Brian Eno

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Brian Eno wurde als Brian Peter George St. John le Baptiste de la Salle Eno und zweites von vier Kindern eines Briefträgers am 15. Mai 1948 im britischen Woodbridge geboren. Als Jugendlicher hatte er erstklassige katholische Schulen besucht, später ein Kunststudium abgeschlossen und in der Band The Maxwell Demon seine ersten Musikerfahrungen gesammelt. Vor Roxy Music spielte er auch in Cornelius Cardews Scratch Orchestra.

Roxy Music

1969 ging er nach London. Dort lernte er den Sänger Bryan Ferry kennen und gründete mit ihm 1971 Roxy Music, die eine der wegweisendsten Bands in der Geschichte der Populären Musik wurden. Eno spielte bei Roxy Music Keyboards, er verwendete Kassettenrekorder und andere elektronische Geräte und prägte damit den Sound der Band. Auf der Bühne erschienen die Musiker in zum Teil fantastischen Kostümen, Enos Federboa ist zu einem Relikt der Musikgeschichte geworden, sie waren damit auch am Aufkommen des Glamrock beteiligt. Nach zwei Jahren und zwei Alben verließ Eno die Band.

Zwischen 1973 und 1977 veröffentlichte er vier Pop-Rock-Avantgarde Solo-Alben. Er prägte den Begriff Ambient und ist aus diesem Bereich nicht wegzudenken. Er entwickelte nach eigenen Angaben „Landschaften zum Zuhören“ und veröffentlichte in diesem Genre einige Platten, u.a. mit Robert Fripp, Harold Budd, Daniel Lanois und Jon Hassell. 1975 gründete Eno sein eigenes Experimental-Label Obscure Records. 1978 stellte er den Sampler No New York zusammen.

In den 80er war Eno hauptsächlich als Produzent tätig. Mit David Bowie und Iggy Pop wohnte und arbeitete er auch kurzzeitig in Berlin und schuf mit Bowie dessen Berlin-Trilogie. Er war außerdem an Alben von Cluster, Dieter Moebius und Hans-Joachim Roedelius, Devo, Ultravox, den Talking Heads, John Cale und U2 beteiligt. 1981 veröffentlichte er mit David Byrne das Album My Life In The Bush Of Ghosts.

1995 verlieh Radio 1 bei den Novello Awards einen Preis für "Continuing Innovation in Music". 1998 verlieh ihm die Akademie der Künste in Berlin die Ehrenprofessur.

Apps

2014 veröffentlichte Brian Eno das Album Someday World mit Karl Hyde (Underworld) inklusive App. Bereits 2012 wurde zusammen mit Peter Chilvers das Album Scape mit interaktiver App für iPad veröffentlicht, mit der auf den Verlauf und die Klanggestaltung Einfluss genommen werden konnte.[1] Weitere Generative Apps von Eno sind Trope, Air und Bloom.[2]

Bands

Kollaborationen

Mit Harold Budd, David Byrne, Cluster, Phil Collins, Roger Eno, Robert Fripp, Jon Hassell, Daniel Lanois, U2, Jah Wobble, Coldplay, David Bowie und vielen weiteren.

Genres

Artpop, Glam-Rock, Ambient, Weltmusik, Elektronische Musik

Solo-Diskografie

Alben

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US US Independent A CH S F NOR FIN AUS NZ
1974 Here Come the Warm Jets - 26 151 - - - - - - - - -
1978 Before and After Science - - 171 - - - 25 - - - - -
1981 My Life in the Bush of Ghosts (mit David Byrne) - 29 44 - - - - - - - - -
2005 Another Day on Earth - - - 33 - - - 190 - - - -
2008 Everything That Happens… (mit David Byrne) - - - - - - - 127 - - - 31

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts
NME Musikexpress Pitchfork Les Inrocks
1977 Before and After Science 14
1990 Wrong Way Up (mit John Cale) 9
1992 Nerve Net 27 25
2008 Everything That Happens… (mit David Byrne) 41
2010 Small Craft on a Milk Sea 39
Singles
2008 Strange Overtones (mit David Byrne) 11

All-Time-Charts

Here Come the Warm Jets
Another Green World
Before and After Science
My Life in the Bush of Ghosts (mit David Byrne)
Strange Overtones (mit David Byrne)

Kompilationsbeiträge

Als Produzent

Trivia

  • 1994 gewann Eno einen Brit Award als bester britischer Produzent.
  • Die Original-Windows95-Start-Melodie wurde von Brian Eno komponiert.

Referenzkasten

  • Brackens Album "Eno About the Need" bezieht sich im Titel auf Brian Eno.
  • MGMT veröffentlichen 2010 einen Song namens "Brian Eno" auf ihrem Album "Congratulations".

Referenzbands

Coverversionen

Brian Eno wird gecovert von

Einzelnachweise

  1. Musik Innovation (2012) [1] Videovorstellung Scape-App durch Brian Eno, bei der Welt
  2. Generative Music (2012) [2] Eno-Apps bei generativemusic.com

Weblinks

  • Diskografie [3] bei der en.wiki
  • Brian Eno Fanpage [4] bei hyperreal.org