische Gitarre kaufte. Zuvor hatte der junge Mann sich seine Inspiration von Blues-Helden wie Muddy Waters und Howlin' Wolf geholt und auch schon seine erste Gefängnisstrafe abgesessen. Seine ersten Liveauftritte bestritt er mit einer Mischung aus Bluesnummern, sentimentalen Stücken à la Nat King Cole und an ein weißes Publikum gerichteten Hillbilly-Countrysongs. 1955 erhielt Berry über Vermittlung von Muddy Waters einen Plattenvertrag mit dessen Label Chess Records, und bereits die erste Single Maybellene – eine Ode an ein Auto (!) – wurde zu einem Nummer-Eins-Hit. Von da an wurde Chuck Berry in kürzester Zeit zu einer der bestimmenden Figuren der aufblühenden Rock'n'Roll-Szene, und neben Erfolgssstücken wie Johnny B. Goode, Roll Over Beethoven oder dem programmatischen Rock and Roll Music, die das Genre mit definierten, wurde auch sein "Duckwalk" ("Entengang") zu einem Markenzeichen des Sängers und Gitarristen. Bis 1959 purzelten die Hits für Berry wie am Fließband, er trat in über zwanzig Rock'n'Roll-Filmen auf und ging mit anderen Rock'n'Roll-Legenden wie Buddy Holly, Carl Perkins, den Everly Brothers oder Jerry Lee Lewis (mit dem er noch heute gemeinsam auftritt) auf US-Tournee.

Ende der 1950er war Chuck Berrys Stern jedoch im Sinken begriffen, da der ursprüngliche Rock'n'Roll im künstlerischen wie kommerziellen Niedergang begriffen war und Berry 1959 zudem zu einer fünfjährigen Gefängnisstrafe wegen angeblicher Unzucht mit Minderjährigen verurteilt wurde. 1963 wurde der Musiker wieder auf freien Fuß gesetzt – gerade zur richtigen Zeit, denn die "British Invasion" genannte Welle von jungen Beat-Bands aus Großbritannien, angeführt von den Beatles, schickte sich an, die Vereinigten Staaten zu überrollen. Insbesondere die "Fab Four" beriefen sich dabei auf Chuck Berry als großes Vorbild und coverten diverse seiner Stücke mit großem Erfolg, und auch andere Bands der Bewegung wie die Rolling Stones und The Who erwiesen dem Rock'n'Roll-Pionier ihre Referenzen. Daraufhin gelangen in den mittleren Sechzigern auch Berry selbst wieder Charterfolge (u.a. das in "Pulp Fiction" wieder verwendete You Never Can Tell), und auch wenn danach und seither die Hits ausbleiben sollten (Ausnahme: der anzügliche Nummer-Eins-Hit My Ding-a-Ling von 1972), stellt Chuck Berry nach wie vor eine Konzertattraktion und ein Vorbild für nachwachsende Rockbands dar. Sein letztes Studioalbum "Rock It" erschien 1979.

Der Einfluss von Chuck Berry auf die Entwicklung der Rockmusik ist kaum zu überschätzen. Neben der wegweisenden musikalischen Verbindung von Blues, Country und Balladen wirkten vor allem das Gitarrenspiel und Bühnenauftreten des Musikers als Blaupause für den Typus des Rock-Gitarristen. Mehrere Generationen von Beat-, Rock- und Hardrock-Bands bezogen Einfluss von Berrys Songwriting und Spieltechnik, und auch die Texte über die prototypischen Themen der Rockmusik (Autos, Frauen und Liebe/Sex) wirkten stilprägend. Der heute über achtzigjährige Chuck Berry wurde für seine musikalischen Verdienste 1986 als erster Musiker überhaupt in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und genießt heute den Status einer lebenden Legende, die trotz ihres hohen Alters immer noch live auftritt.

Solo-Diskographie (Auswahl)

Singles
  • 1954 Oh Maria (mit Joe Alexander & The Cubans) (7", Chess Records)
  • 1955 Maybellene (7", Chess Records)
  • 1956 Roll Over Beethoven (7", Chess Records)
  • 1956 You Can’t Catch Me (7", Chess Records)
  • 1957 School Day (7", Chess Records)
  • 1957 Rock and Roll Music (7", Chess Records)
  • 1958 Sweet Little Sixteen (7", Chess Records)
  • 1958 Johnny B. Goode (7", Chess Records)
  • 1958 Carol (7", Chess Records)
  • 1959 Memphis Tennessee (7", Chess Records)
  • 1959 Back in the USA (7", Chess Records)
  • 1960 Too Pooped to Pop (7", Chess Records)
  • 1963 Go Go Go (7", Chess Records)
  • 1964 No Particular Place to Go (7", Chess Records)
  • 1964 You Never Can Tell (7", Chess Records)
  • 1965 Dear Dad (7", Chess Records)
  • 1969 Tulane (7", Mercury)
  • 1972 My Ding-a-Ling (7", Chess Records)
  • 1973 Bio (7", Chess Records)
  • 1975 Shake, Rattle and Roll (mit Ingrid Gibson) (7", Atco)
  • 1979: Oh What a Thrill (7", Atco)
Alben
  • 1957 After School Session (LP, Chess Records)
  • 1958 One Dozen Berrys (LP, Chess Records)
  • 1959 Berry is on Top (LP, Chess Records)
  • 1960 Rockin’ at the Hops (LP, Chess Records)
  • 1961 New Juke Box Hits (LP, Chess Records)
  • 1964 The Latest and the Greatest (LP, Chess Records)
  • 1964 Two Great Guitars (mit Bo Diddley) (LP, Chess Records)
  • 1964 You Never Can Tell (LP, Chess Records)
  • 1964 St. Louis to Liverpool (LP, Chess Records)
  • 1964 Nadine (LP, Chess Records)
  • 1965 Chuck Berry in London (LP, Chess Records)
  • 1965 Fresh Berry's (LP, Chess Records)
  • 1967 Golden Hits (Re-Recordings, Mercury)
  • 1967 Chuck Berry in Memphis (LP, Mercury)
  • 1968 From St. Louis to Frisco(LP, Mercury)
  • 1969 Concerto in B. Goode (LP, Mercury)
  • 1970 Toronto Pop (Live-LP, Chess Records)
  • 1971 Back Home (LP, Chess Records)
  • 1971 San Francisco Dues (LP, Chess Records)
  • 1972 The London Sessions (Studio und Live, LP, Chess Records))
  • 1973 Bio (LP, Chess Records)
  • 1975 Chuck Berry '75 (LP, Atco)
  • 1979 Rock It (LP, Atco)

All-Time-Charts

Chuck Berry Is on Top
The Great Twenty-Eight
Johnny B. Goode (Song)

Video

Referenzkünstler

Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Inhalt
Bilder
Werkzeuge