Charles Mingus

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Charles Mingus Jr.
Charles Mingus am 4. Juli 1976 in Manhattan, New York
Charles Mingus am 4. Juli 1976 in Manhattan, New York
Herkunft: Los Angeles, Kalifornien, USA
Geboren: 22. April 1922
in Nogales, Arizona
Gestorben: 5. Januar 1979
in Cuernavaca, Mexiko
Aktiver Zeitraum: 1943 - 1979
Genres: Jazz, Avantgarde
Instrumente: Bass, Klavier
Homepage: mingusmingusmingus.com

Charles Mingus war ein US-amerikanischer Jazz-Bassist, Bandleader, Pianist und Komponist. Er gilt weithin als einer der bedeutendsten und wegweisendsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Seine Werke, allen voran sein Magnum Opus, The Black Saint and the Sinner Lady, hatten nicht nur gigantischen Einfluss auf die Entwicklung des Jazz sondern der gesamten Musikwelt.

Biographie

Charles Mingus wächst in Watts, einem vor allem von Afroamerikanern bewohnten Vorort von Los Angeles auf. Früh wird sein Interesse für Jazz geweckt, als der erst neunjährige Charles im Radio zum ersten Mal Stücke von Jazz-Legende Duke Ellington hört, die ihn dazu bewegen, eine Reihe von Instrumenten zu lernen, darunter das Cello und das Klavier. In der Highschool gerät er schließlich an den Kontrabass, das er schnell beherrschen wird wir kaum ein Zweiter. Außerdem beginnt er bereits im Teenageralter damit, eigene Stücke zu schreiben, die sich zunächst noch an klassischen Vorbildern orientieren.

Zu Beginn der 40er Jahre spielt er als Bassist in verschiedenen lokalen Jazz-Formationen. Schnell eilt ihm der Ruf des Wunderkindes vorraus, sodass er 1943 unter anderem gemeinsam mit Louis Armstrong auf der Bühne steht. Es folgen weitere gemeinsame Auftritte mit Größen des Jazz, die Mingus in seinem Schaffen zum Teil stark beeinfussen. Dennoch bleibt er der klassichen Form der Musikrichtung bis in die Mitte der 50er Jahre hinein treu.

Der wirkliche Durchbruch gelingt Charles Mingus, den es mittlerweile nach New York gezogen hat, schließlich mit der Veröffentlichung des wegweisenden und philosophisch aufgeladenen 1956er Albums Pithecanthropus Erectus, das ihn entgültig als Bandleader einer Jazzcombo etabliert und die gesamte Bandbreite seiner kunstvollen Kompositionen zeigt. Es folgen die wohl produktivsten Jahre seines künstlerischen Schaffens. In nur zehn Jahren veröffentlicht der Komponist mehr als 30 Alben, darunter bedeutende Platten wie The Clown (1957), Blues and Roots , Mingus Dynasty, Mingus Ah Um (alle 1959), Mingus, Mingus, Mingus, Mingus, Mingus (1963) und schließlich im selben Jahr sein wohl bedeutendstes, komplexestes und modernstes Werk, Black Saint and the Sinner Lady. Das aus sechs Teilen bestehende Werk greift zahllose Einflüsse auf und verstrickt diese zu einem vielschichtigen Gesamtwerk.

Nach diesen äußerst Produktiven Jahren drosselt der Musiker sein Arbeitstempo, die Anzahl der Veröffentlichungen geht zurück. Schließlich wird Anfang der 70er Jahre die Erkrankung an Amyotrophe Lateralsklerose festgestellt. Diese die Nervenzellen schädigende Krankheit führt dazu, dass Mingus das Bassspielen aufgeben muss. Dennoch komponiert er bis zu seinem Tod am 5. Januar 1979 in Mexiko weiter.

Diskographie

Alben
  • 1952 Strings and Keys (Debut)
  • 1954 Jazz Composers Workshop (Savoy)
  • 1954 Moods of Mingus (Savoy)
  • 1954 Intrusions (Drive Archive)
  • 1954 Jazzical Moods, Vol. 1 (Period)
  • 1954 The Jazz Experiments of Charles Mingus (BCP)
  • 1955 Jazz Collaborations (Debut)
  • 1955 Jazzical Moods, Vol. 2 (Period)
  • 1955 Chazz (Fantasy)
  • 1955 Charles Mingus Quintet with Max Roach (Debut,OJC)
  • 1956 Pithecanthropus Erectus (Atlantic)
  • 1957 The Clown (Atlantic)
  • 1957 Tonight at Noon (Atlantic)
  • 1957 Mingus Three (Blue Note)
  • 1957 New Tijuana Moods (Bluebird/RCA)
  • 1957 Tijuana Moods (RCA)
  • 1957 East Coasting (Bethlehem Archives,Avenue Jazz)
  • 1957 A Modern Jazz Symposium of Music and Poetry (Bethlehem)
  • 1957 Scenes in the City (Affinity)
  • 1958 Weary Blues (Polygram)
  • 1959 Blues and Roots (Rhino)
  • 1959 Mingus Dynasty (Columbia Records,Legacy)
Sonstige
  • 1955 Mingus at the Bohemia (Livealbum/ Debut,OJC)
  • 1960 Mingus at Antibes (Livealbum/ Atlantic)
  • 1964 Town Hall Concert (1964) (Livealbum/ Jazz Workshop,OJC)
  • 1964 The Great Concert of Charles Mingus (Livealbum/ Prestige)
  • 1965 My Favorite Quintet (Livealbum, Eigenvertrieb)
  • 1972 Charles Mingus and Friends in Concert (Livealbum/ Columbia Records,Legacy)
  • 1974 Mingus at Carnegie Hall (Livealbum/ Mobile Fidelity)

Kollaborationen

All-Time-Charts

Black Saint and the Sinner Lady

ist eines von 1001 Alben, die Sie hören sollten, bevor das Leben vorbei ist

Solo Dancer

Referenzkasten

Trivia

  • Für seine Musik berühmt war Mingus für sein unkontrellierbares Temrament uns seine Wutausbrüche bekannt. Wegen seiner Depressionen war er in psychatrischer Behandlung

Referenzbands

Weblinks